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Küssen, Saugen, Nuckeln: Eine Ode an den Mund

Der Begriff "Oral" ist ein wunderbares Wort, welches im alltäglichen Leben leider selten Verwendung findet. Dabei klingt es so harmonisch: Oralchirurgie, Oral B, Oralverkehr… Und da hört’s auch schon auf. Aber woran liegt das? Denn dieses kleine Wort umschreibt doch kurzerhand den Grundinstinkt des Menschen.
Küssen, Saugen, Nuckeln: Eine Ode an den Mund
Küssen, Saugen, Nuckeln: Eine Ode an den Mund

Küssen, Saugen, Nuckeln

Eine Ode an
den Mund

Katrin Olszewski
Katrin Olszewski

Der Begriff "Oral" ist ein wunderbares Wort, welches im alltäglichen Leben leider selten Verwendung findet. Dabei klingt es so harmonisch: Oralchirurgie, Oral B, Oralverkehr… Und da hört’s auch schon auf. Aber woran liegt das? Denn dieses kleine Wort umschreibt doch kurzerhand den Grundinstinkt des Menschen.

Die Triebtheorie von Sigmund Freud besagt: Wir werden von angeborenen Trieben gesteuert, bei denen es darum geht seinen Grundbedürfnissen zu folgen. Stimmt. Sigmund Freud entdeckte bei Säuglingen das Lustprinzip, das im Jugendalter in sexuelle Stimulationen umgewandelt wird.

Der Lustgewinn entsteht logischerweise durch Körperkontakt. Haut an Haut, sich an Gegenständen reiben, Saugen, Nuckeln. Und etliche andere Späße. Da fragt man sich doch, ob man als Kind eigentlich auch schon eine Erregung hatte, wenn einem die Mutti den Lutscher in den Mund geschoben hat.

Oder hat das alles mit der Persönlichkeit des Menschen zu tun? Ich empfinde es beispielsweise als ekelhaft in der Bahn zu sitzen und an einer Banane zu kauen, wenn mich ein alter Mann dabei beobachtet. Aber ich mag auch keine Bananen. Und alte Männer erst recht nicht.

Doch nehmen wir die Zigarette. Schaue ich mir Fotos mit rauchenden Menschen an, finde ich es sinnlich und ästhetisch, wie sich der Mund formt und der Qualm emporsteigt. Überlegen wir nur, wie es in den 50er-Jahren gewesen sein muss, als jeder Zweite im Film qualmte.

Das Kino war scheinbar ein einziger Orgasmus. In der Fiktion ist das gut vorstellbar, in der Wirklichkeit mag es schon wieder ganz anders aussehen. Wenn du deinem nichtrauchenden Gegenüber immer schön in die Fresse pustest, kriegst du höchstens eine rein.

Aber Raucher hin oder her. Fest steht, alles, was mit Mündern zu tun hat, ist eigentlich immer gut. Da wird mir keiner widersprechen. Sei es Mann oder Frau. Schließlich essen, reden, rauchen, trinken und lutschen wir mit ihnen. Münder sind nun mal ein fucking Event.

Der Text wurde von Katrin Olszewski geschrieben. Die Fotografie stammt von Ian Dooley. Der Artikel erschien in der Kategorie Sex mit den Themen Bananen, Bedürfnisse, Blowjobs, Fantasien, Frauen, Jungs, Kinder, Körperkontakt, Küssen, Lippen, Lust, Lustprinzip, Lutscher, Mädchen, Männer, Münder, Oral, Oral B, Oralverkehr, Orgasmen, Penisse, Säuglinge, Schwänze, Sigmund Freud, Spaß, Triebe und Zigaretten. Wenn er euch gefällt, könnt ihr ihn auf Facebook, Twitter, WhatsApp, Pinterest und Tumblr oder per Email teilen. Ihr habt etwas zu sagen? Schickt uns einen Leserbrief!
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