Mechas, Mädchen, Monstrositäten:

Mechas, Mädchen, Monstrositäten - Den kultigen Anime Neon Genesis Evangelion gibt es schon bald auf Netflix zu sehen

Neon Genesis Evangelion zählt neben Sailor Moon, Cowboy Bebop und Wolf’s Rain nicht nur zu den besten Anime-Serien, die das japanische Festland jemals hervor gebracht hat, kein Medium hat mich…
Mechas, Mädchen, Monstrositäten

Den kultigen Anime Neon Genesis Evangelion gibt es schon bald auf Netflix zu sehen

Neon Genesis Evangelion zählt neben Sailor Moon, Cowboy Bebop und Wolf’s Rain nicht nur zu den besten Anime-Serien, die das japanische Festland jemals hervor gebracht hat, kein Medium hat mich im Innersten so sehr geprägt wie die kuriose und selbstzerstörerische Reise der drei vermeintlichen Freunde Shinji Ikari, Asuka Langley Soryu und Rei Ayanami, die in einer von religiös motivierten Katastrophen zerstörten Zukunft überleben müssen, aber manchmal vielleicht gar nicht wollen. Nirgendwo sonst liegen Freude und Depression, Angst und Hoffnung und Struktur und Chaos so nah beieinander wie in dieser visionären Dystopie.

Die diffuse Geschichte fängt so harmlos an, wie sie vernichtend endet. Der 14-jährige Shinji Ikari möchte seinen Vater, Kommandeur einer mehr oder weniger geheimen Organisation namens NERV, besuchen, als einmal mehr das Chaos in einer Welt ausbricht, die vor wenigen Jahren Zeuge einer humanitären Ausnahmesituation wurde. Plötzlich befindet sich Shinji in einem riesigen Roboter wieder, mit dem er das Monster aufhalten soll. Er ahnt nicht, dass er von nun an die ungewollte Hauptrolle in einer zutiefst perversen Geschichte um Bestimmung, Erlösung und das Ende der Welt spielt.

Bei Neon Genesis Evangelion stimmt wirklich alles. Die großartige Musik von Shiro Sagisu untermalt ein Universum, das so nah an unserem streift, dass es einem Angst und Bange wird, wenn man sich erst einmal auf die fast schon bibelartigen Verse einlässt, die einen ganz tief in die Abgründe der menschlichen Existenz zerren wollen. Sympathische Charaktere wie Misato Katsuragi, Toji Suzuhara und der tierische Pen Pen machen es nur noch schwerer, dem nicht aufzuhaltenden und von vornherein zum Scheitern verurteilten Ablauf dieses bildgewaltigen Dramas zu folgen – und am Ende läuft sowieso alles aus dem mentalen Ruder. Ab dem Frühjahr 2019 gibt es Neon Genesis Evangelion auch endlich auf Netflix zu sehen. Aber Vorsicht: Ihr werdet danach nicht mehr dieselben sein…

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