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Das Popkultur Magazin

Selbstbefriedigung: Wann hast du zum ersten Mal masturbiert?

Es ist manchmal richtig traurig, einsam zu sein und niemanden zu haben, mit dem man es sich im Bett gemütlich machen kann, um sich gegenseitig die Genitalien zu reiben, während nebenher eine mittelmäßige Netflix-Serie läuft und die vorhin bestellte Pizza kalt wird. Zum Glück kann man aber auch allei...
Selbstbefriedigung: Wann hast du zum ersten Mal masturbiert?

Selbstbefriedigung

Wann hast du zum ersten
Mal masturbiert?

Nadine Kroll

Es ist manchmal richtig traurig, einsam zu sein und niemanden zu haben, mit dem man es sich im Bett gemütlich machen kann, um sich gegenseitig die Genitalien zu reiben, während nebenher eine mittelmäßige Netflix-Serie läuft und die vorhin bestellte Pizza kalt wird. Zum Glück kann man aber auch allein genügend Spaß haben – und anschließend sogar noch die Pizza verputzen.

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Wir werden ja ständig von den Medien darüber aufgeklärt, dass auch Frauen inzwischen das Masturbieren für sich entdeckt haben, und wer weiß, vielleicht erfindet ja bald jemand ein vibrierendes Gerät, mit dem sich Klitoris und G-Punkt stimulieren lassen, damit wird uns vor lauter Selbstbefriedigung nicht versehentlich eine Sehnenscheidenentzündung zuziehen.

Aber genug schlechte Witze für heute. Wir haben unsere Leser gefragt, wann sie das erste Mal masturbiert haben. Fünf von ihnen haben interessante Antworten gegeben. Vielleicht könnt ihr euch davon ja etwas abgucken, bis ihr jemanden gefunden habt, der eure Genitalien für euch streichelt und danach mit euch die übrig gebliebene Pizza isst.

Jana

Jana, 20, lesbisch

Mit 16. Meine damalige Freundin hat mir gezeigt, wie es geht. Sie hat meine Hand genommen und sie über meine Schamlippen und den Kitzler wandern lassen. Ich weiß nicht, ob man das jetzt wirklich als Selbstbefriedigung bezeichnen kann, aber erst danach hab ich angefangen, es mir regelmäßig selbst zu machen.rüste

Mark

Mark, 26, hetero

Ich war noch sehr jung, vielleicht so sieben oder acht Jahre alt. Mein Vater hatte mich in die Badewanne gesteckt, und da hab ich angefangen, an meinem Schwanz herumzuspielen unter Wasser. Ich glaube, das war alles von Schaum verdeckt, jedenfalls hat mein Vater das nicht mitgekriegt, und ich wusste auch nicht, dass ich da gerade etwas „Verbotenes“ tue.

Irgendwann hat er mich dann rausgeholt und abgetrocknet und weil ich noch immer nackt war, hab ich mit einer Hand meine Vorhaut vor und zurück geschoben. Das hat mein Dad dann natürlich mitbekommen und mich gefragt, was ich da mache. Ich hab ihm gesagt, dass sich das gut anfühlt und da ist er ganz rot angelaufen und auch richtig sauer geworden.

Ich musste wegen diesem Vorfall sogar zwei Wochen lang meinen Gameboy abgeben. Als kleines Kind raffst du ja auch nicht, dass das irgendwie verwerflich ist, sich so am Pimmel rumzuspielen, aber naja. Mit 13 oder 14 hab ich dann wieder angefangen, mich auf die Art zu befriedigen, aber ich hab immer drauf geachtet, dass bloß keiner zuhause ist.

Zeynep

Zeynep, 21, bisexuell

Ich komme aus einer sehr großen Familie und hab mir mit meiner älteren Schwester lange ein Zimmer teilen müssen. Sie ist vier Jahre älter als ich, und einmal hab beim Spielen ihren Vibrator gefunden. Okay, ich hab unter ihrem Bett geschnüffelt, was sie da versteckt hält, aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich nicht damit gerechnet hatte, Sexspielzeug in dem Schuhkarton den sie da stehen hatte zu finden, sondern eher Liebesbriefe von irgendwelchen Verehrern oder irgendwelche Poster von Zac Efron, die ihr einfach zu peinlich zum Aufhängen waren.

Jedenfalls stieß ich dabei auf einen Vibrator, so einen ganz Kitschigen in rosa, aber jetzt auch nichts Besonderes, also kein Markenvibrator, sondern was eher Billiges. Ich wusste natürlich, was das war, und auch wenn ich’s damals schon relativ eklig fand, mir etwas einzuführen, das meine große Schwester schon in sich hatte, war die Neugier am Ende stärker als mein Ekel.

Also hab ich ihn mir reingeschoben. Aber nur für drei oder vier Minuten, weil ich dann Angst bekam, meine Schwester könne ins Zimmer kommen und mich mit ihrem Vibrator in der Mumu erwischen. Ich hab ihn dann schnell an meinem Bettlaken abgewischt und zurück in den Schuhkarton gestopft. Sie weiß bis heute nichts davon, ist aber auch besser so.

Elvira

Elvira, 23, asexuell

Die meisten Leute denken, dass ich überhaupt nicht masturbiere, dadurch, dass ich ja asexuell bin. Das stimmt aber nicht. Ab und zu überkommt es mich doch, und dann mache ich es mir auch selbst. Allerdings hab ich glaube ich viel später mit Selbstbefriedigung angefangen als andere. Ich war schon 17, als ich zum ersten Mal Hand an mir anlegte und es war auch nicht sonderlich aufregend. Ich hab eben meinen Kitzler gerubbelt und versucht, mich mit der anderen Hand zu fingern, aber das ging nur so semi-gut.

Das war, nachdem ich mit meinen Freundinnen das erste Mal ganz offen über Selbstbefriedigung geredet habe und die mir eben erzählt hatten, wie sie es sich machen und wie sich das davon unterscheidet, wenn ihre Partner oder Partnerinnen das machen. Ich hatte damals auch noch keinen Sex gehabt, irgendwie war schon klar, dass mich das nicht so interessiert, obwohl ich damals noch nicht wusste, dass es sowas wie Asexualtität überhaupt gibt.

Jedenfalls hab ich dann einfach das gemacht, was die mir so erzählt haben beziehungsweise was ich halt aus der Bravo so wusste, und ich weiß auch, dass ich davon feucht geworden bin, aber so richtig gekickt hat es mich eben nicht. Meine Freundinnen haben mir dann zum 18. Geburtstag einen Vibrator geschenkt, das machen glaube ich ganz viele so, und das fand ich auf jeden Fall besser.

Inzwischen hab ich raus, wie ich mich gut selbst befriedigen kann, und ich mach es auch ganz gerne, aber ich muss eben auch echt Lust drauf haben. So aus Langeweile zu masturbieren oder so, wie andere manchmal erzählen, das gibt es bei mir nicht. Da guck ich ganz ehrlich lieber zum zwanzigsten Mal den gleichen Film auf Netflix.

Ole

Ole, 19, schwul

Mein erstes Mal war recht klassisch, glaube ich. In meiner Klasse wurden heimlich Schmuddelheftchen rumgereicht, und man hat die dann halt mit nach Hause genommen um sie anzusehen, weil die einem in der Schule sofort weggenommen wurden, wenn man damit erwischt wurde. Da war ich glaube ich so 13. Es waren auf alle Fälle Zeitungen mit lauter nackten Frauen drin, richtig explizit, mit gespreizten Beinen, man konnte wirklich alles sehen.

Abends hab ich dann versucht zu wichsen, also Schwanz anfassen, hoch und runter reiben, halt was die anderen Jungs, die das schon ausprobiert hatten zu diesen Heften, so erzählt haben, wie sie das so machen. Ich wusste ja auch schon so vom Fummeln beim Duschen, dass sich das irgendwie gut anfühlt, nur so richtig klappen wollte das mit der Wichserei dann nicht zu diesen Bildchen. Hat dann noch drei Jahre gedauert, bis ich gemerkt hab, dass ich einfach nicht auf Frauen steh‘, weil ich bei der Selbstbefriedigung später immer an Gerard Butler denken musste.

Die Fotografie stammt von CBS
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