Veröffentlicht: Samstag, 21. November 2009
Hallo, mein Name ist Marcel Winatschek und ich bin momentan so gestresst, dass dafür eigentlich schon wieder ein neues Wort erfunden werden müsste. Denn der 24-stunden andauernde Tag beinhaltet bei weitem viel zu wenig Minuten, um alles darin unter zu bekommen, was ich eigentlich schaffen müsste, damit sich mein Leben in dem Rahmen weiterentwickelt, den ich für angemessen halte. Und das dreht sich momentan um drei große Bereiche: Ausbildung, AMY&PINK und Analverkehr. Und mit letzterem meine ich nicht unbedingt, dass ich in ins rosarote Lager gewechselt hätte, sondern mein Privatleben, welches mich des Öfteren so richtig schön durchrammelt. Oder umgekehrt.
So werfe ich mich ich also im Morgengrauen aus dem Bett, während die Fledermäuse tanzen und die Hähne noch schlummern, um die geballten Neuigkeiten der vergangenen Nacht auf meinem Screen durchzublättern und zu gucken, ob dabei was Geiles für AMY&PINK dabei ist, komme selten an den Pornoposts vorbei, ohne mich gekonnt selbst anzufassen, mache mich dann je nach Kalenderwoche entweder zur Arbeit oder Berufsschule auf und verbringe den weit entfernten Abend dann meistens mit Party / Liebelei / Abchillen.
Und was sich jetzt so locker flockig dahergelaufen anhört, ist in Wahrheit Stress pur. Denn während man in der Ausbildung mit Projekten zugedröhnt wird, die einem bei frequentierten Aufkommen selbst horrormäßig in den Schlafphasen verfolgen, möchten Kontakte geknüpft und gepflegt, am besten drei Hammereinträge am Tag verfasst, Blogs durchwühlt und kommentiert, Mädchen geküsst, Twitter genutzt, mit der Familie telefoniert, geduscht oder gebadet, Filme und Serien geguckt, Brüste geknetet, Tumblr gefüllt, Kaffee gekocht, Facebook aktualisiert, Geschlechtsverkehr vollzogen, geliebt, gehasst, Drogen ausprobiert, Wäsche gewaschen, Geld verdient, gekackt und gestrullert, öffentliche Verkehrsmittel genutzt, Geschirr gespült, Lebensmittel eingekauft, Partys besucht, nachgedacht, Betten gemacht, Interviews geführt und übersetzt, Ideen entwickelt oder geklaut, SMS getippt, Prostituierte verprügelt, kommende Projekte geplant, mit für mein weiteres Dasein wichtigen Leuten gechattet, früh, mittags und abends gefuttert, Gefallen getan, Seiten technisch gepflegt, in der Gegend rumgelatscht, mich bei Merlin Bronques eingeschleimt, Alkohol getrunken, eMails beantwortet, Zeitschriften studiert, Zombies getötet, die Wohnung aufgeräumt und geputzt, Musik gehört, Pseudosport betrieben, Bücher gelesen, Pflanzen gegossen und Wünsche erfüllt werden. Und das in 24 Stunden. Wenn’s geht täglich. Schlaf noch nicht einmal erwähnt.
Das Leben ist also eine Bitch und ich verlange vom Zeitgott / Staat / The Hoffâ„¢ gefälligst die Erweiterung eines Tages um mindestens das doppelte, treibe mit 10 Euro die Entwicklung eines Medikaments voran, das uns den Schlaf möglichst fern hält und werde das Wochenende dazu nutzen, um zumindest die nervigsten Sachen aus der Todesliste in Ruhe zu ignorieren, mir ein paar Stichpunkte heraus zu picken (wahrscheinlich irgendwas mit Sex und Zombies) und mir heute Abend in Gedenken an Lindsay Lohan genüsslich die Kante zu geben. Und wehe einer kommt mir dabei in die Quere, denn das könnte tödlich enden. Ich bin nämlich gestresst und habe somit die Lizenz zum blutigen Massaker, am liebsten auf ‘nem russischen Flughafen.
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DITO :(
C’est la vie. Bei mir sieht’s nicht anders aus. Außer das ich nächtste Woche noch meine Abschlussprüfung habe. “Dead like me” im Reallife.
EIN RIESEN FUCKING “THIS.”
Yes, Dude, yes. Und soll ich dir mal was sagen: Da hilft nich mal geschlechtsverkehr mit monica belucci um den stress zu vergessen.
:D
Aber danke, dass du das teilst, weil es S und mir echt genauso geht. Voll genauso.
früher war halt alles einfacher :) da konnteste getrost ma die Hälfte streichen, weil es kein inet gab ;p
früher war das leben um einiges leichter aber die heutigen dinge möchte ich nicht mehr missen
Ich wollte schon immermal auf einen russischen Flughafen geknebelt werden! Harhar.