In eigener Sache - Wir sind Deutsch

Es muss so in den frühen Achtzigern gewesen sein, als wir uns dafür entschieden haben, unsere meisterhaften Artikel auch in einer englischen Version anzubieten und so einem internationalen Publikum zugänglich…
In eigener Sache - Wir sind Deutsch

In eigener Sache

Wir sind
Deutsch

Es muss so in den frühen Achtzigern gewesen sein, als wir uns dafür entschieden haben, unsere meisterhaften Artikel auch in einer englischen Version anzubieten und so einem internationalen Publikum zugänglich zu machen. Kurz nach Rockys drittem Sieg und lange vor dem Mauerfall. Die Technik passte, der Wille war da und auch die Muse uns jeden einzelnen Text herauszufischen und ihn sorgfältig in eine andere Sprache zu übersetzen, platzte geradezu aus uns heraus. Große weite Welt, here we go!

Das lief dann einige Jährchen ganz gut, wir penetrierten das Internet mit unseren Gehirnergüssen und heimsten weltweit Preise für unsere mehr als ausgezeichneten Verdolmetschungen ein. Zwischenzeitlich halfen uns sogar eine ehrenamtliche Mitarbeiter dabei, die Weltherrschaft noch schneller an uns zu reißen und wir belohnten sie mit kostenlosen Schuhen und Mittagessen mit anschließender sexy Time.

Doch schon bald zogen graue Wolken ins pseudobritische Vorland. Denn die in Stein gehämmerte Entscheidung, jedes verdammte Wort auch in einer internationalen Edition anzupreisen, wurde zu einer Zeit getroffen, als wir wöchentlich nur zwei Sätze und ein paar persönliche Bumsfotos veröffentlichten und uns den Rest der Zeit mit kleinwüchsigen Asiatinnen an der Cote D’azur Cocktails um die Ohren warfen.

Nach der Wirtschaftskrise waren wir schließlich gezwungen, an drei bis achtundzwanzig Artikeln pro Wochentag in unserem dunklen Keller zu werkeln und glaubt uns: Der Gedanke, dass wir jeden davon auch noch ins Englische portieren mussten, ließ uns schnell an Albträumen und Schüttelfrost leiden. Irgendwann fingen wir an, die langen Texte klammheimlich nur noch in den Google Translator zu hauen.

Was dabei heraus kam, durften abenteuerlustige Klicker am eigenen Leib erfahren, wenn sie unsere globale Version besuchten. Peinliche Texte ohne Sinn und Verstand, Fehler ohne Ende, ein unabhängiges Institut versicherte uns, dass wir für vier von fünf Gehirntumore in Übersee verantwortlich sind. So konnte das einfach nicht weiter gehen.

Deshalb haben wir kurzerhand den Stecker gezogen und bieten AMY&PINK ab jetzt nur noch in deutscher Sprache an. Für viele wird das keine große Veränderung darstellen, aber wir haben einfach ein besseres Gewissen, wenn wir Kenntnis davon haben, dass sich bekiffte New Yorker Teenager durch unser Magazin nicht ins Delirium lachen können. Verabschieden wir uns also mit Tränen vom anderen AMY&PINK und stampfen wir auch gleich noch die verkorksten Pläne ein, diese Seite auf Russisch, Schwedisch und Japanisch anzubieten. Goodbye.

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Der Text erschien in der Kategorie Leben mit den Themen Blogs, Deutsch, Englisch, Internet und Sprachen
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