Der Morgen danach:

Der Morgen danach - Wir haben diese Wundermittel gegen den Kater getestet, damit ihr es nicht müsst

Ihr kennt das: Man wacht morgens nach einer durchzechten Nacht im Lieblingsclub auf und möchte einfach nur noch sterben. Nicht nur, weil man sich mal wieder wie der letzte Vollhorst…
Der Morgen danach

Wir haben diese Wundermittel gegen den Kater getestet, damit ihr es nicht müsst

Ihr kennt das: Man wacht morgens nach einer durchzechten Nacht im Lieblingsclub auf und möchte einfach nur noch sterben. Nicht nur, weil man sich mal wieder wie der letzte Vollhorst verhalten und lauter peinliche Sachen gesagt und getan hat; weil man neben einer wildfremden Person aufwacht, von der man sich nicht erinnert, sie überhaupt mit nach Hause gekommen zu sein oder feststellen muss, dass man den eigenen Mageninhalt in der Nacht noch auf dem Flokatiteppich von einer großen schwedischen Möbelkette losgeworden ist, sondern vor allen Dingen, weil man mit dem Kater des Todes gesegnet wurde, der sich in etwa so anfühlt, als hätte man Magen-Darm-Grippe, Migräne und eine ungewollte Schwangerschaft auf einmal.

Um uns von solchen Gefühlen zumindest auf der körperlichen Ebene zu verschonen, haben sich inzwischen diverse Unternehmen dem allgegenwärtigen Feier- und Saufproblem angenommen und verschiedene Mittelchen kreiert, die mehr oder weniger gut gegen einen Kater helfen oder diesem ganz und gar vorbeugen sollen.

Weil wir nicht wollen, dass ihr unnötig das Geld, das ihr von Mutti und Vati jeden Monat überwiesen bekommt, damit ihr später mal von einem anständigen Studienabschluss profitieren könnt, nicht unnötig in Pseudo-Medizin investiert, sondern vielleicht doch lieber einen Sixpack Bier davon kauft, weil der euch wenigstens vergessen lässt, wie schlecht ihr in der letzten Medienwirtschaftsklausur abgeschnitten habt, haben wir uns ein Herz und eine Leber gefasst und die verschiedenen Mittel gegen Kater, die es aktuell zu kaufen gibt, getestet. Verglichen haben wir die mit den verschiedenen Hausmitteln, die Mutti und Omi uns mit an die Hand gegeben haben, und damit das Ganze auch möglichst echt und authentisch bleibt, haben wir uns am Vortrag ordentlich die Kante gegeben. Natürlich nur aus wissenschaftlichen Gründen, wir machen das hier ja nicht zum Spaß!

Drogerie: Katerfly

Ein durchzechtes Wochenende im Kater Blau fordert seinen Tribut: mir ist kotzübel und mein Schädel dröhnt, als hätte mir der Türsteher persönlich eins übergezogen. Zeit, das erste Mittel gegen Kater auszuprobieren, das passender Weise den Namen Katerfly trägt. Bereits vor dem Schlafengehen (um etwa 8 Uhr morgens) habe ich ein Glas Wasser mit einer aufgelösten Brausetablette heruntergewürgt und dabei fast gekotzt (ob vor Ekel oder weil ich einfach so besoffen war, kann ich leider nicht mehr sagen), heute steht Tablette Nummer zwei auf dem Plan. Schmeckt wie die Vitamin-C-Tabletten, die man in der Drogerie für 50 Cent pro Packung mit 20 Einzeldosen kaufen kann, aber zwei Stunden nach der Einnahme fühle ich mich genauso elend wie zuvor. Vier Brausetabellen kosten 3,95 Euro. Fazit: Geht mit dem bereits erwähnten Vitamin-C-Präparat vermutlich genauso gut.

Hang & Over

Drogerie: Hang & Over

Funktioniert ähnlich wie Katerfly, nur dass die Mischung für abends und die Mischung für morgens unterschiedliche Zusammensetzungen haben. Fragt mich jetzt aber bitte nicht, welche das sind, ich war schon immer eine Niete in Chemie. Das Schwierigste dabei ist allerdings, wenn man besoffen nach Hause kommt daran zu denken, sich überhaupt noch ein Beutelchen von dem nicht wirklich leckeren Getränk anzurühren und das dann auch noch in sich zu behalten. Die Morgenmischung geht da schon wesentlich einfacher runter – nicht zuletzt, weil der für einen Alkoholkater typische Nachdurst es reintreibt. Getestet habe ich Hang & Over nach der ausschweifenden Silvesterparty von diesem Jahr und tatsächlich ging es mir nach dem Aufwachen nicht so schlecht, wie ich erwartet hatte. Die Lebensgeister kehrten allerdings trotzdem erst zurück, nachdem ich mir auch die zweite Portion einverleibt und einen ausgiebigen Neujahrsspaziergang getätigt hatte. Fazit: Funktioniert, allerdings hat das Sachet, das für genau eine Anwendung reicht, auch einen stolzen Preis von 3,95 Euro. Da verzichtet man doch lieber auf den Tequila, den man noch vom hübschen Bartender ausgegeben bekommt.

Apotheke: Elotrans

Elotrans ist eine Elektrolytlösung, die eigentlich bei Durchfall zum Einsatz kommt. Ich habe mir die Trinklösung nach einer Hausparty einverleibt, die ein wenig eskaliert ist. Ein Beutelchen vor dem Schlafengehen und eins nach dem Aufstehen. Und tatsächlich: Mein Kater hält sich in Grenzen und nach einer ausgiebigen Dusche fühle ich mich tatsächlich fit genug, um noch am gleichen Abend wieder auf die Piste zu gehen. Elotrans wird zwar nicht mein neues Lieblingsgetränk werden, tut aber, was es tun soll und versorgt den Körper mit den beim Saufen verloren gegangenen Elektrolyten. Eine Packung mit zehn Beuteln kostet ungefähr 6 Euro, eine Packung mit 20 Sachets gibt es für rund 10 Euro.

one:47

Online-Händler: one:47

Wer kennt es nicht: Man wacht morgens verkatert auf und der Körper schreit regelrecht nach einem Shot. Was auch immer sich die Macher von one:47 gedacht haben, mir kam es schon beim Anblick der kleinen Flaschen fast wieder hoch, und so würgte ich nach einem feuchtfröhlichen Abend im Berliner „Süß war gestern“ am Tag darauf eine Portion one:47 herunter. Schmeckt gar nicht mal so schlecht, ist bestimmt auch ein netter Party-Gag (ich denke da an Skiurlaube mit den besten Kumpels oder auch den Karneval), hat gegen meinen Kater aber dann doch nur so semi geholfen, was vermutlich an dem horrenden Preis lag, den ich für das Gesöff hinblättern musste. Zwölf Shots kosten nämlich 26,95 Euro. Aber wissenschaftliche Testreihen sind eben teuer.

Kaffee

Supermarkt: Kaffee und Zitrone

Klingt eklig, schmeckt auch so. Ausprobiert habe ich die Mischung nach einem Clubbesuch. Dafür kocht man einen starken Espresso, presst den Saft einer frischen Zitrone hinein und kippt das Gemisch auf Ex runter. Ohne Zucker. Geholfen hat es bei mir nicht, weder gegen den pochenden Kopfschmerz, noch gegen die anhaltende Übelkeit. Der Preis dafür dürfte sich allerdings auf weniger als einen Euro belaufen, sofern ihr den Espresso nicht beim Kaffeedealer um die Ecke bestellt, sondern zuhause kocht. Somit kann man es ruhig mal ausprobieren, ohne sich im Anschluss darüber ärgern zu müssen, viel Geld für Dinge ausgegeben zu haben, die nicht wirklich gegen Kater helfen.

Rollmops

Supermarkt: Rollmops

Wollte ich eigentlich probieren, nachdem ich beim Abendessen mit Freunden zwei bis drei Gläser Wein zu viel getrunken hatte, ich musste mich jedoch schon beim Öffnen des Einmachglases direkt auf meinen Küchenfußboden übergeben. Zur Wirkung kann ich also wenig sagen, außer dass es mir nach dem Kotzen tatsächlich etwas besser ging. Für ein Glas Rollmops muss man je nach Supermarkt und Menge zwischen 2 und 4 Euro löhnen.

Bier

Supermarkt: Konterbier

Dass das Konterbier tatsächlich gegen Kater hilft, kann ich euch aufgrund meiner langjährigen Festivalerfahrung sagen. Wichtig ist dabei nur, dass man nie komplett ausnüchtert, sondern immer einen gewissen Pegel hält, sodass sich gar nicht erst so ein richtig fieser Kater einstellen kann. Ein Bier am Morgen vertreibt nicht nur Kummer und Sorgen, sondern sorgt auch dafür, dass ihr eure Lieblingsband genießen könnt, selbst wenn sie erst am letzten Tag des Festivals spielt, wenn alle um euch herum quasi schon tot sind. Ein Bier bekommt man inklusive Pfand für weniger als einen Euro. Lediglich für Craftbeer muss man etwas tiefer in die Tasche greifen. Wer meint, sich ein solches als Konterbier reinfahren zu müssen, der hat den Kater aber auch verdient.

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