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Das Popkultur Magazin

Fleshlight: Mach’s gut, rechte Hand

Letztens klingelte Dieter, der gestörte russische Postbote, an unserer Tür und brachte uns zwei von diesen Fleshlights vorbei. Ein Geschenk von Brian. Für was auch immer. Ich packte sie aus und hatte plötzlich zwei riesige Plastiktaschenlampen in der Hand. Eine in schwarz und eine in schimmerndem Pe...
Fleshlight: Mach’s gut, rechte Hand

Fleshlight

Mach's gut,
rechte Hand

Marcel Winatschek

Letztens klingelte Dieter, der gestörte russische Postbote, an unserer Tür und brachte uns zwei von diesen Fleshlights vorbei. Ein Geschenk von Brian. Für was auch immer. Ich packte sie aus und hatte plötzlich zwei riesige Plastiktaschenlampen in der Hand. Eine in schwarz und eine in schimmerndem Perlweiß. Nur dass kein funktionierendes Licht in ihnen drin war, sondern zwei Gummimuschis. Ich war total aufgeregt.

Jede von ihnen ist unterschiedlich geformt. Eine ist sehr eng und sieht aus wie das primäre Geschlechtsteil von Rotschopf-Pornostar Ariel Vortex, ich informierte mich ausführlich, und die andere ist etwas weiter und mit größeren Schamlippen und nennt sich total sexy „Build Your Own Texture“. Jeder kann sich also seine Traumfotze basteln. Das finde ich sehr gut. Wie Lego für Erwachsene ist das.

Ich wartete ganz feierlich und mit Vorfreude im Gesicht auf den Abend, machte etwas Anregendes zu essen. Muscheln mit Weißwein und Sahne auf einem Rucolabett. Dazu gab es frische Oliven und einen Pinot Grigio. Ich zündete ein paar Kerzen an, schaltete das Licht aus und schnappte mir Ariels weiches, warmes und nasses Loch. Fap, fap, fap. Ahh, ohh, uhh. Nach drei Minuten war ich fertig. Wow. Effizient!

Denn sind wir doch mal ehrlich: Onanieren kostet Zeit. An schlechten Tagen sitzen wir eine Stunde oder länger vor einem miesen Porno nach dem anderen und rubbeln uns zu Tode, während wir Emails checken und Pizza bestellen. Nur für diesen kurzen Schuss ins Leere und einem dummen Gesichtsausdruck. Die Zeit könnten wir auch besser investieren. Fremdsprachen lernen. Aktien kaufen. Freundinnen finden. Oder so etwas.

Im Internet gibt’s die Teile ab 35 Euro. Wenn ihr keine allzu perversen Leute seid. Allerdings könnt ihr auch Zombies, Aliens oder Arschlöcher ficken – das kostet dann halt ein wenig mehr. Aber egal: Es lohnt sich. Wirklich. Falls ihr also gerade kein Mädchen an eurer Seite habt oder einfach mal mental fremd gehen wollt und nur ein paar Minuten Zeit habt, dann sind diese Fleshlights echt eine lustige Sache.

Wenn ihr ein wenig Taschengeld über habt und eure Masturbationssessions effektiver nutzen wollt, dann schickt eure rechte Hand in Rente und gebt diesen schwabbeligen Dingern eine Chance. Vorteil: Sie fühlen sich unglaublich echt an und ihr müsst sie nur mit Wasser abwaschen. Nachteil: Ihr seht in den paar Minuten aus, als würdet ihr einen verstopften Handstaubsauger vögeln. Zieht währenddessen also lieber die Vorhänge zu…

Fleshlight: Mach’s gut, rechte Hand

Der Text wurde von Marcel Winatschek geschrieben
Die Fotografie stammt von Fleshlight
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