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Neon Genesis Evangelion: Tod den Engeln

Neon Genesis Evangelion zählt neben Sailor Moon, Cowboy Bebop und Wolf's Rain nicht nur zu den besten Anime-Serien, die das japanische Festland jemals hervor gebracht hat, nein, kein Werk hat mich im Innersten so sehr erschüttert, wie die kuriose und selbstzerstörerische Reise der drei vermeintlichen Freunde Shinji Ikari, Asuka Langley Soryu und Rei Ayanami, die in einer von religiös motivierten Katastrophen zerstörten Zukunft überleben müssen, aber manchmal vielleicht gar nicht wollen. Nirgendwo sonst liegen Freude und Depression, Angst und Hoffnung und Struktur und Chaos so nah beieinander wie in dieser visionären Dystopie.
Neon Genesis Evangelion: Tod den Engeln
Neon Genesis Evangelion: Tod den Engeln

Neon Genesis Evangelion

Tod den
Engeln

Marcel Winatschek
Marcel Winatschek

Neon Genesis Evangelion zählt neben Sailor Moon, Cowboy Bebop und Wolf's Rain nicht nur zu den besten Anime-Serien, die das japanische Festland jemals hervor gebracht hat, nein, kein Werk hat mich im Innersten so sehr erschüttert, wie die kuriose und selbstzerstörerische Reise der drei vermeintlichen Freunde Shinji Ikari, Asuka Langley Soryu und Rei Ayanami, die in einer von religiös motivierten Katastrophen zerstörten Zukunft überleben müssen, aber manchmal vielleicht gar nicht wollen. Nirgendwo sonst liegen Freude und Depression, Angst und Hoffnung und Struktur und Chaos so nah beieinander wie in dieser visionären Dystopie.

Die diffuse Geschichte fängt so harmlos an, wie sie vernichtend endet. Der 14-jährige Shinji Ikari möchte seinen Vater, Kommandeur einer mehr oder weniger geheimen Organisation namens NERV, besuchen, als einmal mehr das Chaos in einer Welt ausbricht, die vor wenigen Jahren Zeuge einer humanitären Ausnahmesituation wurde.

Neon Genesis Evangelion: Tod den Engeln

Plötzlich befindet Shinji sich in einem riesigen, menschenähnlichen Roboter wieder, mit dem er ein Monster, ein Biest, einen Engel aufhalten soll. Er ahnt nicht, dass er von nun an die ungewollte Hauptrolle in einer zutiefst perversen Geschichte um Bestimmung, Erlösung und das Ende der Welt spielt.

Bei Neon Genesis Evangelion stimmt wirklich alles. Die großartige Musik von Shiro Sagisu untermalt ein Universum, das so nah an unserem streift, dass es einem Angst und Bange wird, wenn man sich erst einmal auf die fast schon bibelartigen Verse einlässt, die einen ganz tief in die Abgründe der menschlichen Existenz zerren wollen.

Neon Genesis Evangelion: Tod den Engeln

Sympathische Charaktere wie Misato Katsuragi, Toji Suzuhara und der tierische Pen Pen machen es nur noch schwerer, dem nicht aufzuhaltenden und von vornherein zum Scheitern verurteilten Ablauf dieses bildgewaltigen Dramas zu folgen - und am Ende läuft sowieso alles aus dem mentalen Ruder.

Wer japanische Animationskunst auch nur im Entferntesten mag und Neon Genesis Evangelion noch nie zuvor gesehen hat, der muss diese Lücke schließen - und zwar so schnell wie möglich. Aber Vorsicht: Ihr werdet danach nicht mehr dieselben sein...

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Der Text wurde von Marcel Winatschek geschrieben. Die Bilder stammen von Gainax, Netflix, Yoshiyuki Sadamoto, Toei, Khara und Leonine. Der Artikel erschien in der Kategorie Filme mit den Themen Anime, Neon Genesis Evangelion, Japan, Hideaki Anno und Mechas. Wenn er euch gefällt, könnt ihr ihn auf Facebook, Twitter, WhatsApp, Pinterest und Tumblr oder per Email teilen. Ihr habt etwas zu sagen? Schickt uns einen Leserbrief!
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