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Eine Ode an den Pop
Foto: Warner Music
Donkeyboy
Eine Ode an den Pop
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Montag, 8. Februar 2010

Bei all dem Schnee, Frost und erfrorenen Katzen, wo möchte man da momentan am allerwenigsten sein? Genau: Norwegen. Das sehen die fünf Jungs von den Extreme-Poppern Donkeyboy genauso, würden ihr Heimatland zur Zeit für ein Butterbrot und ‘ne Dose Fisch eintauschen und planen nach ihrem fast schon peinlich großen Erfolg in der Nation der Mitternachtssonne, Fjorde und Trolle ab jetzt den Rest des Erdenballs mit ihren pummeligen, pickligen und penetrierten Popsongs zu erobern. Und das klingt leichter als getan.

Denn Pop ist das wohl verkommenste, dreckigste und am meisten verabscheute Musikgenre aller Zeiten. Jedenfalls in den Augen derer, die meinen eine Ahnung von dem ganzen Zirkus zu haben. Nirgendwo sonst ist es so einfach ein paar einfache Beats, eingängige Melodien und dumme Texte zu einem Machwerk zusammen zu mischen, dieses vorrangig von charakterlosen Schmierfinken oder großbrüstigen Jungfrauen vorträllern zu lassen und damit als Dieter Bohlen, Lou Perlman oder Frank Farian Millionen zu scheffeln, während man gleichzeitig die Musikform mit dem größten Kunstpotential regelrecht vergewaltigt.

Es wird also mal wieder Zeit für Popklänge, die sich nicht verstecken müssen, weil sie von seelenlosen Kackbratzen wie Britney Spears, US5 oder den Lollipops tief in den Boden der Scham geprügelt worden sind. Erhebt eure Köpfe, feiert den Dreivierteltakt und schwingt eure Köpfe und Beine zu Alphabeat, Little Boots und La Roux. Und von nun an eben auch zu Donkeyboy.

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

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