Lost in the Fire:

Lost in the Fire - Gesaffelstein und The Weeknd liefern den perfekten Song zum Geschlechtsverkehr ab

Eigentlich müsste ich The Weeknd hassen, schließlich durfte er mit Selena Gomez schlafen und ich durfte das, aus vollkommen unerfindlichen Gründen, nicht. Aber wie man jemanden hassen, der so gute…
Lost in the Fire

Gesaffelstein und The Weeknd liefern den perfekten Song zum Geschlechtsverkehr ab

Eigentlich müsste ich The Weeknd hassen, schließlich durfte er mit Selena Gomez schlafen und ich durfte das, aus vollkommen unerfindlichen Gründen, nicht. Aber wie man jemanden hassen, der so gute Musik macht, die aus dem ganzen Sumpf irrelevanter und sich ständig selbst kopierender Bands und Künstler heraussticht, empor schießt, vor sich hin leuchtet? Eben. Seitdem The Weeknd, der eigentlich Abel Makkonen Tesfaye heißt, Anfang des Jahrzehnts das erste Mixtape “House of Balloons” veröffentlicht hat, wird er für seinen, laut Spiegel, “global attraktiven, transzendierenden Pop-Sound für das 21. Jahrhundert” gefeiert.

Ob The Weeknd in seinem neuen Song “Lost in the Fire” über seine Ex Selena Gomez singt, weiß keiner so genau, allerdings ist der Track, den er gemeinsam mit dem französischen DJ, Musiker und Musikproduzent Gesaffelstein kreiert hat, alles andere als jugendfrei. “Ich will dich langsam bei angeschaltetem Licht ficken”, säuselt The Weeknd gekonnt vor sich hin. “Du bist die Einzige, die ich im Blick habe, dieser Sex ist so gut, dass er unbezahlbar ist.” Und weiter: “Du hast gesagt, dass du vielleicht auch auf Mädchen stehst, dass du gerade eine Phase durch machst. Wenn du willst, kannst du gerne auch eine Freundin vorbei bringen. Die könnte dann auf deinem Gesicht reiten, während ich dich richtig hart ficke.”

Was sich liest, wie die Zeilen aus einem spätabendlichen WhatsApp-Chat mit potentiellen und notgeilen Tinder-Dates, wird zu einer fast schon romantischen Poesie, wenn man sie nur gekonnt verkauft und einen netten Beat darüber legt, während The Weeknd gewohnt schmalzig darüber trällert. Vielleicht hätte ich Selena Gomez diese Zeilen schicken sollen, anstatt nachts heimlich ihre Instagram-Fotos zu liken. Vielleicht wären wir dann zusammen gekommen. Vielleicht wäre dann alles anders gelaufen. Vielleicht kann The Weeknd aber auch von sich geben, was immer er will: Bei ihm klingt alles irgendwie gut – selbst der plumpeste Booty Call…

Abonniert unseren Newsletter!

Was ist deine Meinung?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Füge deinem Kommentar ein Bild hinzu:

2 Kommentare