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Das Popkultur Magazin

Tradition in Kyoto: Das eigene Papier

Seit einigen Jahren wird der Begriff Slow Living ja gern mal etwas überstrapaziert, wenn man sich einem Lebensgefühl hingeben möchte, das entgegengesetzt zum hastigen und stressigen Alltag agiert und besagt, dass man sich wieder auf das Dasein an sich konzentrieren sollte. Mit Bioprodukten kochen. L...
Tradition in Kyoto: Das eigene Papier

Tradition in Kyoto

Das eigene
Papier

Daniela Dietz

Seit einigen Jahren wird der Begriff Slow Living ja gern mal etwas überstrapaziert, wenn man sich einem Lebensgefühl hingeben möchte, das entgegengesetzt zum hastigen und stressigen Alltag agiert und besagt, dass man sich wieder auf das Dasein an sich konzentrieren sollte. Mit Bioprodukten kochen. Langsam atmen. In den Wäldern wandern gehen.

Japan ist an sich ein Land der extremen Gegensätze. Epische, technische Fortschritte auf der einen Seite kollidieren mit der behutsamen und durchaus stilleliebenden Lebensart der Japaner. Zwischen den Wolkenkratzern und Neonlichtern verbergen sich alte Tempel, kleine Parks und die ein oder anderen Geister, die nicht immer böse sein müssen.

In Kyoto hat uns Yuriko Rico Ogura gezeigt, wie wir unser eigenes Papier herstellen können. Wenn das mal nicht Slow Living in Reinkultur ist, dann weiß ich auch nicht. Mit ganz viel Geduld und Vorsicht wird hier zuerst die Pulpe, der Faserbrei, in einer Wanne voller Wasser vorbereitet und dann daraus mit einem Gitterrahmen und einem Tuch das Papier geschöpft. Sehr entspannend!

Tradition in Kyoto: Das eigene Papier

Tradition in Kyoto: Das eigene Papier

Tradition in Kyoto: Das eigene Papier

Der Text wurde von Daniela Dietz geschrieben
Die Fotografie stammt von Marlen Stahlhuth
Der Artikel erschien in der Kategorie Reisen mit den Themen Asien, Bio, Japan, Kinfolk, Kyoto, Marlen Stahlhuth, Papier, Slow Living, Tradition und Yuriko Rico Ogura
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