Rape Day:

Rape Day - In diesem neuen Computerspiel müsst ihr so viele Mädchen wie möglich vergewaltigen

Darf man das? Diese Frage stellt sich zur Zeit die ganze Welt. Schließlich soll in wenigen Tagen ein Computerspiel veröffentlicht werden, das der “Me Too”-Debatte ungefähr so zugeneigt ist wie…
Rape Day

In diesem neuen Computerspiel müsst ihr so viele Mädchen wie möglich vergewaltigen

Darf man das? Diese Frage stellt sich zur Zeit die ganze Welt. Schließlich soll in wenigen Tagen ein Computerspiel veröffentlicht werden, das der “Me Too”-Debatte ungefähr so zugeneigt ist wie Gott dem Teufel, Feuer dem Wasser oder R. Kelly erwachsenen Frauen. “Rape Day” heißt das digitale Machwerk, in der es einem notgeilen Typen dank der gerade ausgebrochenen Zombieapokalypse und dem daraus resultierenden gesellschaftlichen Chaos nur darum geht, so viele Mädchen wie möglich zu vergewaltigen und alles umzubringen, was sich diesem perfiden Plan in den Weg stellt.

“Als Kind habe ich gerne Horrorbücher gelesen”, erzählt uns der Entwickler von “Rape Day“, der aus diversen Gründen lieber anonym bleiben will, wie er zu der Idee seines Spiels kam. “Später stand ich dann auf Psychothriller und Zombies. Außerdem mag ich Geschichten, die aus der Perspektive des Widersachers erzählt werden, wie ‘Mr. Brooks’ oder ‘Nightcrawler’. Sterblichkeit ist subjektiv und während wir denken, gegen das Böse zu kämpfen, denkt es das Gleiche über uns selbst. Und wie viele andere Menschen da draußen auch, liebe ich Pornos. Also wollte ich all meine Vorlieben zusammen bringen. Daraus entstand ‘Rape Day‘.”

Auf technischer Ebene ist “Rape Day” nicht besonders aufregend. Ihr klickt euch durch Standbilder und trefft dumme oder noch dümmere Entscheidungen darüber, wen ihr einschüchtert, tötet oder vergewaltigt. Weil sexuelle Übergriffe momentan ein besonders heikles Thema sind, durfte sich “Rape Day” kurz nach seiner Ankündigung einem Shitstorm der Extraklasse ausgesetzt sehen. Ein Computerspiel, in dem es nur darum geht, Mädchen zu vergewaltigen – muss so etwas nicht verboten werden? Der Entwickler verneint diese Frage deutlich und wehrt sich auf psychologischer Ebene.
“Man kann Vergewaltigungen in frei erfundenen Geschichten nicht verbieten, ohne das Gleiche auch mit Folter und Mord zu tun”, erklärt uns der Entwickler. “Mord ist in der Fiktion fast schon normal geworden, während Vergewaltigung es noch nicht ist. Irgendwann werden Historiker auf ‘Rape Day‘ zurück schauen, wie sie auf ‘Grand Theft Auto’ oder die erste Nacktszene im Fernsehen zurückgeblickt haben. Moralische Entrüstung kann die Unterhaltungsindustrie nicht aufhalten, sondern verlangsamt nur den gesellschaftlichen Prozess an sich.”

Wenn Spiele Kunst sind und Kunst alles darf, warum dann also nicht auch in die Rolle eines psychopathischen Vergewaltigers schlüpfen, der die Gunst des Augenblicks nutzt, um seine Triebe auszuleben? Dass “Rape Day” zumindest technisch ein Reinfall ist, dürfte jedem klar sein, der auch nur ein paar Bilder des Titels gesehen hat. Aber die Entscheidung darüber, ob Moral, Anstand und der gesellschaftliche Status Quo über der künstlerischen Freiheit, egal wie plump, hässlich und ohne jede Raffinesse sie auch ausgelebt wird, stehen dürfen, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Die bekannte Verkaufsplattform Steam hat den Titel bereits vor der Veröffentlichung aus dem Angebot genommen. Wer sich nun dennoch oder gar trotzdem auf die virtuelle Jagd nach dem weiblichen Geschlecht machen möchte, der muss sich wohl an den Entwickler selbst wenden.

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