Weniger Pizza, mehr Sex - Deutschland, du bist zu fett!

Wer in den heutigen Tage über die Straßen einer durchschnittlichen, deutschen Stadt geht, sieht sie: dicke, fette, übergewichtige Menschen. Sie bewegen ihre Körper mit einer unglaublich langsamen, fast retardiert wirkenden…
Weniger Pizza, mehr Sex - Deutschland, du bist zu fett!

Weniger Pizza, mehr Sex

Deutschland,
du bist zu fett!

Wer in den heutigen Tage über die Straßen einer durchschnittlichen, deutschen Stadt geht, sieht sie: dicke, fette, übergewichtige Menschen. Sie bewegen ihre Körper mit einer unglaublich langsamen, fast retardiert wirkenden Bewegung über den Asphalt, der unter ihren Bewegungen nicht nur zittert, sondern fast zerbricht.

Wobei dieses Phänomen den innerdeutschen Straßen gemein ist, sie zerbrechen, wenn eine zu hohe Last seinen Tribut fordert. Immer ist es das Gewicht, welches Probleme bereitet; Menschen, Straßen, Gesundheitskassen und die Fertilität: alle sind betroffen, fett betroffen. Es ist schon sicher kein kleines Problem mehr, im wahrsten Sinne des Wortes, wenn man den neuesten Zahlen einer Studie des Robert-Koch-Instituts Glauben schenken darf.

Fast 24 Prozent aller deutschen Erwachsenen leiden an Fettleibigkeit, also schwerem Übergewicht. Insgesamt sind knapp 55 Prozent der über 18-Jährigen zu dick. Mit zunehmenden Alter und abnehmenden sozialen Status steigt der Anteil. Fragt man sich doch direkt: Haben die dummen, sozial niedrig gestellten Bürger überhaupt keine Zeit für Irgendetwas?

Keine Zeit sich zu bewegen, um fit und schlank zu sein? Keine Zeit für nichts außer Fernsehen und Internet? Manchmal ist es doch echt seltsam. Denn ständig hört man, dass die oberen Schichten keine Kinder mehr kriegen, die unteren jedoch sehr wohl. Wenn die unteren nun aber Sex haben, wieso sind sie dann fett?

Sex verbrennt nämlich viele Kalorien, vorausgesetzt er wird richtig gemacht und nicht in der Löffelchen-Stellung zweier Wale, die sich aneinander reiben. Und wenn die oberen Schichten schlanker sind, aber keine Kinder mehr kriegen, was machen diese dann? Auch nur vor Bildschirmen rumgammeln und dabei zwar keine Cola, wie dumme Menschen trinken, dafür aber vegane Smoothies und laktosefreie Milch?

Warum die Deutschen so fett sind

Eigentlich ist es ja egal, warum die Menschen in Deutschland zu fett sind und warum zu wenig Kinder auf die Welt kommen. Wichtig ist nur, dass sich das ändert. Also geht es um die Frage des „Wie“. Wie kriegt Deutschland wieder Töchter und Söhne? Wie werden deutsche Bürger wieder rank und schlank.

Um diese Fragen zu beantworten, stellt man am besten direkt die nächste: Was ist wohl das beste Mittel, um abzunehmen? Sport. Jeder weiß das, selbst die Dummen. Aber auch die Schlauen, wobei die lieber vor irgendwelchen Röhren sitzen und Zahlen analysieren. Ist doch klar, dass der Sexualtrieb zu kurz kommt.

Dabei könnte genau dieser uns angeborene Trieb, dieses Spiel mit der Lust, die unbändige Ausgelassenheit im Bett, die Deutschen zu wahren Fitnessgurus machen. Man muss nämlich gar nicht in den Hantelbunker gehen, wo sich Muskelberge vor den Spiegeln auftürmen, um fit zu werden. Ein gesundes Leben ist definiert durch die Simplizität des Körpers. Er braucht Bewegung.

Während eine ausgewogene Ernährung in unseren Landen Standard ist, fehlt es fast einem Jeden an Bewegung. Während der Hartzer vor der Glotze hängt, tut das gleiche der Professor vor seinem Computer. Jeder zehnte Deutsche treibt keinen Sport, 60 Prozent immerhin einmal die Woche. Und Sex? Den gibt es in etwa zwei bis drei Mal die Woche.

Dabei ist es gar nicht schlimm, wenn man es nicht jeden Tag schafft, Sport zu treiben. Wenn man nur jeden zweiten Tag seinen dicken Arsch aus dem abgewetzten Sessel kriegt. Laut Studien reichen 150 Minuten Sport pro Woche. Nehmen wir mal an, dass die eine Sporteinheit, zu der sich 60 Prozent der Deutschen zwingen können, etwa 30 Minuten dauert. Der Sex dauert in etwa 15 Minuten. Dann kommen wir insgesamt nur auf eine durchschnittliche Dauer von Bewegung von 115 Minuten pro Woche.

Und dabei ist nicht der Weg vom Sofa zum Kühlschrank gemeint, sondern ernsthafte Bewegung, bei welcher der Körper in Wallungen kommt, er erregt und schwitzend, heiß und glühend ist. Es fehlt wöchentlich also in etwa eine halbe Stunde Bewegung. Diese halbe Stunde Bewegung muss doch aufzutreiben sein. Oder in anderen Worten: miteinander aufzutreiben sein.

Habt mehr Sex und kriegt mehr Kinder, während ihr abnehmt!

Die fehlende halbe Stunde könnte nun damit zugebracht werden auf ein neues Level bei World of Warcraft zu kommen oder die Nägel zu lackieren. Aber anstatt solch einen Humbug zu machen, reißt euch irgendjemanden auf, wenn ihr schon keinen festen Partner habt, und geht ins Bett. Zwei Mal die Woche extra und nicht nur die empfohlene Menge an Bewegung ist erbracht, sondern auch das Problem der niedrigen Fertilitätsrate und der zerberstenden Straßen Deutschlands ist gelöst.

Die dicken LKW-Fahrer können dafür am wenigsten, denn die gehen sowieso schon jeden Abend mit einer Bordsteinschwalbe, wohl besser einer Raststättenschwalbe, ins Bett hinter ihrem Fahrerhäuschen. Außerdem ist es auch bei ihrer täglichen Arbeit nicht möglich zu stehen. Also ran an die Wäsche der anderen. Die Krankenkassen werden sich freuen.

Und nicht nur das, auch alle Fetten unter euch werden die positiven Folgen von den Extra Sex-Portionen zu spüren bekommen. Während Extra-Portionen beim Essen euch schwabbeliger werden lassen, lassen euch die Sextra-Portionen in Blitzeseile zu heißen Fegern werden, die dann umso mehr Sex haben werden.

Man stelle sich nur einmal dieses Paradies vor: Überall, jederzeit, egal wann und wo, schlanke, sexgeile Menschen. Ein Traum? Nicht unbedingt! Jeder kann mitwirken, nur muss er es wollen und endlich einmal anfangen. Und wenn ihr niemanden finden solltet, egal: Masturbation verbrennt 150 Kalorien. Wer sich also 60 Mal selbst zum Orgasmus bringt, verliert etwa ein Kilogramm an Fett. Ausreden gibt es nicht mehr. Für niemanden. Wer fett ist, hat selbst Schuld. Und wer keinen Sex hat, ist fett und hat selbst Schuld.

Während andere warten, fange ich lieber gleich heute Abend noch an. Und wem dieses ganze Sex-Programm zu anstrengend sein sollte, drüben in Pattaya in Thailand gibt es genügend Salons, in denen Massagen mit Happy-Ending angeboten werden. Ob das allerdings so richtig beim Abnehmen hilft, weiß keiner. Auf Erfahrungsberichte wird wohl noch einige Zeit zu warten sein.

Und während dieser Zeit habt ihr wieder einiges an Minuten und Stunden, um euch zu vergnügen. Denn wer sich vergnügt, tut nicht nur selbst, sondern auch dem deutschen Staat einen wertvollen Dienst. Da es keine Wehrpflicht mehr gibt und auch kein Soziales Jahr, welches für alle gilt, umso besser.

Ein Kind und schon habt ihr einiges getan, damit auch wir bzw. ihr selbst, und damit ist besonders die heute arbeitende Bevölkerung gemeint, die Früchte eurer Arbeit genießen könnt. Denn die sonst in absehbarer Zeit überlasteten sozialen Sicherungssysteme brauchen Kinder, damit die alte Prämisse des Generationenvertrags aufgeht. So einfach ist das. Frei nach einem Zitat Sigmund Freuds: „An der Frauenbrust treffen sich Liebe und Hunger!“

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Die Fotografie stammt von Ehimetalor Akhere Unuabona
Der Text erschien in der Kategorie Essen mit den Themen Deutschland, Fett, Fettsucht, Fleisch und Pizza
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