Ein Tag in Tokio - Die schönste Stadt der Welt

Geblendet von den kunterbunten Lichtern und Lost in Translation wie einst Scarlett Johansson und Bill Murray, wird ein Besuch in Tokio eure Erwartungen zweifelsfrei übertreffen. Denn hinter jeder Ecke lauert…
Ein Tag in Tokio - Die schönste Stadt der Welt

Ein Tag in Tokio

Geblendet von den kunterbunten Lichtern und Lost in Translation wie einst Scarlett Johansson und Bill Murray, wird ein Besuch in Tokio eure Erwartungen zweifelsfrei übertreffen. Denn hinter jeder Ecke lauert ein neues Wunder, eine neue Überraschung, ein neues Abenteuer. Die Stadt ist ein riesiges, intensives, sich ständig weiter ausbreitendes und auch atmendes Tentakelmonster aus Kunst, Kultur und Menschen, eine bizarre Kombination aus Tradition und extremer Modernität an einem Ort, der rund um die Uhr von Leben wimmelt.

Tokio ist so groß, dass es schwer zu verstehen ist, vor allem als Besucher, und doch ist das U-Bahn-System seltsam logisch. Wenn ihr euch erst einmal damit vertraut gemacht habt, wird es zu eurem unterirdischen Eingangstor zur Erkundung der lauten und manchmal sogar ruhigen Metropole. Macht euch bereit für leckeres Essen, Shopping in allen Facetten, aufregendes Theater, feuchtfröhliches Nachtleben, majestätische Sehenswürdigkeiten, und überall Geräusche und Lichter, wie ihr sie noch nie zuvor gesehen habt. Kommt mit einer vollen Brieftasche und einem voll aufgeladenen Akku und macht euch bereit, die schönste Stadt der Welt zu erkunden.

Das Essen in Japan ist ein so wichtiger Teil der Kultur und so gut, dass man das Land buchstäblich nur zum Essen besuchen könnte. Der beste Ort, um ein schmackhaftes japanisches Essen zu bekommen, ist ein Izakaya. Das entspricht einer japanischen Kneipe, in der man von Sashimi über Tempura bis hin zu unglaublichem japanischen Kartoffelsalat alles bekommen kann. Jeder hat sein Lieblingsrestaurant, und meines ist das Touhachi in Nakameguro, das eine Station von Shibuya aus zu finden ist.

Für Fischliebhaber gibt es auf dem Markt in Toyosu die berühmten Thunfischauktionen, die für die Öffentlichkeit, meist Touristen, um 5 Uhr morgens geöffnet sind. Wenn ihr keine Lust darauf habt, euch mit anderen Touristen durch die Hallen zu quetschen, dann geht lieber gegen 17 Uhr zu den Märkten am Bahnhof Okachimachi, wo die Einheimischen um die besten Preise feilschen, da die Fischverkäufer Restbestände verkaufen. In der Nähe gibt es Izakaya-Lokale der alten Schule, wo ihr, wenn die Fischer einen guten Tag hatten, vom Kugelfisch bis zum ethisch verwerflichen Wal alles bestellen können.

Wenn ihr euch von all dem etwas überwältigt fühlt, dann besucht das touristenfreundliche Gonpachi in Nishiazabu, wo Quentin Tarantino bereits Szenen von „Kill Bill“ gedreht hat. Das Essen dort ist ziemlich gut und bietet euch eine illustre Einführung in die japanische Küche. Andere touristenfreundliche traditionelle Restaurants sind das Ohashi und das Daibutsu Kororo in Shibuya, während Neats in Yutenji mit köstlichen Bioleckereien lockt.

Die Japaner sind nicht gerade dafür bekannt, dass sie ihren Alkohol, den sie gerne literweise in sich hinein kippen, gut vertragen, aber das hindert sie sicher nicht daran, einen schönen Abend zu verbringen. Taucht kopfüber in den Kulturschock im Golden-Gai-Viertel von Shinjuku ein, das durch sechs klaustrophobische Gassen miteinander verbunden ist und wo über 150 winzige Bars aufeinander und umeinander gestapelt sind. Eine bekanntere, aber immer noch sehr gemütliche Bar findet ihr im Kinfolk in Nakameguro, in dem sich jeden Abend eine illustre Mischung aus Japanern und Gaijins bei ihren köstlichen, aber sehr starken Cocktails trifft.

Später am Abend ist eine Karaoke-Session ein wesentlicher Teil des Tokio-Erlebnisses, denn in vielen Bars in Shibuya gibt es von Mitternacht bis 5 Uhr morgens Nomihodai-Deals, also all you can drink, um die Stimmbänder aufzuwärmen. Wenn ihr euch beim Singen lieber nicht zum Idioten machen und stattdessen lieber in die Clubszene Tokios eintauchen möchtet, versucht es mit dem Dommune. Dieser winzige Club mit Platz für nur 50 Menschen überträgt seine Partys live ins Internet, damit auch daheim gebliebene Tokioter mitfeiern können. Internationale DJs wie Fourtet und Jamie XX haben kürzlich so vor über 10.000 Menschen gespielt.

Man kann nicht nicht einkaufen gehen, während man in Tokio ist. Selbst wenn ihr knapp bei Kasse seid, solltet ihr euch umsehen und gleichzeitig im Konsumwahn verlieren. Die Japaner lieben es, einzukaufen, und jede Art und Weise von Mode wird angeboten: High-End-Boutiquen in Ginza, japanische Modehäuser in Aoyama und Daikanyama sowie Mode, Schreibwaren und Spielzeug im Überfluss in Shinjuku und Shibuya.

Die Inbegriff der japanischen Modeerfahrung findet ihr aber in Harajuku, der Heimat aller neuen Modetrends in Asien. Besucht es am besten an einem Sonntag und gesellt euch zu Tausenden von Kids, die in verschiedenen, kunterbunten Aufmachungen die Straßen bevölkern. Probiert es im Laforet für den Streetstyle, Big Love für Schallplatten und Kiddy Land für alles, was mit Hello Kitty & Co. zu tun hat. Besucht auch das Pass the Baton im Untergeschoss des Omotesando-Hills-Gebäudes, denn dort gibt es einzigartige Second-Hand-Klamotten, die ihr euch wirklich nicht entgehen lassen solltet.

Irgendwann solltet ihr euch auch eurer nerdigen Seite zuwenden, dem, was die Einheimischen Otaku nennen, Kinder und erwachsene Männer, die von Videospielen, Spielzeug und Comics besessen sind. Ihr Mekka liegt in Akihabara, auch Electric Town genannt, der Heimat des achtstöckigen Techno-Drome-Mandarake-Komplexes und der berühmt berüchtigten Maid-Cafés. Eine weniger touristische, aber ebenso merkwürdige Szene findet sich ein paar Haltestellen weiter am Nakano Broadway, der Heimat von echten Geek-Freaks, Spielzeugsammlern und Fanatikern.

Ihr habt euch nun also vollgefuttert, getrunken und seid in einem Club tanzen gegangen, aber nun braucht ihr eine Bleibe für die Nacht, und, keine Sorge, wie immer gibt es in Tokio eine Fülle von Möglichkeiten. Für ein normales Hotel mit großartiger Lage ist das Shibuya XL preisgünstig, während das Claska Hotel in Meguro mit einer Galerie in der Lobby eine trendigere Option ist. Kapselhotels sind eine beliebte, erschwingliche Option für Tokio-Besucher, in denen jeder Gast in einer kleinen Schlafkabine von etwa einem Meter Breite übernachtet.

Das Central Inn Gotanda ist supergünstig und erlaubt Männern und Frauen in den gemischten Schlafsälen zu übernachten. In einem Manga-Café zu schlafen ist noch billiger, wenn man den letzten Zug verpasst hat und sich kein Taxi nach Hause leisten kann, da es in Tokio keine Nachtbusse gibt und die U-Bahn um 12.30 Uhr schließt. Dort könnt ihr euch mit Getränken eindecken, euch Manga ausleihen und bis 5 Uhr morgens auf den ersten Zug warten. Und auch Love Hotels, in denen man stundenweise für ein Zimmer bezahlt, sind eine interessante Erfahrung. Nicht ganz so billig, aber oft wahnsinnig kreativ dekoriert, sucht ihr euch einfach ein Zimmer am Automateneingang aus und schleicht euch für ein kurzes Nickerchen hinein.

Wenn ihr in Japan seid, solltet ihr euch auch einige Tempel und Schreine ansehen, aber nicht mehr als drei, denn wenn ihr keine Experte seid, werdet ihr sowieso nicht wirklich in der Lage sein, den Unterschied zu erkennen. Wenn ihr es nicht bis nach Kyoto, der alten Hauptstadt Japans, schafft, solltet ihr euch zumindest den Meiji Jingu in Harajuku ansehen. Er ist ab 6 Uhr morgens geöffnet, und, wenn ihr so früh aufstehen könnt, ist es das wirklich wert, denn mit weniger Leuten dort ist es ein perfekter Ort, um sein inneres Zen zu finden.

In Tokio gibt es allerlei hohe Gebäude, die mal modern, mal eher traditionell gehalten sind und von denen man oft einen freien Blick auf die Skyline bis zur Spitze des Tokyo Metropolitan Government Building in Shinjuku hat. Alternativ könnt ihr für 2300 Yen das Sky Deck auf dem Dach des Hotels Roppongi Hills besuchen, um einen romantischen Blick auf die nächtliche Stadt zu genießen. Im Ticket inbegriffen ist der Eintritt in das Mori Art Museum im 53. Stock, in dem immer abwechselnd Ausstellungen zeitgenössischer Kunst von hoher Qualität gezeigt werden. Und natürlich zählen auch der Tokyo Tower sowie der Tokyo Skytree zu tollen Orten, an denen ihr einen wunderschönen Ausblick über die Metropole haben könnt.

Für die ganz Gescheiten bietet sich das einzige Parasitenmuseum der Welt in Meguro an, das kostenlos ist, ebenso wie das Ikebukuro-Erdbebenmuseum, wo ihr eine kostenlose 7-Punkte-Erschütterung erleben könnt. Und schließlich könnt ihr euch für den Preis einer Tasse Kaffee mit ein paar coolen Katzen in einem der zahlreichen Cat Cafés abhängen. In Tokio ist schließlich wirklich für jeden etwas dabei.

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Fotografie von Marlen Stahlhuth
Der Text erschien in der Kategorie Reisen mit den Themen Akihabara, Asien, Harajuku, Japan, Shibuya, Shimokitazawa, Shinjuku, Sushi und Tokio
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