Du driftest nach rechts:

Du driftest nach rechts - Fettes Brot kämpfen in ihrem neuen Song verbal um Menschen, die sich verloren haben

Wir alle kennen das. Da sitzen wir so spät abends mit einem Gläschen Wein vor unserer Facebook-Timeline und wollen einfach mal ganz ungebunden nachschauen, was unsere alten Liebschaften und Freunde…
Du driftest nach rechts

Fettes Brot kämpfen in ihrem neuen Song verbal um Menschen, die sich verloren haben

Wir alle kennen das. Da sitzen wir so spät abends mit einem Gläschen Wein vor unserer Facebook-Timeline und wollen einfach mal ganz ungebunden nachschauen, was unsere alten Liebschaften und Freunde von damals so machen. Ob sie verheiratet sind. Ob sie Kinder haben. Wie fett sie so geworden sind. Doch anstatt witzigen Fotos, die zeigen, wie sich ein Mensch so im Leben gemacht hat, findet man nur Unmengen von rechten Parolen, Ausländerhass in Bildform und erfundenen Geschichten von Flüchtlingen, die irgendwo, irgendwann ein blondes Mädchen vergewaltigt haben sollen.

Im neuen Song von Fettes Brot geht es genau darum: Um Menschen, die man früher eigentlich ganz toll fand, die die eigenen Ideale verfolgt und mit geprägt haben, und die jetzt, nach all den Jahren, zerfressen von Hass, Depression und falschen Versprechen nur noch verbal und manchmal auch physisch nach allem schlagen und treten, was auch nur ein Stückchen anders als das eigene Weltbild ist. “Du driftest nach rechts” ist ein Song über eine Liebe, die keine Chance hat, weil: Krieg und Frieden sind zu verschieden. Eine Indie Disco Ballade zu der wir tanzen können bis die Tränen trocken sind. Ein Achterbahnritt der Gefühle, bei dem kaum mehr Zeit bleibt für Streit. Unterwegs wird dir schlecht; und doch willst du nochmal fahren. Bis zum bitteren Happy End.

Dass die Hamburger Jungs in “Du driftest nach rechts” so unverblümt politisch werden, gefällt nicht jedem, besonders nicht denen, die sich seit einigen Jahren in der braungefärbten Ecke ganz wohl fühlen und heimlich hoffen, dass sich Probleme, Flüchtlinge und die Angst vor Geistern in Luft auflösen. Das neue Album von Fettes Brot heißt dann “Lovestory“, erscheint am 3. Mai und kurz darauf beginnt dann auch schon die nächste Tour, die es unter anderem nach Berlin, Hamburg und München schafft. Alle Termine zur Tournee findet ihr hier. Lernt dafür am besten “Du driftest nach rechts” schon mal auswendig – der hat nämlich das Zeug zum Parolengrölsong für alle, die keinen Bock mehr auf AfD & Co. haben.

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