Idiot mit Penis - Dein Exfreund ist ein Arschloch

Exfreunde sind Fluch und Segen zugleich. Das weiß doch jeder. Erst loben sie dich in den rosaroten Himmel, nur um dich danach durch die pure Hölle zu schicken. Mit purer…
Idiot mit Penis - Dein Exfreund ist ein Arschloch

Idiot mit Penis

Dein Exfreund ist
ein Arschloch

Exfreunde sind Fluch und Segen zugleich. Das weiß doch jeder. Erst loben sie dich in den rosaroten Himmel, nur um dich danach durch die pure Hölle zu schicken. Mit purer Absicht. Oder weil du ihm egal bist. Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Nun, wir haben alle so einen Idioten mit Penis als Exfreund. Und glaube mir: Er wird sich nie ändern!

Die ersten Wochen mit ihm waren großartig. Ihr habt euch zum ersten Mal gesehen, zum ersten Mal getroffen, zum ersten Mal gemeinsam ein Eis gegessen und über die Schule, die Uni und die Arbeit geplaudert. Ihr wart total auf einer Wellenlänge und hättet euch am liebsten den ganzen Tag über gesehen. Du und er. Gemeinsam gegen den Rest der Welt. Wow. Liebe ist toll. Ganz besonders am Anfang.

Als er dich zum ersten Mal nackt gesehen hat, fingen seine Augen an zu leuchten. So eine heiße Braut wie dich hatte er nie zuvor im Bett. Seine bisherigen Eroberungen waren zwar allesamt nicht hässlich, aber du, du warst für ihn Beyoncé. Entweder war das die Wahrheit oder er hat dir das Blaue vom Himmel erzählt. Wer weiß das heute schon so genau. Aber das machte nichts. Du hast ihm schließlich geglaubt. Und nur das zählte wirklich.

Er war für jeden Spaß zu haben. Keine Idee war euch zu verrückt. Du hattest das Gefühl, wirklich alles mit ihm gemeinsam machen zu können. Nur er verstand dich. Und du hast ihn verstanden. Niemand sonst. Er hat mit dir sogar 13 Staffeln „Grey’s Anatomy“ geschaut und im Schlafzimmer zu Britney Spears getanzt, auch wenn er das vor seinen Freunden niemals zugeben würde.

Er erzählte dir, du seist die Liebe seines Lebens. Nie zuvor hat eine Frau ihn so glücklich gemacht wie du. Bei dir konnte er ganz er selbst sein, und die ganzen Mädchen, die er vor dir hatte, waren insgesamt zwar nett, aber eben nicht so aufregend, liebeswürdig und humorvoll wie du. Du warst die Eine für ihn. Und er war der Eine für dich. Daran gab es keinen einzigen Zweifel. Nicht den geringsten.

Kurz darauf zeigte er dir sein wahres Gesicht. Es fing ganz harmlos an. Kleine Termine, die er verpasste. Kleine Witze, über die er nicht mehr lachte. Kleine Gesten, für die du ihn gegen die Wand hättest schlagen können. Aber, wer weiß, vielleicht war das ja nur eine Phase, vielleicht hatte er Probleme, vielleicht steckte er in einem tiefen Loch. Mental. Vielleicht hättest du ihn retten können?

Er hielt sich tatsächlich für den besten Stecher der Welt. Er feierte sich selbst dafür, dass er es schaffte, dich mühelos zum Orgasmus zu bringen und bekam nicht einmal ansatzweise mit, dass du den Höhepunkt nur vorgetäuscht hast, um ihn schneller wieder los zu sein und es dir anschließend im Badezimmer selbst machen zu können. Das begann als Ausnahme und wurde zur öden Regelmäßigkeit. Das Feuer, das früher eine ganze Nacht erhellte, war plötzlich aus.

Er wollte unbedingt Analsex mit dir haben. Und ergriff panisch die Flucht, als du ihm sagtest, dass du ihn auch ganz gern mal penetrieren würdest, weil ihn der bloße Gedanke daran, etwas in den Arsch gesteckt zu bekommen, in seiner Männlichkeit angriff. Von Gleichberechtigung hatte er wohl noch nie etwas gehört. Und das die eben auch fürs Bett gilt schon gar nicht. Schade.

Seine Liebe zu dir ließ proportional zu deinen Orgasmen nach. Wenn du ein Problem hattest, bei dem du Hilfe und Unterstützung von ihm gebraucht hättest, hatte er immer etwas Anderes zu tun. Es sei denn, du warst bereit, die Beine breit zu machen. Mehr als Dirty Talk wollte er aber insgesamt nicht von dir hören. Vor allem nicht, wenn du Kritik an seiner emotionalen Distanziertheit zu dir zu äußern hattest, denn deine Gefühle sind nun mal – nun ja, deine, und nicht seine.

Doch als du mit ihm Schluss machen wolltest, wollte er dich einfach nicht gehen lassen. Er erzählte dir, dass er gerade einfach nur viel Stress hat, dich auf keinen Fall verlieren will und du die schlechteste Person der Welt bist, wenn du ihn ausgerechnet während einer der schwierigsten Phasen seines Lebens verlässt. Weil du damals ein kleines bisschen naiv warst und vor allen Dingen auch kein schlechter Mensch sein wolltest, hast du ihm natürlich geglaubt und seine ganzen Fehler verziehen. Für kurze Zeit hat er dich sogar wieder in den Himmel gelobt. Nur, um dich kurz darauf noch einmal durch die Hölle zu schicken.

Irgendwann fiel dir aber auf, dass alles, was aus seinem Mund kommt, einfach Bullshit ist. Also hast du dich schlussendlich doch getrennt. Und, fuck, es war gut, dass du es getan hast, denn so einen Menschen wie ihn braucht man nun wirklich nicht als Freund. Gut, dass du das erkannt hast. Vielleicht früher, vielleicht später. Aber jetzt bist du endlich frei und die Welt steht dir offen. Willkommen zurück, du hast uns gefehlt!

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Die Fotografie stammt von Adrien King
Der Text erschien in der Kategorie Liebe mit den Themen Beziehungen, Exfreunde, Frauen, Freunde, Freundschaft, Jungs, Liebeskummer, Mädchen und Männer
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