Essen, Shoppen, Chillen - Mädchen in China verdienen ein Vermögen, indem sie ihr Leben im Internet streamen

Wenn die 23-jährige Chinesin Huan Huan ihre Wohnung verlässt, hat sie ihr Handy und ihren Selfiestick immer mit dabei. Mit der Kamera auf sich selbst gerichtet läuft sie ins Fitnessstudio,…
Essen, Shoppen, Chillen

Mädchen in China verdienen ein Vermögen, indem sie ihr Leben im Internet streamen

Wenn die 23-jährige Chinesin Huan Huan ihre Wohnung verlässt, hat sie ihr Handy und ihren Selfiestick immer mit dabei. Mit der Kamera auf sich selbst gerichtet läuft sie ins Fitnessstudio, ins Restaurant, ins Einkaufszentrum. Fleißig plaudert sie dabei zu ihren Fans, die sie auf Schritt und Tritt beobachten. Dabei verdient Huan Huan rund 20.000 Dollar im Monat. Dreimal so viel wie andere Studenten.

Die weiter wachsende Livestream-Branche hat sich in China zu einer 4-Milliarden-Dollar-Industrie mit insgesamt 350 Millionen Zuschauern gemausert. Da Pornografie in der Volksrepublik verboten ist und Huan Huan bereits Probleme mit der Zensur bekommen könnte, wenn sie sich nur lasziv eine Banane in den Mund schiebt, müssen die meist männlichen Zuschauer ihren Kick auf andere Arten und Weisen bekommen.

Also schauen sie Huan Huan und ihren oft von eigenen Managements ausgebildeten Kolleginnen dabei zu, wie sie ihr Leben leben. Sie ermutigen sie beim Sport, suchen mit ihr Essen aus und beraten sie bei Entscheidungen. Und, das Wichtigste: Sie schenken Huan auf Plattformen wie Meipai, Yizhibo oder Tmall virtuelle Geschenke, die sie wiederum in echtes Geld umtauschen kann. Sie tauscht also Privatsphäre gegen Bezahlung.

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