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Adieu, Einsamkeit: Ich bin endlich kein Single mehr

Nicht nur, dass ich mich in den letzten Wochen ziemlich aus dem Staub gemacht habe, nein, auch vom derzeit überquellenden Singlemarkt bin ich klammheimlich verschwunden. Schwupp, weg war sie, also ich. Zügelt jetzt bitte eure Enttäuschung und verschiebt eure Selbstmordversuche auf später, auch ihr werdet irgendwann darüber hinwegkommen. Und wer sich aus lauter Verzweiflung gleich mal als Blumenkind vormerken lassen will, der schreibt uns doch bitte einen Leserbrief, damit wir euch in die jetzt bereits stattfindende Hochzeitsplanung packen können.
Adieu, Einsamkeit: Ich bin endlich kein Single mehr
Adieu, Einsamkeit: Ich bin endlich kein Single mehr

Adieu, Einsamkeit

Ich bin endlich
kein Single mehr

Carolin Schütz
Carolin Schütz

Nicht nur, dass ich mich in den letzten Wochen ziemlich aus dem Staub gemacht habe, nein, auch vom derzeit überquellenden Singlemarkt bin ich klammheimlich verschwunden. Schwupp, weg war sie, also ich. Zügelt jetzt bitte eure Enttäuschung und verschiebt eure Selbstmordversuche auf später, auch ihr werdet irgendwann darüber hinwegkommen. Und wer sich aus lauter Verzweiflung gleich mal als Blumenkind vormerken lassen will, der schreibt uns doch bitte einen Leserbrief, damit wir euch in die jetzt bereits stattfindende Hochzeitsplanung packen können.

Aber so kommt es, dass man bemerkt, wie sehr einen der eine Mensch einfach vollkommen macht, die gute, bessere Hälfte des eigenen Ichs eben. Die Person, mit der man lachen und weinen kann, die einen zum Ausrasten bringt und man sich doch wieder freut neben ihm aufzuwachen. Der einen Liebe gibt und gleichzeitig der beste Kumpel ever ist.

Man erlebt Momente, in denen man mit seiner imaginären Kopfcam tausende Bilder macht, damit diese bloß nicht irgendwann aus dem Kleinhirn verschwinden, in denen man die Welt anhalten möchte, dass dieser Augenblick nie vergeht. Jede Sekunde mit diesem Menschen genießen und durchleben – egal ob tiefste Trauer oder der scheinbar glücklichste Zustand im Leben.

Man malt sich seine gemeinsame Zukunft, wie in einem bunten Malbuch, aus und rätselt gemeinsam, wie scheiße und faltig man denn in 50 Jahren aussehen wird. Man streitet sich über irrelevante, belanglose Kleinigkeiten, um im Endeffekt voneinander zu lernen und sich dann wieder in die Arme nehmen zu können und sich die berühmten drei Worte vor dem Schlafengehen ins Ohr zu hauchen.

Ich weiß, das alles hört sich an, als hätte ich gerade fünf rosarote Brillen übereinander auf und zusätzlich noch ein paar Ich-könnte-die-ganze-Welt-umarmen-Pillen eingeschmissen habe, aber das habe ich schon lange beiseite gelegt und kann durchaus überzeugt und realistisch sagen, jepp, meine Damen und Herren, ich habe meinen Traummann gefunden, mit dem ich irgendwann kleine Gnome züchten und auf Gnomisland glücklich und bis ans Ende unserer Tage leben werde. "We come to love not by finding a perfect person, but by learning to see an imperfect person perfectly." Wie recht Sam Keen doch hat.

Der Text wurde von Carolin Schütz geschrieben. Die Fotografie stammt von Alex Iby. Der Artikel erschien in der Kategorie Liebe mit den Themen Beziehungen, Dating, Einsamkeit, Frauen, Jungs, Mädchen, Männer, Menschen, Paare, Sam Keen und Singles. Wenn er euch gefällt, könnt ihr ihn auf Facebook, Twitter, WhatsApp, Pinterest und Tumblr oder per Email teilen. Ihr habt etwas zu sagen? Schickt uns einen Leserbrief!
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