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Bob's Burgers: Schmackhafte Monotonie

Moderne Serien haben den abgeschwollenen Humor und die intelligente Subtilität wiederentdeckt. Den lang erwarteten Tod der Hintergrundlacher. Das Ende des mit dem Vorschlaghammer eingebläuten Witzes. Auch in der animierten Kunst scheint sich dieser Trend langsam, aber sicher abzuzeichnen. Gott sei Dank.
Bob's Burgers: Schmackhafte Monotonie
Bob's Burgers: Schmackhafte Monotonie

Bob's Burgers

Schmackhafte
Monotonie

Marcel Winatschek
Marcel Winatschek

Moderne Serien haben den abgeschwollenen Humor und die intelligente Subtilität wiederentdeckt. Den lang erwarteten Tod der Hintergrundlacher. Das Ende des mit dem Vorschlaghammer eingebläuten Witzes. Auch in der animierten Kunst scheint sich dieser Trend langsam, aber sicher abzuzeichnen. Gott sei Dank.

Denn zwischen all den Simpsons, Griffins und Smiths dieser Welt hat sich eine Perle längst im Sonntag-Abend-Programm der amerikanischen Fernsehlandschaft etabliert. Bob's Burgers von Loren Bouchard. Die Geschichte um einen Imbissinhaber und seine verkorkste Familie. Irgendwo an der Ostküste.

Nach unzähligen Fehlversuchen in der Gastronomie setzt Bob Belcher alles auf eine Karte. Diesmal muss es klappen. Neueröffnung – los geht’s! Doch was sich als einfaches Unterfangen ankündigt, entpuppt sich schnell als Reise durch die Irrungen und Wirrungen des gezeichneten Wahnsinns. Ein schmackhaftes Abenteuer jagt das nächste.

Mal finden eifersüchtige Beamte Menschenfleisch in den gebratenen Delikatessen, mal steckt Bob in der Wand fest. Warum auch immer. Gespielte Überfälle, küssende Kühe, verrückte Tanzlehrer. Die kleinen Episoden erinnern an frühere Nickelodeon-Cartoons und dennoch sind stets die Protagonisten die Stars. Jeder einzelne von ihnen.

Während Bobs Frau eine übereifrige Traumtänzerin ist, verbringen seine drei Sprösslinge ihr Dasein als zynische Miststücke. Gene ist ein fetter Klops ohne Anstand, seine kleine Schwester Louise das wandelnde Paradies eines jeden Psychiaters. Und Linda verkörpert euren Onkel Harald. Mit Brüsten. Und einer unglaublichen Liebe zu Ponys.

Dass die putzig illustrierten Charaktere fast ausschließlich von Männern gesprochen werden, verpasst der Serie eine unglaubliche Monotonie, die allerdings liebevoller und seelenerfüllter nicht sein könnte. Auf ihre eigene, verstörte Art und Weise. Willkommen in der Welt von Bob und seiner wahnsinnigen Familie.

Der Text wurde von Marcel Winatschek geschrieben. Die Fotografie stammt von FOX. Der Artikel erschien in der Kategorie Filme mit den Themen Bob's Burgers, Burger King, Cartoons, Cheeseburger, Comedy Central, Comics, Fast Food, Hamburger, Loren Bouchard, McDonald's, Nickelodeon, Serien, USA und Zeichentrickserien. Wenn er euch gefällt, könnt ihr ihn auf Facebook, Twitter, WhatsApp, Pinterest und Tumblr oder per Email teilen. Ihr habt etwas zu sagen? Schickt uns einen Leserbrief!
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