Wer früher trinkt, ist länger tot - Eine neue Studie beweist, dass bereits kleine Mengen Alkohol das Leben extrem verkürzen

Ihr gönnt euch nach der Arbeit gern mal ein, zwei Feierabendbiere, genießt mit euren Freunden ab und zu ein Gläschen Wein oder kippt euch Samstag Abend im Club die Fanta-Wodka-Mischung…
Wer früher trinkt, ist länger tot

Eine neue Studie beweist, dass bereits kleine Mengen Alkohol das Leben extrem verkürzen

Ihr gönnt euch nach der Arbeit gern mal ein, zwei Feierabendbiere, genießt mit euren Freunden ab und zu ein Gläschen Wein oder kippt euch Samstag Abend im Club die Fanta-Wodka-Mischung in Eimern rein? Egal, was ihr auch macht: Es ist zu viel. Zumindest wenn ihr einer neuen Studie Glauben schenken dürft. Die hat nämlich ergeben: Wir alle trinken viel zu viel Alkohol – und das bringt uns früher ins Grab.

Im Fachblatt The Lancet hat ein internationales Forscherteam eine Studie veröffentlicht, in der bewiesen wurde, dass der Konsum von mehr als 100 Gramm reinem Alkohol pro Woche – das entspricht etwa 2,5 Litern Bier oder etwa einem Liter Wein – die Lebenserwartung verkürzt und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigert. Keine guten Nachrichten also für die Fanta-Wodka-Liebhaber unter uns.

In der Studie wurden Daten von 599.912 Menschen aus 19 überwiegend wohlhabenden Ländern, vor allem in Europa und Nordamerika, ausgewertet. Die hatten in Langzeitstudien zwischen 1964 und 2010 Angaben zu ihrem Alkoholkonsum und Gesundheitszustand innerhalb eines Jahres gemacht. Bei der Datenanalyse berücksichtigten die Autoren Alter, Geschlecht, Tabakgebrauch, Diabetes und viele andere Faktoren.

Für 40-Jährige sinkt demnach die Lebenserwartung, im Vergleich zu Gleichaltrigen, die weniger als 100 Gramm Alkohol in der Woche zu sich nehmen, um etwa sechs Monate, wenn sie wöchentlich 100 bis 200 Gramm Alkohol konsumieren, um etwa ein bis zwei Jahre, wenn sie wöchentlich 200 bis 350 Gramm Alkohol konsumieren, um etwa vier bis fünf Jahre, wenn sie wöchentlich mehr als 350 Gramm Alkohol konsumieren.

“Unsere Kernaussage lautet: Wer bereits Alkohol trinkt, dem kann weniger trinken helfen, länger zu leben”, sagt die Statistikerin Wood. Außerdem wird es unwahrscheinlicher, einen Schlaganfall zu bekommen, an Herzschwäche oder Bluthochdruck zu erkranken. Vielleicht sind das ja genügend gute Gründe, um den Alkoholkonsum zumindest ein wenig einzuschränken, wenn nicht gar komplett einzustellen.

Wer diese Zeilen liest, während er gerade das siebte Bierchen und ‘nen Kurzen herunter drückt und gleich Yolo-mäßig ins Auto steigt, um zwei, drei Kisten Nachschub zu besorgen, dem wird diese Studie, wie alle anderen zuvor, wohl am Arsch vorbei gehen. Sterben werden wir schließlich alle mal, wenn nicht von Alkohol, dann eben von Zigaretten, Zucker, Fett, einem Kometen oder weil wir auf Pep im Bad ausrutschen.

Alle anderen können ab jetzt womöglich die kunterbunte Welt der alkoholfreien Cocktails kennen lernen, die so lustige Namen wie Sunny Day, Virgin Strawberry oder Sweet Spring tragen. Obwohl Fruchtsaft auch wieder zu viel Zucker enthält… Na dann vielleicht Kräutertees. Aber darin werden auch immer mehr Giftstoffe gefunden… Okay, Wasser, wie wär’s mit Wasser? Verkeimt, verkalkt, voller Hormone? Ach, ich geb’s auf…

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