Geld gegen Freiheit - Mein Leben als Sexsklavin

So gerne ich Männer dominiere, so gerne lasse ich mich auch von ihnen dominieren. Ich liebe das Gefühl von absoluter Macht genauso, wie sie komplett an eine andere Person abzugeben.…
Geld gegen Freiheit - Mein Leben als Sexsklavin

Geld gegen Freiheit

So gerne ich Männer dominiere, so gerne lasse ich mich auch von ihnen dominieren. Ich liebe das Gefühl von absoluter Macht genauso, wie sie komplett an eine andere Person abzugeben. Deshalb stimmte ich zu, für ein halbes Jahr als jemandes Sexsklavin zu dienen und all seinen Befehlen so gehorchen. Und es war kein Stück wie in 50 Shades of Grey.

Felix und ich lernten uns im Internet kennen. Es ging sofort ums Thema Sex und er kam ohne Umschweife zur Sache: Er war auf der Suche nach einer Sexsklavin, die er nach seinem Belieben erziehen konnte. Ich war interessiert, aber vorsichtig. Zwar hatte ich mich bereits häufiger beim Sex dominieren lassen, doch nie über einen längeren Zeitraum und auch nie im Alltag.

Das war allerdings genau das, was Felix von mir wollte. Also dass ich ihm nicht nur im Bett, sondern auch im „normalen Leben“ hörig war. Die Vorstellung machte mich schon an, aber ich wollte Felix auf alle Fälle kennenlernen, bevor ich so einer Beziehung zustimmte.

Wir trafen uns an einem öffentlichen Ort, wie es einem in solchen Fällen immer geraten wird, und zwar in meiner Lieblingsbar, wo alle Bartender mich mit Namen kennen und im Fall der Fälle eingreifen können. Meine Bedenken, Felix könne ein übergriffiger Typ sein, der gerne wehrlose Mädchen in dunklen Gassen vergewaltigt, erwiesen sich jedoch als völlig aus der Luft gegriffen.

Er war ein sehr höflicher und zuvorkommender Mann, der sehr darauf bedacht war, meine Grenzen zu wahren, gutaussehend und sympathisch. Einen Vorgeschmack auf das, was er wollte, bekam ich noch in der gleichen Nacht, auf der Toilette in der Bar, wo wir uns getroffen hatten. Er nahm mich von hinten, während er meinen Körper gegen die Wand presste und behielt im Anschluss mein Höschen als Andenken an mich, sodass ich gezwungen war, meinen Heimweg ohne Unterhose anzutreten. Es war wahnsinnig erregend.

Eine Woche später unterschrieb ich einen Sklavenvertrag, der mich für sechs Monate zu seinem Eigentum machte. Er durfte von nun an mit mir tun und lassen, was er wollte, im Bett, wie auch im Alltag. Wer hier jetzt wieder an 50 Shades of Grey denkt, den muss ich leider wieder enttäuschen.

Felix war kein Millionär, der mich mit dem Helikopter durch die ganze Stadt fliegen ließ, nur damit er mich vögeln konnte. Er war vor allen Dingen aber auch kein Vergewaltiger, der seinen Willen über meinen stellte und mich erpresste, wenn ihm nach etwas Anderem war als mir. Im Gegensatz zu Miss Anastasia Steel habe ich mich vollkommen freiwillig in diese Abhängigkeit begeben.

Und obwohl mir klar war, was mich erwartet, da ich in diesem Kontext weder jungfräulich noch blutige Anfängerin war, nahm Felix sich immer genug Zeit, um auf mich und meine Grenzen einzugehen und mit mir zu reden, wenn ich wegen etwas Bedenken hatte. Er war ein wirklich guter Dom. Im Gegensatz zu Christian Grey, dem man in meinen Augen alle Fesseln und Seile und Peitschen und sonstigen Gerätschaften wegnehmen sollte, weil er ein respektloses Arschloch ist, das eine der wichtigsten Regeln des BDSM, nämlich die des Konsens, also des Einverständnisses, missachtet.

In dem halben Jahr, das ich Felix diente, sorgte er sehr gut für mich. Er erzog mich auf eine bessere Art, als es Menschen jemals gekonnt hätten. Er lehrte mich eine gewisse Form von Respekt, nicht nur ihm, sondern auch anderen Menschen gegenüber. Es war klar, dass ich im Alltag jetzt nicht nur noch mich vertreten würde, sondern auch ihn.

Ich war sein Eigentum. Und sein Eigentum behandelt man pfleglich, sorgt aber auch dafür, dass es in der Weise funktioniert, wie es funktionieren soll. Es ging dabei also um wesentlich mehr, als nur um Sex. Was ihn erregte waren nicht bloße Schläge oder dass er mich ficken konnte, wann immer es ihm beliebte, sondern dass er die komplette Macht über mich hatte, in allem, was ich tat.

Auf seltsame Art und Weise gefiel mir das. Vielleicht, weil ich vor ihm immer das Krawallmädchen war, das sich nichts verbieten ließ, und es auch heute noch bin. Oder zumindest wieder bin, seit ich von Felix getrennt bin. Alles in allem war es eine aufregende Erfahrung, an der ich gewachsen und durch die ich neue Seiten an mir kennengelernt habe.

Natürlich spielte auch der Sex eine riesengroße Rolle. Ich musste zur Verfügung stehen, wann immer er es wollte. Und es machte mich an, so willenlos zu sein. Auch wenn ich an einem Tag mal keine Lust hatte zu vögeln, spätestens, wenn das Telefon klingelte und Felix am anderen Ende der Leitung war, triefte mein Höschen vor lauter Geilheit und Sehnsucht nach einem Fick mit ihm.

Ich durfte ohne seine Erlaubnis auch nicht masturbieren. Jeder meiner Orgasmen gehörte ihm. Und Gott, waren die gut! Wenn Felix mich fickte, dann nicht nur zu seinem Vergnügen, sondern auch zu meinem. Ihm war wichtig, dass ich an der Sache genauso viel Freude hatte wie er.

Wenn ich mich in seinen Augen unartig verhalten hatte, bestrafte er mich mit Schlägen, aber er ließ nie eine Gelegenheit aus, mich zu befriedigen und mich zum Kommen zu bringen, selbst wenn er längst schon fertig war. Dass ich mich dafür nicht mehr selbst anfassen durfte und auch meine sexuellen Kontakte zu anderen Menschen einstellen musste, war im Vergleich, was ich zu dem bekam, eine Sache, die ich gerne in Kauf nahm.

Unser Verhältnis lösten wir nach dem vertraglich festgelegten halben Jahr auf. Ganz langsam und behutsam, denn aus einer solchen, bewusst herbeigeführten, Abhängigkeit wieder herauszukommen, kann sehr schwer sein. Das weiß jeder, der schon mal verlassen wurde. Auch wenn es in den meisten Fällen nur die Macht der Gewohnheit ist, die so schmerzt.

Felix und ich nahmen uns genug Zeit, uns nach den sechs Monaten, die wir in einem eindeutig festgelegten Machtverhältnis standen, endlich auf einer gleichberechtigten Ebene kennenzulernen und die Abhängigkeiten, die wir voneinander hatten, auf diese Art zu lösen. Und es war gut so.

Warum wir den Vertrag nicht verlängert haben, obwohl alles so gut war? Nun, ein halbes Jahr ist eine lange Zeit. Und auch wenn sie super schön war und ich sie nicht missen will: Mir war doch auch nach etwas Neuem. Ich hatte mich bei Felix nie nach mehr Freiheit gesehnt, aber ich brauche sie. Das ist mir nach der Beziehung zu ihm besonders klargeworden.

Ich werde immer das Mädchen bleiben, das unbelehrbar ist und das sich im Alltag von nichts und niemandem was sagen lässt. Vor allen Dingen nicht von Männern. Sexsklavin sein und alle Freiheiten abzugeben ist super. Aber für mich eben auch nur dann, wenn ich die Möglichkeit habe, sie irgendwann zurück zu erlangen. Felix hat mir beides ermöglicht. Und aus unserem Verhältnis ist mittlerweile eine gute Freundschaft geworden, die absolut gleichberechtigt ist.

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Fotografie von Dainis Graveris
Der Text erschien in der Kategorie Sex mit den Themen Beziehungen, Frauen, Jungs, Macht, Mädchen und Männer
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