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Zu viel Talent: Nur wohin damit?

Jeder hat eine gewisse Gabe, ein Talent. Etwas Unverwechselbares, eine Farbe, die einzig und allein deinen Namen schreibt. Du brennst dafür, ohne es zu wissen. Es fühlt sich selbstverständlich an. Genau wie deine geliebte Mama, dein voll gesabbertes Kissen oder deine zwei Jahre alte wildwuchernd gezüchtete Zahnbürste von Oral B. Für was steht eigentlich diese verdammte B? Aber nein, so einfach ist das nicht. Ein Talent lebt mit der Fähigkeit es leben zu lassen. Du musst die Tür aufmachen und es…
Zu viel Talent: Nur wohin damit?
Zu viel Talent: Nur wohin damit?
Zu viel Talent
Nur wohin damit?
Text: Lena Freud  Fotografie: Etienne Girardet

Jeder hat eine gewisse Gabe, ein Talent. Etwas Unverwechselbares, eine Farbe, die einzig und allein deinen Namen schreibt. Du brennst dafür, ohne es zu wissen. Es fühlt sich selbstverständlich an. Genau wie deine geliebte Mama, dein voll gesabbertes Kissen oder deine zwei Jahre alte wildwuchernd gezüchtete Zahnbürste von Oral B. Für was steht eigentlich diese verdammte B?

Aber nein, so einfach ist das nicht. Ein Talent lebt mit der Fähigkeit es leben zu lassen. Du musst die Tür aufmachen und es in die Welt schicken können. Es muss bestehen, sich nicht verbiegen und am Ende des Tages lächeln. Laut lachen und du hast das Level geschafft. Sich auf dem Boden wälzen und du hast es übersprungen. Liegen bleiben und du hast schlicht und einfach vergessen, die Batterie noch mal aufzuladen. Vielleicht hast du aber auch einfach kein funktionierendes Ladegerät.

Ist Talent eigentlich aufladbar? Kannst du Skills bis ins Unermessliche steigern? Wenn an deiner Tür Chuck Norris klopft, weißt du dass es möglich ist. Aber Chuck braucht ja sowieso kein fucking Ladegerät, wie wir alle wissen. Immer diese Gewinner. Drauf geschissen.

Viel wichtiger ist der Rucksack voll mit deinen Fähigkeiten, mit deinen Genen, mit deiner Gabe. Schnall ihn dir um und erobere die Welt. Und frage ja nicht nach diesem Norris. Der Typ hängt sowieso noch in den Neunzigern fest. Oder so.

Als kleiner Knirps hast du gern gekritzelt, jetzt machst du Kunst. In der siebten Klasse hast du Kalle auf 100 Metern den Aufsatz über siamesische Meerschweine zwischen Startblock und Ziel ins Mutti-Heft gemeißelt. Spitzname: Gott. Talent, bedeutet Anerkennung und Vollkommenheit. Nur wohin damit? Ins Leben und zurück zu dir. Deine Seele spielt den lebenslangen Katalysator. Die Liebe, die du sprühst, ist die Luft, die du atmest. Reinige sie, reinige dich.

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