In eigener Sache - Warum Facebook uns gerade hart disst, das aber überhaupt kein Problem für uns ist

Wenn ihr diesen Text gerade auf Facebook lest, dann gehört ihr zu den 20 auserwählten Personen, die das fast einzigartige Privileg besitzen, AMY&PINK-Artikel auf Facebook angezeigt zu bekommen. Jährlich werden…
In eigener Sache

Warum Facebook uns gerade hart disst, das aber überhaupt kein Problem für uns ist

Wenn ihr diesen Text gerade auf Facebook lest, dann gehört ihr zu den 20 auserwählten Personen, die das fast einzigartige Privileg besitzen, AMY&PINK-Artikel auf Facebook angezeigt zu bekommen. Jährlich werden wahrscheinlich mehr Menschen von Kometen getroffen, von Delfinen gefressen und von Taylor Swift gevögelt. Und obwohl wir deshalb zuerst heftigste Panik schoben, ist das alles halb so schlimm.

Wir haben in den letzten Wochen allerlei Emails von besorgten Lesern erhalten, die teilweise höflich, teilweise genervt angefragt haben, warum sie entweder auf Facebook nicht über neue AMY&PINK-Posts informiert werden oder ob wir so irrelevant geworden sind, dass wirklich kein Schwein mehr liked und kommentiert. Wie eine verlassene Wüste wäre unsere Facebook-Seite. Und sie haben natürlich vollkommen recht.

Seit dem vor einigen Wochen ausgerollten Facebook-Update, das Freunde und Familienmitglieder in der Timeline wieder näher zusammen bringen und bevorzugen soll und Webseiten dafür in den Hintergrund rückt, versteckt uns Facebook quasi vor unseren eigenen Lesern. Natürlich könnten wir das persönlich nehmen. Schließlich haben wir über Jahre hinweg Menschen zu Facebook gebracht – und die sind dort geblieben.

Das existenzbedrohende Problem mit der Unsichtbarkeit auf Facebook haben allerdings nicht nur wir, sondern die meisten Blogs und Onlinemagazine, die wir kennen. Bei uns ist es allerdings besonders hart. Vielleicht haben wir in den letzten Jahren zu viele Anti-Facebook-Artikel gebracht, vielleicht posten wir zu viele Links, vielleicht gibt es bei uns zu viele Brüste. Wer weiß das schon so genau, Facebook sagt das uns ja nicht.

Am wahrscheinlichsten es allerdings natürlich, dass wir Facebook mehr als scheißegal sind, weil wir ihnen nicht monatlich tausende von Euro dank Werbekosten in den Rachen schmeißen. Relevant sind natürlich nur die Publisher, die Geld, Geld und noch mehr Geld einbringen. Das ist verständlich, aber auch ein bisschen Scheiße. Für uns und unsere Leser. Also euch. So hat nämlich keiner was davon. Am wenigstens ihr.

Eigentlich wollten wir uns ab jetzt die nächsten Jahre über heulend unter der Bettdecke verkriechen und den ganzen Tag nur noch Animes schauen, aber dann haben wir gesehen, dass der Facebook-Diss unseren Seitenaufrufen überhaupt nicht geschadet haben. Ganz im Gegenteil. Wir haben jetzt sogar mehr Besucher als vorher. Das ist irgendwie seltsam, merkwürdig und unlogisch. Aber real und deshalb ziemlich gut.

Allein unsere Startseite hat in den vergangenen Wochen einen Zuwachs von 5000 Prozent erfahren. Fünf! Tausend! Prozent! Anscheinend sind unsere Leser so dermaßen klug und überdurchschnittlich intelligent und mental brilliant, dass sie Eins und Eins zusammen gezählt haben und zu dem waghalsigen Entschluss gekommen sind, dass man AMY&PINK ja nicht nur von Facebook aus erreichen kann. Wer hätte das gedacht?

Und von der Startseite aus, die wir letztens in einem vorausschauenden Anflug von Cleverness noch einmal für Smartphones und Tablets optimiert haben, klicken sich die Leute durch mehr unterschiedliche Artikel als vorher und bleiben auch noch insgesamt länger auf der Seite. Das dürfte euch als Leser zwar vollkommen egal sein, uns freut das aber natürlich umso mehr. Wir sind ja schließlich auch nur Menschen. Noch…

Natürlich könnte man jetzt sagen: Tja, dann schließt doch einfach eure Facebook-Page. Bringt ja sowieso nichts, konzentriert euch lieber komplett auf die Seite, sagt Mark Zuckerberg Adieu, rettet eure Daten, verkauft nicht eure Seelen, geht mit gutem Beispiel voran, gebt dem kommerziellen Informationsverkauf keine Chance! Dank des global genutzten Hashtags #DeleteFacebook ist das sowieso gerade voll im Trend.

Das Problem ist leider, dass wenn du als Blog oder Onlinemagazin keine Facebook-Seite hast, du quasi unverkäuflich für Werbekunden bist. Und das wäre schlecht für uns, weil wir dann kein Geld mehr verdienen würden, und schlecht für euch, weil wir dann keine Artikel mehr schreiben könnten. Und dann könnte sich keiner mehr darüber aufregen, was für eine Drecksseite AMY&PINK doch ist. Und das wollen wir ja nicht.

Deshalb lassen wir unsere Facebook-Seite jetzt erst einmal weiter gemütlich laufen, füllen sie automatisch mit den neuesten Posts und freuen uns über jeden, der darüber zu uns stößt. Das sind heutzutage zwar so wenige Leute, dass wir zu jedem persönlich hinfahren und ihm die Hand schütteln könnten. Aber jeder Leser ist ein guter Leser, das hat auch meine Oma schon immer gesagt. Warum auch immer.

Wenn ihr also zu den Menschen gehört, die seit Monaten darauf warten, dass endlich mal wieder ein AMY&PINK-Artikel in ihre Facebook-Timeline gespült wird, dann fordern wir euch hiermit nett und ungezwungen dazu auf, uns doch lieber öfter direkt aufzurufen. Mit dem Browser in eurem Handy. Wenn ihr überhaupt noch wisst, was ein Browser ist. Es gibt auch ein Leben außerhalb der Facebook-App! Ihr müsst es nur wollen…

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