Chinesischer Underground:

Chinesischer Underground - Diese coole Dokumentation zeigt euch, wie die Mädchengang Nüsuù Shanghai beherrscht

Shanghai ist eine dieser unsagbaren Metropolen, die erst bei Nacht ihre wahre Schönheit zeigen. In den von Neonlichtern durchfluteten Straßenzügen tummeln sich feierwütige und verlorene Menschen, in den Clubs der…
Chinesischer Underground

Diese coole Dokumentation zeigt euch, wie die Mädchengang Nüsuù Shanghai beherrscht

Shanghai ist eine dieser unsagbaren Metropolen, die erst bei Nacht ihre wahre Schönheit zeigen. In den von Neonlichtern durchfluteten Straßenzügen tummeln sich feierwütige und verlorene Menschen, in den Clubs der chinesischen Großstadt herrscht dann ein Hauch von Anarchie, jenseits der Blicke der staatlichen Zensurbehörde. Wer sich in den Kellern von Shanghai verirrt, der findet sich in einer lauten, grellen und mysteriösen Parallelwelt wieder. Und diese Welt im fernen, fernen Osten wird von einer Mädchengang beherrscht, die dort ihr musikalisches Unwesen treibt.

Nüsuù Workshop nennt sich das mehr als kreative Mädchenkollektiv, das von der Zürcherin Lhaga Koondhor und ihren beiden Freundinnen Daliah Spiegel und Amber Akilla gegründet wurde. Mit ihrer Crew wollen die drei Powermädchen die Grenzen und Barrieren innerhalb der männlich dominierten Musikszene aufbrechen. Das Kollektiv versorgt die Undergroundszene Shanghais mit dem nötigen Wissen über die Industrie und den Lifestyle und wurde so selbst Teil einer Stadt, die von Tradition geprägt, von der Gegenwart gefangen und von der Moderne zerrissen scheint.

“Ich war von 2010 bis 2016 die Managerin einer Bar in Zürich, die sich Longstreet nannte”, erzählt Lhaga uns im Interview. “Da habe ich auch eine asiatische Girlgang namens Wifey getroffen. Da bemerkte ich, dass die Musik, die ich mochte, nicht an diesem Ort war. Ich fühlte mich plötzlich viel zu sicher in meinem Job und Zürich und hatte das Gefühl, nicht voran zu kommen. Ich musste in die weite Welt hinaus ziehen und neue Inspirationen erleben. Ich wurde zu einem Chamäleon, das sich von allem inspiriert fühlt, von Essen, Reisen, Musik. Dank eines VPNs kann ich mich in China mit Menschen auf der ganzen Welt verbinden. Ich liebe, was die Bewohner Shanghais kreieren und bin gerne ein Teil davon.”

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