Ein Tag in Los Angeles - Liebesgrüße aus Malibu

Los Angeles, das Pflaster der Schönen und Reichen. Am Arsch. L.A. ist schmutzig, völlig verdrogt und bietet neben Asphalt- und Betonmeilen wenig wirklich Schönes oder gar Grünes. Völlig verloren, maßlos…
Ein Tag in Los Angeles - Liebesgrüße aus Malibu

Ein Tag in Los Angeles

Liebesgrüße
aus Malibu

Los Angeles, das Pflaster der Schönen und Reichen. Am Arsch. L.A. ist schmutzig, völlig verdrogt und bietet neben Asphalt- und Betonmeilen wenig wirklich Schönes oder gar Grünes. Völlig verloren, maßlos enttäuscht und ein wenig verkatert irrten wir durch die weiten Straßen der amerikanischen Metropole und konnten überhaupt nicht glauben, dass sich hier die Upperclass so gerne herum treibt.

Wir wollten uns nicht zufrieden geben mit dem, was man sonst so über die Glitzerstadt der Amis hört, und auf den ersten Blick so schnell dahin gerotzt geboten bekommt. Und so durchkämmten wir alle Viertel akribisch und systematisch und nervten wirklich jeden Kontakt unseres iPhones, dem wir nur anstatzweise zutrauen würden, schon einmal an der Westküste Amerikas gewesen zu sein.

Und tadaa, schon hatten wir einiges Gelächter, ein paar tolle Anhaltspunkte und viele wertvolle Hinweise im Gepäck. An dieser Stelle mein wertvollster Tipp von allen wertvollen Tipps überhaupt: Fahrt niemals unvorbereitet in eine Metropole! Wirklich! Aber keine Sorge, es ist dann doch alles gut gegangen und ich habe mich am Ende selten so sehr in eine Stadt verliebt wie in die Stadt der Engel.

Als Allererstes empfehle ich euch alle Freunde und Freundesfreunde nach einer privaten Unterkunft in L.A. abzuklappern. Denn erstens sind auch Hostels hier nicht gerade günstig und zweitens nehmt ihr eine Stadt immer viel besser mit, wenn man bei Locals wohnt und mit ihnen abhängt. Sie wissen meist, wo die Spots to be sind. Falls euer Netzwerk nicht so verbreitet ist oder eure Freunde einfach scheiße sind, probiert Airbnb.

Dort bezahlt ihr für ein Zimmer, eine ganze Wohnung oder sogar ein eigenes Haus vielleicht etwas mehr, dafür aber sind die Unterkünfte zentral, sauber und stylish eingerichtet. Für die Ärmsten unter euch hier ein paar erschwingliche und gut gelegene Hostels: Das Venice Beach Hostel. Direkt daneben findet ihr die schönste Dachterasse der Welt: Das High des Erwin Hotels. Etwas teurer, nur Wichtigtuer, aber die Sicht ist einmalig.

Das Orange Drive Hostel wiederum liegt direkt auf dem Hollywood Boulevard. Es ist echt gut, coole Leute aus so ziemlich jeder Nation steigen hier regelmäßig ab, der einzige Minuspunkt ist aber: Hollywood ist leider voller Blender. Das solltet ihr wissen. Die schönste Ecke L.A.s ist definitiv Venice Beach in Santa Monica. Hier könnt ihr in jedem Fall gut gelegen und einigermaßen günstig absteigen.

Das Tolle an der Stadt: Nirgends könnt ihr so gesund und abwechslungsreich essen wie in Los Angeles. Vegetarisch, Vegan, Reismilch-Kaffee, Salate, Bio-Joghurt, Dinkelbrötchen, Couscous-Gerichte. Und vieles mehr. Einigen kommt jetzt vielleicht die Kotze hoch, aber das geht mir doch vorbei, ich steh’ auf nachhaltiges Essen! Daher ist L.A. ein wahres Schlemmer-Paradies für mich.

Jetzt nicht gleich eine Magenkolik bekommen – auch für leckere Falafel, Burger, Burritos und Pizzen ist gesorgt. Und das alles in traumhafter Kulisse. Direkt am Meer, am Boulevard, so dass man reichlich Menschenkino hat oder auf schicken Rooftop-Terrassen, Champagner saufende Mädchen inklusive. Hier sitzt ihr wegen des meist milden Klimas immer draußen. Aber Vorsicht vor den Möwen, die sind typisch Ami auf Angriff gepolt!

Hier meine absoluten Lieblings-Food-Spots: Pink’s Hot Dogs, Neptunes Net – und auf jeden Fall immer die Farmers Markets besuchen! Mao’s Kitchen auf der Pacific Avenue, frühstücken im Abbot’s Pizza in Venice und falls ihr kochen möchtet, besucht in jedem Fall den Wholefoods Market am Lincoln Boulevard. Ein Paradies in der von der Lebensmittelindustrie sonst so gefickten Welt!

Nach so einer ungehemmten Schlemmerei muss natürlich auch ordentlich getrunken werden! Und die Kalorien verschwinden auch nicht von selbst, also heißt es: Tanzen! Der Abbot Kinney Boulevard bietet zahlreiche Bars zur Einstimmung. Ich empfehle den Dark Room. Weiter geht’s – wie soll es anders sein – nach Venice in die 31Ten Lounge. Falls ihr bereits genug von Venice ab, dann fahrt nach Beverly Hills in das Bootsy Bellows.

Den Rest gebt ihr euch am besten im beliebten Greystone Manor am La Cienega Boulevard, wo regelmäßig jede Menge national und auch international bekannte DJs auflegen. Falls ihr dann noch könnt und noch nicht umgefallen seid, dann zieht euch den Sonnenaufgang in der Rooftop Bar vom Standard Hotel in Downtown rein. Dort gibt es sogar einen Pool und die dazugehörige Bar hat 24/7 geöffnet.

Tatsächlich hat man mir das Geld in Los Angeles nur so aus der Tasche gezogen. Und das bekommt man fast gar nicht mit. Dafür habe ich heute bei der Hälfte meiner aktuellen Garderobe einen wehmütigen und zugleich liebeserfüllten Flashback an den Tag, den Laden und meine Kreditkartenabrechnung. Thrift-Shop heißt das magische Wort, das nicht zuletzt durch Macklemore geprägt wurde.

So bezeichnen die Amis ihre Vintage-Shops, die wie Krokusse im Frühling in den Großstädten aus dem Boden schießen. Für jedes Budget sind welche vorhanden: das Feinrip-Shirt für zwei Dollar im Animal House in Venice oder der Second-Hand-Kenzo-Pulli für 95 Dollar im Lemon Frog Shop. Zusammen mit einschlägigen Streetwear-Brands ist ein perfekter Shopping-Mix gegeben.

The Hundreds, Supreme, Obey, Vans und Odd Future, um nur einige zu nennen, haben alle einen Laden auf der North Fairfax Avenue, anliegend am Melrose Boulevard, wo viele weitere Stores liegen, welche in der Tat alle ein wenig abgelatscht ist. Es ist nicht gerade selten, dass man mal Tyler the Creator mit einer dicken Lunte auf dem Bordstein hocken sieht, vor dem Diamond Supply Shop, gegenüber seines Odd-Future-Shops.

Ich habe immer gesagt, dass ich nie in Amerika leben könnte. Nach meinem Austausch in der 11. Klasse habe ich zwar die Menschen in diesem Land und ihre Offenheit, Freundlichkeit und Großherzigkeit lieben gelernt, doch die Politik dort macht mich krank und es ist quasi unmöglich, dort ein gesichertes Leben zu führen. Gleichzeitig rückt es seine Menschen in ein unverdient schlechtes Licht.

Dann war ich in Los Angeles und ich könnte all diese Querelen locker wegstecken, wenn ich dort leben dürfte. Ich beneide jeden Auswanderer, der es geschafft hat sich die berüchtigte Greencard zu erschnorren. Ein entspannteres Leben als in Kalifornien kann ich mir nicht vorstellen. Und wenn ihr mir nicht glaubt, fahrt in den größten Outdoor-Skatepark der USA, den Venice Skate Park. Spätestens hier werdet ihr bei einem gemütlichen Joint die Entspanntheit dieser Surfnation lieben lernen. Seid also nicht voreingenommen und lasst euch überraschen!

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Die Fotografie stammt von Sterling Davis
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