Analoge Audioschätze:

Analoge Audioschätze - Die Musikseite Bandcamp hat einen echten Plattenladen mitten in Oakland eröffnet

Während ihr euch längst komplett in die überaus wärmenden Arme von Streamingdiensten wie Spotify, Apple Music oder Deezer begeben habt und dort fleißig neue Musik von Drake, Ariana Grande und…
Analoge Audioschätze

Die Musikseite Bandcamp hat einen echten Plattenladen mitten in Oakland eröffnet

Während ihr euch längst komplett in die überaus wärmenden Arme von Streamingdiensten wie Spotify, Apple Music oder Deezer begeben habt und dort fleißig neue Musik von Drake, Ariana Grande und irgendwelchen austauschbaren SoundCloud-Rappern vor euch hin hört, klammere ich mich immer noch fest an meine aus MP3s, AACs und FLACs bestehende Musiksammlung, die mir so kein Streamingdienst je bieten kann. Japanische Popmusik aus den Achtzigern, skurrile Videospiel-Soundtracks aus aller Welt, limitierte und nur noch schwer zu bekommene Songs aus Animes, die wohl nur insgesamt zwölf Menschen je gesehen haben.

Mein letzter Lichtblick in dieser hektischen Streamingwelt ist seit geraumer Zeit die Webseite Bandcamp, die wie ein Fels in der Brandung steht, wie ein Zuhause für alternative Musikliebhaber, wie ein Paradies für Menschen, die ihre Musik nicht in die Hände von wenigen Großkonzernen legen wollen, die geliebte Songs jederzeit wegen diverser mehr oder weniger nachvollziehbaren Gründe aus den Playlisten der Nation streichen können – einfach so. Auf Bandcamp habe ich zum ersten Mal von meinem neuen Lieblingsgenre City Pop gehört, hier kaufte ich Alben von Metal Bands aus Uganda, von Weebs aus Russland, von DJs aus Island. Anstatt mich gestresst durch viel zu viele Playlisten zu klicken, schwebe ich auf Bandcamp quasi durch Musik.

Und weil immer mehr Künstler auf Bandcamp neben Downloads in allerlei Formaten auch Schallplatten, Kassetten und CDs zum Kauf anbieten, haben die Jungs und Mädels der Seite sich dazu entschieden, einen fast schon ausgestorbenen Bereich des Einzelhandels wieder aufleben zu lassen: Die Plattenläden! Gerade haben sie ihren ersten eröffnet, und zwar mitten im amerikanischen Oakland, wo musikbegeisterte Menschen ganz analog durch bekannte und unbekannte Audioschätze stöbern können. Solltet ihr jemals in Oakland sein, dann werft gerne einen Blick in den Store. Und wenn ihr einfach nur euren musikalischen Horizont erweitern und vielleicht sogar endlich wieder eine echte Musiksammlung euer Eigen nennen wollt, dann schaut mal bei Bandcamp vorbei – für mich persönlich womöglich die beste Webseite im Internet.

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