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Sonniger Liebeskummer: Sommerzeit ist Trennungszeit

Ja, es ist wieder Sommer und bekanntermaßen müssten sowohl das weibliche als auch das männliche Geschlecht zu dieser Jahreszeit vor Glückshormonen fast platzen. Doch komischerweise sind gerade in dieser Sommer-Sonne-Biergarten-Hochsaison etliche Beziehungen in meinem Bekanntenkreis zu Bruch gegangen...
Sonniger Liebeskummer: Sommerzeit ist Trennungszeit

Sonniger Liebeskummer

Sommerzeit ist
Trennungszeit

Carolin Schütz

Ja, es ist wieder Sommer und bekanntermaßen müssten sowohl das weibliche als auch das männliche Geschlecht zu dieser Jahreszeit vor Glückshormonen fast platzen. Doch komischerweise sind gerade in dieser Sommer-Sonne-Biergarten-Hochsaison etliche Beziehungen in meinem Bekanntenkreis zu Bruch gegangen. Ob es am Fremdflirten, den verdammt kurzen Röcken, den braungebrannten sexy Bierpacks oder doch vielleicht an mir liegt, ich weiß es nicht. Allerdings habe ich hier die ultimativen Tipps und Tricks, die das Vergessen leichter machen.

EMPFEHLUNG

Zuerst kommt die Verdrängungs-Methode: Jeder Gedanke an den zu Vergessenden wird konsequent zur Seite geschoben. Hilfreich ist dabei das Zerreißen von Bildern des zu Vergessenden. Ferner ist Ablenkung in Form von Unternehmungen, Arbeit, Sport, Partys, Alkohol, aber nicht zu viel, kann nämlich zu unkontrollierbaren emotionalen Rückfällen führen, siehe den dritten Punkt, oder das Aufsuchen des anderen Geschlechts und des damit verbundenen „Wild herum Flirtens, bis sich die Balken biegen“ sehr förderlich.

Dann haben wir da die Miesmachmethode: Der zu Vergessende wird konsequent schlecht gemacht. Gut geeignet zur Durchführung dieser Methode sind eingeweihte, spitzzüngige Freundinnen, die den zu Vergessenden noch nie besonders schätzten.

Man erkennt sie unter anderem daran, dass man von ihnen des Öfteren den Satz „Der hat dich gar nicht verdient!“ zu hören bekam. Ferner nehme man ein möglichst unvorteilhaftes aufgenommenes Lichtbild des zu Vergessenden und entdecke darauf zahlreiche Makel. Sollte es wider Erwarten keine geben, was nicht sein kann, eignen sich diverse Bildbearbeitungsprogramme hervorragend zum Verunstalten der Vorlage.

EMPFEHLUNG

Nun folgt die Alkohol-Methode, die auch als meine persönliche Lieblingsmethode bekannt ist: Aufkommende Gedanken an den zu Vergessenden werden konsequent in Alkohol ertränkt, vorzugsweise Bier. Kann bei mangelnder Übung allerdings voll nach hinten losgehen und die Sehnsucht nur noch verstärken. Am besten eine Testrunde im Beisein guter Freunde in der Sportkneipe nebenan durchführen. Da wird man schließlich sowieso nie wieder auftauchen.

Anschließend versuchen wir es mit der Aha-Effekt-Methode: Hierbei ist es erlaubt, sich so lange hemmungslos dem durch den zu Vergessenden verursachten Herzschmerz hinzugeben, bis der Stolz, sofern noch oder überhaupt vorhanden, aufbegehrt oder man über sich selbst lachen muss.

Sollte das, wider Erwarten, ebenfalls nichts bringen, hilft nur noch die Justiz-Methode: Man bombardiere den zu Vergessenden so lange und vehement mit Anrufen, SMS, WhatsApp-Mitteilungen, Emails, FacebookNachrichten, Geschenken, Briefen und ungebetenen Besuchen, bis einem eine einstweilige Verfügung des zuständigen Amtsgerichts verbietet, sich dem zu Vergessenden auf weniger als hundert Meter zu nähern beziehungsweise Kontakt mit ihm aufzunehmen. Mit etwas Glück, gegebenenfalls auch Verstand, tritt vorher der Aha-Effekt, siehe einen Punkt vorher, ein.

EMPFEHLUNG

Und hat auch dieser Versuch nicht zur Lösung des Problems beigetragen, kommt nun die einzig konsequente Methode, die mir noch einfällt: Man teile dem zu Vergessenden ruhig und ohne Szene oder Drama mit, dass er aus diversen Gründen den Status eines zu Vergessenden erlangt hat. Man bittet ihn höflich, aber bestimmt und keine Widerrede duldend, sich nie wieder zu melden und sich rückstandslos aus dem Leben zu entfernen. Na dann, viel Spaß beim Vergessen, Verdrängen oder Neuverlieben, hihi.

Die Fotografie stammt von Everton Vila
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