Leistungsschutzrecht in Aktion:

Leistungsschutzrecht in Aktion - Memes sollen laut der Bundesregierung nur noch 128 mal 128 Pixel groß sein dürfen

Okay, ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll, aber was hier gerade geplant wird, ist so absurd, weltfremd und generationsfeindlich, dass mir die Worte fehlen. Wie Friedhelm Greis…
Leistungsschutzrecht in Aktion

Memes sollen laut der Bundesregierung nur noch 128 mal 128 Pixel groSS sein dürfen

Okay, ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll, aber was hier gerade geplant wird, ist so absurd, weltfremd und generationsfeindlich, dass mir die Worte fehlen. Wie Friedhelm Greis drüben bei Golem berichtet, sollen Memes wegen des Leistungsschutzrechts bald nur noch höchstens 128 mal 128 Pixel groß und im Falle von Gifs und Videos höchstens drei Sekunden lang sein dürfen, um sie straffrei im Internet teilen zu können. Diese Regelung würde nicht nur für Suchmaschinen und News-Aggregatoren gelten, sondern für alle „Anbieter von Diensten der Informationsgesellschaft“ – was in den Augen gewiefter Abmahnanwälte einfach jeder ist, der einen Facebook- oder Twitter-Account betreibt.

„Die Bundesregierung will die lizenzfreie Nutzung von Pressematerialien nur noch in sehr eingeschränktem Umfang erlauben“, schreibt Friedhelm Greis. „Allerdings dürfte es schwierig werden, mit den Einschränkungen beispielsweise Memes auf der Basis von Pressefotos oder Pressevideo zu kreieren. Ob diese Einschränkungen auch für Bild- und Tonmaterial gelten werden, das von anderen Urhebern wie Filmproduzenten stammt, ist unklar. Dies müsste im Zusammenhang mit den sogenannten Uploadfiltern geregelt werden. Unklar ist jedoch, ob beispielsweise die private und nicht-kommerzielle Nutzung durch einzelne Nutzer eine Veröffentlichung auf Diensten wie Twitter oder Facebook umfasst.“

„Die Ausnahmen für kleine Ausschnitte sind absolut weltfremd definiert. 128 x 128 Pixel? Wie zu Atari-Zeiten!“, twittert zum Beispiel die frühere Europaabgeordnete und Urheberrechtsexpertin Julia Reda. Falls diese absurde Regelung rechtens wird, hoffe ich ja, dass jeder, der dieses bizarre Leistungsschutzrecht, in welcher Form auch immer, von gierigen Abmahnanwälten in Grund und Boden geklagt wird, sobald er auch nur den Schnipsel eines lustigen Bildes aus irgendeiner US-Serie twittert. Wahrscheinlich müssen wir uns so langsam damit abfinden, dass diese Version des Internets vollkommen kaputt ist und es nur eine einzige Lösung gibt: Wir brauchen ein neues Internet – nur für uns alleine…

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