Natürlich zählt “Akira” zu den absoluten Meisterwerken der japanischen Animationskunst. Der überragende Zeichenstil, die durchdachte Geschichte, die dunklen Zukunftsvisionen. Der Regisseur Katsuhiro Otomo hat geschafft, was vor ihm und nach ihm nur wenigen gelungen ist: Kult zu erschaffen, der auch heute noch gleichermaßen verehrt, gefeiert und auch gefürchtet wird. Und zwar auf der ganzen Welt….

Egal, ob ihr euch heute bekannte, animierte Meisterwerke “Neon Genesis Evangelion”, “Dragon Ball Z” oder “Ghost in the Shell” anseht – ohne “Akira” hätte es all das niemals gegeben, zumindest nicht in dieser Form. Der 1988 in Japan erschiene apokalyptische Anime von Katsuhiro Otomo, Ryohei Suzuki, Shunzo Kato und Izo Hashimoto hat wahrlich alles verändert…

Ich geb’s jetzt mal ganz offen zu: Obwohl ich ein riesiger, fast schon unheimlicher, Anime-, J-Pop– und Japan-Fan im Allgemeinen bin, konnte ich mit Manga noch nie wirklich etwas anfangen. Klar, als ich damals die ersten beiden Bände von “Dragon Ball” auf einem Flohmarkt gefunden habe, war ich so glücklich, dass ich dieses einzigartige Gefühl…

Ich meine, was willst du auch schon anderes werden, wenn du der Sohn von Katsuhiro Otomo bist? Er ist schließlich der Erfinder von “Akira” – und ihr wisst, was das bedeutet. Sollte Shohei also Bankangestellter werden? Steuerberater? Abteilungsleiter im örtlichen SHIBUYA 109? Natürlich nicht! Shohei Otomo, meine Damen und Herren, ist einer der größten Künstler…