Internet Killed the Video Star - Mit dem Tod von VIVA endet nach 25 Jahren die Geschichte des deutschen Musikfernsehens

Ihr kennt VIVA heute nur noch als MTV-Showverwertungsresterampe und Ausbildungsstätte quietschvergnügter IQ-Verweigerer zwischen Comedy Central und den Werbeclips nerviger Internetportale, auf denen ihr euren VW Golf verkaufen könnt, aber damals,…
Internet Killed the Video Star

Mit dem Tod von VIVA endet nach 25 Jahren die Geschichte des deutschen Musikfernsehens

Ihr kennt VIVA heute nur noch als MTV-Showverwertungsresterampe und Ausbildungsstätte quietschvergnügter IQ-Verweigerer zwischen Comedy Central und den Werbeclips nerviger Internetportale, auf denen ihr euren VW Golf verkaufen könnt, aber damals, also damals damals, war VIVA so etwas wie eine Offenbarung. Im Fernsehen. Neben all den Spießersendern, die Spaß nicht einmal richtig buchstabieren konnten.

Heike Makatsch, Stefan Raab, Nils Bokelberg. Sie alle waren Kinder eines hinter den Kulissen nicht ganz unumstrittenen Projekts, das am 1. Dezember 1993 als Konkurrenz zu MTV Europe an den Start ging. Und während MTV im Grunge feststeckte und den Unmut der amerikanischen Teenager widerspiegelte wie zelebrierte, herrschten auf VIVA Farben, Melodien und das nicht ganz ungenutzte und bildgewordene LSD.

An Silvester diesen Jahres wird VIVA nun 14 Jahre nach dem Verkauf an den damaligen Todfeind Viacom eingestellt. Klar, mit dem farbenfrohen Chaosverein der 90er Jahre hatte der routinierte und immer mehr zensierte Sender längst nichts mehr zu tun. Doch ein bisschen traurig kann man schon darüber sein, dass das Internet die nächste einst so tolle Sache kaputt gemacht hat. Wir haben einige epische Momente aus der Geschichte von VIVA herausgesucht, damit wir gemeinsam noch einmal ein bisschen in Erinnerung schwelgen können. Wenn ihr noch eine mit Smileys verzierte Ecstasy von damals herum liegen habt, wäre jetzt vielleicht der optimale Zeitpunkt, um sie euch in den Mund zu schieben…

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