Unglaublicher Datenmissbrauch:

Unglaublicher Datenmissbrauch - Facebook hat Spotify, Netflix & Co. Zugriff auf eure privaten Nachrichten gegeben

Ihr dachtet, eure privaten Nachrichten auf Facebook wären auch privat? Falsch gedacht! Nicht nur Mitarbeiter des sozialen Netzwerks und diverse Geheimdienste können eure Chats mitlesen, nein, Facebook hat sogar mehreren…
Unglaublicher Datenmissbrauch

Facebook hat Spotify, Netflix & Co. Zugriff auf eure privaten Nachrichten gegeben

Ihr dachtet, eure privaten Nachrichten auf Facebook wären auch privat? Falsch gedacht! Nicht nur Mitarbeiter des sozialen Netzwerks und diverse Geheimdienste können eure Chats mitlesen, nein, Facebook hat sogar mehreren Firmen den ungehinderten Zugriff auf Mitteilungen zwischen euch und euren Liebsten gegeben. Darunter zum Beispiel Netflix, Spotify und große Banken, die nicht nur wissen wollten, was eure Lieblingsserien und -bands sind, sondern auch in welcher finanziellen Lage ihr euch derzeit so befindet, damit man euch einen etwaigen Kredit im Notfall verwehren kann.

Carsten Knobloch schreibt drüben auf seinem Technikblog: “Auch Apple soll besonderen Zugriff auf Telefonnummern und Kalendereinträge gehabt haben, obwohl man aussagte, dass man diesen Zugriff nicht habe. Sprecher der Unternehmen haben sich bereits geäußert. Microsoft hatte Zugriff auf die Namen der Freunde von Facebook-Benutzern und erstellte anscheinend Profile von Facebook-Benutzern auf seinen eigenen Servern, während Sony und Amazon die E-Mail-Adressen der Freunde eines Benutzers erfassen konnten.” Die meisten genannten Firmen bestreiten den Zugriff auf eure Nachrichtenverläufe.

Der Skandal war aufgeflogen, weil die New York Times an geheime Dokumente gelangte, in denen haarklein aufgelistet steht, wer wann und wie auf eure persönlichen Chats Zugriff hatte. Apps von diversen Plattformen wie Netflix, Spotify oder Pandora konnten zum Beispiel an eure Daten gelangen, wenn ihr sie zu eurem Facebook-Konto hinzugefügt habt und deren Berechtigungen bestätigt hattet. Damit verwandelte sich jede vertrauenserweckende App in ein offenes Fenster auf eure persönlichen Daten und Mitteilungen, ohne, dass ihr davon etwas mitbekommen habt.

Dass gerade die New York Times diesen Skandal aufdeckte, ist besonders bewundernswert, denn auch eine ältere Version ihrer eigenen App konnte auf persönliche Daten und Freundeslisten zugreifen. “Die meisten dieser Funktionen sind jetzt weg”, zitiert Carsten Knobloch Facebook. “Man habe die sofortige Personalisierung, die die Funktionen von Bing unterstützte, 2014 eingestellt und die Partnerschaften mit Geräte- und Plattformunternehmen vor Monaten nach einer Ankündigung im April beendet. Dennoch sei man sich bewusst, dass man ein strafferes Management dafür benötige, wie Partner und Entwickler via der APIs auf Informationen zugreifen können. Man sei bereits dabei, alle APIs und die Partner, die auf sie zugreifen können, zu überprüfen.”

Wer jetzt großkotzig damit prahlt, Facebook sowieso nicht mehr zu nutzen, weil die ständigen Datenpannen langsam Überhand nahmen, der sollte natürlich auch über die Verwendung der Facebook-eigenen Apps WhatsApp und Instagram nachdenken, die ebenfalls dem Konzern von Mark Zuckerberg gehören. Schließlich ist davon auszugehen, dass Facebook auch mit den daraus gewonnenen Daten nicht besonders vorsichtig umgeht. Facebook hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass es mit der schieren Anzahl privater Daten nicht sorgsam umgehen kann – oder will. Hoffen wir, dass es schon bald gute und sicherere Alternativen geben wird, die auch von einem Großteil der Bevölkerung genutzt werden.

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