Golden Boy - Ein Mann, viele Frauen

Golden Boy war der erste Anime, bei dem mir bewusst wurde, dass japanische Zeichentrickfilme nicht nur etwas für kleine Jungs und Mädchen war, sondern auch in eine etwas erwachsenere Richtung…
Golden Boy - Ein Mann, viele Frauen

Golden Boy

Ein Mann,
viele Frauen

Golden Boy war der erste Anime, bei dem mir bewusst wurde, dass japanische Zeichentrickfilme nicht nur etwas für kleine Jungs und Mädchen war, sondern auch in eine etwas erwachsenere Richtung gehen konnten. Und das, obwohl die Serie bei uns im Fernsehen ziemlich geschnitten lief. Und zwar auf MTV2 Pop. Ja, Kinder, früher gab es bei uns noch ein zweites MTV: MTV2! Wenn ihr überhaupt noch wisst, was zum Teufel MTV ist.

Worum geht’s in „Golden Boy“? Kintaro Oe war Jahrgangsbester an der juristischen Fakultät der Universität Tokio, einer der renommiertesten der ganzen Welt. Da er den gesamten Lehrplan problemlos meistert, verschwindet er kurz vor seinem Abschluss. Jetzt fährt er mit dem Fahrrad durch Japan, auf der Suche nach dem Wichtigsten im Leben: Die Lektionen, die man nicht in einem Klassenzimmer lernen kann.

So kann man es auch ausdrücken. Tatsächlich geht es in jeder Folge darum, dass Kintaro in irgendeiner Stadt, an irgendeinem Haus oder in irgendeinem Restaurant vorbei kommt, dort eine heiße Frau sieht und er ihr sogleich den Hof machen möchte. Im wörtlichen wie bildhaften Sinn.

Denn während die besagte Frau überhaupt keinen Bock auf Kintaro hat, tut er alles, um ihr zu imponieren. Und wenn ich sage alles, dann meine ich alles. Kintaro putzt die Klos in einer Softwarefirma, Kintaro gibt einer reichen Tochter Nachhilfe in Mathematik, Kintaro kocht Nudeln in einer Gaststätte. Nur um dann wieder in der Ferne zu verschwinden, bevor er sich den Gewinn eines weiblichen Körpers abholen konnte.

„Golden Boy“ besteht zwar nur aus sechs Folgen, die allesamt so gut wie immer gleich ablaufen, aber der Anime hat auch heute noch einen festen Platz in meinem Herzen. Kintaro Oe hat mich mitsamt seines Fahrrads quasi entjungfert und eine ganze Generation notgeiler Teenager dazu gebracht, Anime als erwachsenes Medium eine Chance zu geben.

Wer Anime bislang nur mit „Sailor Moon“, „Dragon Ball“ und „Chihiros Reise ins Zauberland“ in Verbindung gebracht hat, dem wird „Golden Boy“ sowohl die Augen als auch das Tor zu einer Welt öffnen, die längst verschollene Seelen einst als Hentai bezeichneten. „Golden Boy“ wird auch euch die Jungfräulichkeit nehmen.

Und ehe ihr euch verseht, steht ihr plötzlich in einem aus pulsierenden Tentakelpenissen bestehenden Wald und müsst mit einer Hand in der Hose dabei zusehen, wie japanische Schulmädchen kreuz und quer durchs Spermauniversum penetriert werden, bis sie platzen. Eine nach der anderen. Aber das, liebe Kinder, ist eine andere Geschichte…

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Die Illustration stammt von Tatsuya Egawa und Shueisha
Der Text erschien in der Kategorie Filme mit den Themen Anime, Asien, Cartoons, Comics, Frauen, Golden Boy, Japan, Jungs, Mädchen, Manga, Männer, MTV, MTV2 Pop, One-Night-Stands, Serien, Tatsuya Egawa und Tokio
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