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500 Days of Summer: Ein Liebesfilm, der gar keiner ist

In Menschen, die das Leben luftig leicht nehmen, sich an nichts binden möchten und denen die geistige und körperliche Freiheit das höchste Gut ist, verliebt man sich am schnellsten und hofft, während der sanften Berührungen, des ersten Kusses und des umwerfenden Sex, dass man diese eine Person im Le...
500 Days of Summer: Ein Liebesfilm, der gar keiner ist

500 Days of Summer

Ein Liebesfilm,
der gar keiner ist

Marcel Winatschek

In Menschen, die das Leben luftig leicht nehmen, sich an nichts binden möchten und denen die geistige und körperliche Freiheit das höchste Gut ist, verliebt man sich am schnellsten und hofft, während der sanften Berührungen, des ersten Kusses und des umwerfenden Sex, dass man diese eine Person im Leben ist, für die man alle Vorsätze über Bord wirft, sich zu Liebesschwüren hinreißen lässt und mit dem man den Rest seines jämmerlichen Daseins verbringen möchte. Doch das geht meistens schief. Denn was haben wir bereits sehr früh gelernt? Einer ist Ernie, der andere immer Bert.

500 Days of Summer mit der bezaubernden Zooey Deschanel und dem dauerverträumten Joseph Gordon-Levitt ist ein luftig leichter Film über genau diese Art von absolut aussichtsloser Liebe zwischen einem Schmetterling und dessen Fänger, der im steten Wandel das Auf und Ab, die Höhen und Tiefen und die ständig sterbende und wieder auferweckte Hoffnung aufzeigt, mit der man in diesem Zusammenspiel der Schicksalsschläge zu kämpfen hat.

Unterlegt mit dem tollsten Soundtrack seit gefühlten Ewigkeiten, dem richtigen Gleichgewicht zwischen Komödie und Drama und sympathischen Charakteren, in die man sich sofort hinein versetzt fühlt, haben meine Schaubekanntschaft und ich Tränen gelacht, stumm in uns hinein geweint und jeden zweiten Dialog laut mit “Schlampe” kommentiert. Der perfekte Film also für jedes erste Date, über einen Liebesfilm, der gar kein Liebesfilm ist.

Die Fotografie stammt von Fox Searchlight Pictures
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