Multinationale Avantgarde:

Multinationale Avantgarde - Wir haben mit Ora The Molecule über Spanien, Glück und futuristische Klänge geplaudert

Wer heute an Popmusik denkt, der denkt automatisch an englischsprachige Schlager ohne Seele und Verstand. Ja keine Reibung, ja keine Experimente, ja keine Missverständnisse. Ora The Molecule sind anders. Die…
Multinationale Avantgarde

Wir haben mit Ora The Molecule über Spanien, Glück und futuristische Klänge geplaudert

Wer heute an Popmusik denkt, der denkt automatisch an englischsprachige Schlager ohne Seele und Verstand. Ja keine Reibung, ja keine Experimente, ja keine Missverständnisse. Ora The Molecule sind anders. Die multinationale Avantgarde-Popmusikgruppe, die zeitlose Nostalgie, sanften Pop und Retro-Electronica miteinander verbindet, versucht, das Mutige zurück in die Musik zu bringen. Inspiriert von Suzanne Vega, Kraftwerk, Fleetwood Mac, Mecano, Warpaint und der norwegischen Sängerin Siri Nilsen geben Ora The Molecule alles, um den Status Quo zu verändern. Dabei entsteht ein noch unbekannter Sound, der die Songs unwiderstehlich tanzbar macht.

Die Sängerin und Songwriterin Nora wuchs zwischen Spanien, Italien und Norwegen auf. Mit dem Bedürfnis sich auszudrücken, begann sie Journalismus zu studieren und lebte in Los Angeles. Sie arbeitete als Tellerwäscherin und fuhr Uber, um sich als Songwriterin durchzuschlagen. In der Stadt der Engel lernte Nora Sju und Jan kennen. Vier Jahre nach ihrem ersten Treffen wurde der Traum vom gemeinsamen Musizieren wahr. Die Musiker zogen gemeinsam in ein kleines Dorf in den Bergen des ländlichen Spaniens, in der Hoffnung, die Stille und den Frieden zu finden, die zum Musizieren notwendig sind. Mit uns haben Ora The Molecule nun über Spanien, Glück und futuristische Klänge geplaudert.

Ihr habt nach eurem ersten Treffen nicht direkt angefangen zusammen zu musizieren. Wie lange habt bis zur eurer ersten Single “Sugar” gebraucht?

Wir haben uns vor eineinhalb Jahren getroffen. Den Song hingegen haben wir in zehn Minuten geschrieben. Am Ende haben wir aber ein Jahr benötigt, bis “Sugar” veröffentlich wurde.

Ihr lebt zusammen in einem kleinen spanischen Dorf. Vermisst ihr auch manchmal die großen Städte, in denen ihr vorher gelebt habt?

Wir mögen die Mischung. Beide Welten können uns zur richtigen Zeit erheben. Im Moment glaube ich, dass wir uns alle einig sind, dass wir diesen Ort und die Stille mögen, die entsteht, wenn man so nah an der Natur lebt. Es gibt auf jeden Fall weniger Stress in unserem täglichen Leben und es ist viel einfacher zu proben, wenn wir im selben Haus wohnen. Manchmal vermissen wir auch die Vielfalt in der Stadt. Wir hatten das Glück, dass einige Menschen uns besucht haben. Auf diese Weise haben wir neuen Input bekommen.

Was bedeutet euer Bandname Ora The Molecule eigentlich?

Ora das Molekül ist ein personifiziertes Molekül. Es hat seine eigene Identität, während es Teil von etwas mehr als nur es selbst ist. Ora bdeutet jetzt und Zeit auf Italienisch und ist außerdem eine abgewandelte Version des Namens Nora. Sie trat immer unter dem Namen ORA auf, beginnend in Oslo mit einer All-Girl-Band. Jedes Mal, wenn Nora Melodien und Texte präsentiert, ist es wirklich das Molekül Ora, das immer wieder durch kommt.

Eure Debütsingle “Sugar” ist nun draußen. Was ist eure Message hinter dem Video für den Song?

Das Video zeigt unser tiefverwurzeltes Bedürfnis nach mehr, egal was vor uns steht. Es war eine Selbstreflexion für uns, dieses Gefühl in einem Song wiederzugeben. Am Ende überreicht die Hand, die sie vorher mit allem versorgt hat, ihr eine Bombe und drückt den Zünder. Das Video spiegelt das Gefühl wider, an einem Wettrennen teilzunehmen, dessen Ergebnis nur temporäre und schnelle Lösungen sind. Man kann es sich so vorstellen, dass man alle wichtigen Dinge im Leben hat, aber trotzdem fühlt man sich jeden morgen leer. Die einzige Verbindung, die man hat, ist keine andere als 4G. Und das reicht immer noch nicht aus.

Woher bekommt ihr die Inspiration für eure Musik?

Jan lässt sich von Jean Michelle Jear inspirieren. Sju spielt gerne Drums und liebt Warpaint. Nora schreibt Melodien und Texte zu existenziellen Fragen und dem Raum zwischen Einheit und Entfremdung. Die Musik ist ein Versuch, das Gehirn zu entspannen und die Leute zum Tanzen zu bringen und zu feiern.

Mit welchem ​​Musiker würdet ihr gerne arbeiten?

Amadou, Mariam, Warpaint und Stromae.

Was können wir in Zukunft noch von euch erwarten?

Vögel, Beats und uralte futuristische Klangwellen durchschneiden die Gegenwart. Für immer, bis wir sterben.

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