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Sex im Job: Wie gut fickt mein Chef?

Es gibt ja die unterschiedlichsten und absurdesten Theorien über den Penis. Je größer die Nase desto größer ist er. Fingergröße ist gleich Gliedgröße. Je dünner der Mann desto dünner sein Schwanz. Bei Frauen kursieren da ganz andere Legenden. Je stiller und zurückhaltender die Frau im Alltag desto w...
Sex im Job: Wie gut fickt mein Chef?

Sex im Job

Wie gut fickt
mein Chef?

Christine Neder

Es gibt ja die unterschiedlichsten und absurdesten Theorien über den Penis. Je größer die Nase desto größer ist er. Fingergröße ist gleich Gliedgröße. Je dünner der Mann desto dünner sein Schwanz. Bei Frauen kursieren da ganz andere Legenden. Je stiller und zurückhaltender die Frau im Alltag desto wilder ist sie im Bett. Angeblich. Ich kenne Männer, die sich genau aus diesem Grund nur mit ruhigen Mäuschen verabreden. Die Hoffnung stirbt ja bekannterweise zuletzt und so auch der Wunsch der Typen nach einem wilden, unvergesslichen Fick. Eine Brillenschlange, die plötzlich im Bett zur Granate wird, die Peitsche rausholt und ihm Handschellen anlegt.

EMPFEHLUNG

Seitdem mir jemand diese Mäuschen-Granaten-Theorie erzählt hat, kann ich nicht mehr damit aufhören, mir die Menschen, die ich kennenlerne, beim Geschlechtsverkehrt vorzustellen. Vielleicht bin ich ja gar nicht die Einzige. Vielleicht gibt es ja noch mehr Menschen da draußen, die sich bei jeder neuen Bekanntschaft, die sie machen, sei es im Supermarkt oder beim Yoga, vorstellen, wie sie beim Sex ist.

Diese Gedanken kommen einfach, schleichen sich an und erschrecken mich dann zu Tode. Wie er wohl die Brust einer Frau streichelt. Ob er eher der Kneter oder der Melker ist. Ob er ganz leicht reinbeißt. Oder sie steif rubbelt. Und sie? Ob sie sich so richtig fallen lassen kann. Oder beim Sex die Maniküre überprüft. Ob sie Männern einen bläst. Oder schon einmal Sperma im Gesicht hatte. Fragen über Fragen überschlagen sich in meinem kleinen Kopf und ich bin machtlos dagegen.

Besonders schäme ich mich für meine Fantasien beim Businessmeeting. Wenn mich mein Chef anschaut, mir was von Marketingkonzepten erzählt, und ich mich frage, ob er wohl einen Fetisch hat. Ich hatte einmal einen Vorgesetzten. Ende 20. Nicht sehr witzig oder wortgewandt aber sehr hübsch mit einem Jahresgehalt um die 120.000 Euro. Er hatte eine Vorliebe für gestreifte Hemden und den ausdruckslosesten Blick, den ich je in meinem Leben gesehen habe. Es war schon spannend, mir vorzustellen wie er aussieht, wenn er lacht.

EMPFEHLUNG

Am Anfang hatte ich keine bösen Gedanken, weil ich davon überzeugt war, dass er Sex mit seinem Aktenkoffer hat. Oder gar keinen. Dann habe ich erfahren, dass er eine Lebensgefährtin hat und das Kopfkino ging los. Entweder er ist ein Schmusekätzchen, das gerne kuschelt, vorwiegend mit dem Gesicht zwischen den Brüsten der Frau oder den Lippen am Ohrläppchen.

Oder er ist genauso knallhart wie im Beruf, schleudert die Frau all abendlich aufs Bett und rammelt sie einmal schnell durch, bevor er sich wieder an den Schreibtisch setzt und Mails beantwortet. Oder er ist einer derjenigen, die gerne in ihrer Freizeit Sklaven spielen. Die den ganzen Abend auf allen Vieren vor dem Sofa kriechen, damit die Frau ihre Füße auf ihnen ablegen kann. Meinen Gedankengang schließe ich immer mit der Vorstellung ab, welche Geräusche mein Gegenüber wohl beim Orgasmus macht. Ob er der Schreier, der Quengler oder der Ja-Sager ist. Es ist nicht einfach, mit so einer blühenden Fantasie gesegnet zu sein.

Es gibt aber Ausnahmen. Begegnungen mit Menschen, vorwiegend Männern, wo mein Hirn völlig leer ist. Keine Kamasutra-Stellungen, keine Brunftschreie, keine steifen Glieder. Da schau ich meinem Gegenüber in die Augen und lande direkt im Herz. Da ist alles so glasklar, dass ich bis zum Knochenmark schauen kann. Da gibt es keinen Körper mehr, sondern nur noch eine Seele.

EMPFEHLUNG

Da verliere ich mich im Dickicht der Augenbrauen, zähle jeden einzelnen Wimpernschlag, möchte schmecken, nur riechen, am Körper, vom Hals bis zur Fußsohle, und fahre hundertmal die Kontur der Lippe mit meinen Augen nach. Dann wird mein Puls ganz schnell und meine Hände feucht, meine Stimme vibriert und ich höre einfach nur zu, sauge jedes einzelne Wort auf, das mein Gegenüber sagt und spinne ein Liebesnetz daraus.

Ja, dann bin ich verliebt. Dann habe ich keine Vorstellungen, dann möchte ich erleben, frei von Erwartungen. Und das ist auch gut so. Das ist der natürliche Schutzmechanismus. Denn stellt euch vor, ihr findet jemanden richtig, richtig gut, spielt schon den ganzen Akt der Liebe im Kopf durch, wie perfekt eure Körper zusammen passen, wie jeder Handgriff und jeder Kuss sitzt und dann kommt alles anders.

Ganz anders und ganz schrecklich. Da passt und sitzt erst einmal gar nichts. Je höher die Erwartungen, desto größer der Druck und umso tiefer auch die Enttäuschung, wenn es nicht so ist, wie man es sich vorgestellt hat. Deswegen denke ich, unser Kopf schaltet bei Menschen, die wir wirklich mögen, alle Sexfantasien ab, um uns vor all zu großen Erschütterungen in Folge von zu großen Erwartungen zu schützen und uns die reine Seele einer Jungfrau zu geben. Denn lieber keine Vorstellung haben, dafür die Hoffnung, die wie wir ja schon wissen, als letztes stirbt.

EMPFEHLUNG

Falls ihr mich also einmal kennen lernen solltet, in nächster Zeit, macht euch keine Gedanken über euer Aussehen oder Verhalten. Ich höre euch sowieso nur halb zu und in meinem Kopf läuft ein ganz anderer Film ab. Ein Porno, mit euch in der Hauptrolle.

Die Illustration stammt von Cerry, Icons8 und Smashicons
Der Text erschien in der Kategorie Sex mit den Themen Arbeit, Beziehungen, Chefs, Fantasien, Fetische, Geld, Kamasutra, Karriere, Mädchen, Männer, One-Night-Stands, Penisse und Schwänze
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