Hold Your Breath:

Hold Your Breath - Schaut euch hier den umstrittenen Wahlwerbespot der Partei und Seawatch an

Wenn es nach der Partei geht, dann gibt es Wichtigeres, als zur Europawahl eine gute Figur zu machen. Zum Beispiel die Rettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer. Deshalb hat sie,…
Hold Your Breath

Schaut euch hier den umstrittenen Wahlwerbespot der Partei und Seawatch an

Wenn es nach der Partei geht, dann gibt es Wichtigeres, als zur Europawahl eine gute Figur zu machen. Zum Beispiel die Rettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer. Deshalb hat sie, anstatt einen traditionellen Wahlwerbespot, in denen seltsame Menschen noch seltsamere Forderungen stellen, zu drehen, die Aktion “Hold Your Breath” von Sea-Watch in ihrem neuesten Video vorgestellt und wollte diesen Spot so auch im Fernsehen zeigen. Das fand das ZDF allerdings nicht so toll – gelinde ausgedrückt. Also musste der Clip überarbeitet werden. Die Message lebt trotzdem weiter – auch wenn das Ganze ein klein wenig an Zensur erinnert.

Das Mittelmeer ist die mörderischste Grenze der Welt, so die Mitarbeiter von Sea-Watch. Eine von zehn Personen stirbt bei dem Versuch, Tod und Elend in Libyen über das Wasser zu entkommen. Statt Leben zu retten, verhindert die Europäische Union aktiv zivile Seenotrettung, kriminalisiert freiwillige Helfer und bezahlt Milizen, um Flüchtende in das Land zurück zu verschleppen, dem sie zu entkommen suchten, kritisiert Sea-Watch. Mit der Aktion Hold Your Breath wollen sie die Öffentlichkeit zur Europawahl wachrütteln und auf die tödliche Politik der Europäischen Union aufmerksam machen.

Die Partei war so großzügig, ihnen hierfür einen ihrer Wahlwerbespots zur Verfügung zu stellen. Denn in wenigen Wochen wählt Europa die Personen, die darüber entscheiden, ob das Mittelmeer sich weiterhin mit Leichen füllen soll. Sie tragen Verantwortung für den Tod von Menschen, denn es gibt Alternativen: Seenotrettung, sichere Häfen und legale Fluchtwege. Ein solidarisches Europa ist machbar und hunderttausende Europäer fordern es bereits ein. Wenn ihr also die nächste Mission der Sea-Watch unterstützen wollt, dann könnt ihr das hier machen, und wenn euch gefällt, dass Die Partei so ganz anders als die anderen Parteien ist, dann könnt ihr ihr am 26. Mai bei der Europawahl eure Stimme geben.

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2 Kommentare

  • Marcel

    Vielleicht doch Die PARTEI wählen…?

  • Hugo Schmitz

    .. bezahlt Milizen, um Flüchtende in das Land zurück zu verschleppen, dem sie zu entkommen suchten,

    Man sollte aber der Vollständigkeithalber dazu sagen, das es keine Libyer sind die gerettet werden. Es sind Menschen aus allen herren Länder, die zu 100% nach Libyen gereist sind, also in das Land aus dem sie nun über’s Meer versuchen zu entkommen. Libyen ist aber keine Insel.

    Der Grund dafür ist, dass es in Libyen dank der NATO – also uns – keine staatliche Kontrolle mehr gibt und daher das einreisen einfach ist.

    Diese ganze “Seenotrettung” (diese Menschen setzen sich in Boote, von denen sie Wissen, dass diese nie die 300KM bis Malta schaffen können) ist eine Farce, um von den tatsächlichen Probleme abzulenken. Sie hat aber Vorteile:

    1. Ein Aufregerthema mit dem sich Moralisieren läßt – das Schöne dabei, jeder der sagt das ist gut, hat automatisch einen öffentlichen Sympathiebonus ohne das er oder sie für irgend etwas gutes eintreten muss. Politiker freuen sich.

    2. Billige Arbeitskräfte – alle Landwirtschaftlichen Produkte aus Italien oder Spanien werden von billigen afrikanischen Kräften geerntet. Danke! Darüber freut sich sogar K. Kipping (https://www.deutschlandfunk.de/die-linke-vor-dem-parteitag-kipping-plaediert-fuer.694.de.html?dram:article_id=419872)

    3. Weder über die Hintergründe, noch das auf dem Weg ein vielfaches an Menschen sterben – wo sind die Wüstenretter? ist verdursten schöner als ertrinken? – wird geredet, bzw. wird zum handeln aufgefordert. Im gegenteil, wenn es ein Land wie China macht, wird es mit aller öffentlich Macht diskreditiert. Afrika braucht industralisierung, weil junge Menschen nicht Kakao, Mais und Soja für Europa anbauen wollen. Äthopien zeigt wie es gehen könnte.