J-Pop Jukebox - Das hier sind die 10 besten und wichtigsten japanischen Musikvideos der Woche

Die japanische Musikwelt ist bunt, laut und experimentell. Und das seit Jahrzehnten. Nirgendwo anders auf der Welt begegnet man solch farbenfrohen Künstlern wie im Land der aufgehenden Sonne. Ob Pop,…
J-Pop Jukebox

Das hier sind die 10 besten und wichtigsten japanischen Musikvideos der Woche

Die japanische Musikwelt ist bunt, laut und experimentell. Und das seit Jahrzehnten. Nirgendwo anders auf der Welt begegnet man solch farbenfrohen Künstlern wie im Land der aufgehenden Sonne. Ob Pop, Rock, Hip Hop oder elektronische Underground-Melodien – in Tokio, Osaka, Kyoto und überall drumherum herrscht die Freude an der Musik. Deshalb haben wir euch an dieser Stelle die 10 besten, schönsten und wichtigsten japanischen Musikvideos der Woche herausgesucht. Diesmal mit dabei: Tofubeats, Amazarashi und Kenshi Yonezu!



Amazarashi – Monday
Montage sind widerliche, schreckliche und auch manchmal tödliche Tage. Wer in den frühen Morgenstunden im Bus, in der U-Bahn oder auf dem Fahrrad zur Schule, zur Uni oder zur Arbeit fährt, der denkt nicht oft daran, sich jetzt und hier aus der Gesellschaft, aus der Verpflichtung oder gar aus dem Leben auszuklinken. “Wir haben Montag auf den Bordstein geworfen”, singt Akita von Amazarashi da. “Sogar der Müllmann hat ihn einfach übersehen, also rollte er herum und rostete an der Seeluft. Vielleicht leben wir alle auf dem falschen Planeten.”



Kenshi Yonezu – Lemon
“Wie schön wäre es, wenn das alles nur ein Traum gewesen wäre”, singt der in Tokushima geborene Kenshi Yonezu, der seine Lieder selbst schreibt. Bekannt wurde er durch seine Vocaloid-Songs, die er unter dem Pseudonym Hachi veröffentlichte. Im Jahr 2012 ging Kenshi mit seinem echten Namen an die Öffentlichkeit. “Du hast mich gelehrt, dass es Arten von Glück gibt, die nicht mehr zurück kommen,” philosophiert er in “Lemon”. “Die dunkle Vergangenheit, die ich versteckt hielt, wäre für immer im Dunkeln geblieben, wenn ich dich nicht kennen gelernt hätte.”



Haru Nemuri – ゆめをみよう
Der Erfolg von Daoko hat Mädchen in ganz Japan dazu inspiriert, selbst eine Musikkarriere im Internet zu starten. Und während sie vom schnellen Sprechgesang zur erfolgreicheren Popmusik gewechselt ist, bleiben ihre Zöglinge dem J-Rap treu und reden sich teilweise melodiös, teilweise hart die Sorgen von der Seele. So wie Haru Nemuri, die irgendwie auch an KOM_I von Suiyoubi No Campanella, Izumi Makura und Seiko Oomori erinnert und Rap und Pop gekonnt in ihrem neuen Song “ゆめをみよう” und auch in ihrem letzten Album “Atom Heart Mother” mischt.



Mondo Grosso – False Sympathy
Mondo Grosso könnte man als japanisches Phänomen betrachten. Das von dem in Shiga geborene DJ Shinichi Osawa ins Leben gerufene Projekt füllt seit Jahren die Tanzflächen von Shibuyas Underground-Clubs. Sein neuer Track heißt “False Sympathy” und die weibliche Stimme in dem Stück stammt von der 23-jährigen BiSH-Sängerin Aina The End. Wenn ihr in nächster Zeit in Japans Großstädten tanzen geht, dann könnt ihr euch sicher sein, dass dieser Song dort in den großen und kleinen Discotheken in allen möglichen Remixes rauf und runter laufen wird.



Tofubeats – ふめつのこころ
Der durch das Internet groß gewordene DJ Tofubeats darf sich einer auch international ziemlich großen Fanbase erfreuen. Der in Kobe geborene Yusuke Kawai hat sich seine Sporen als Bedroom-Mixer verdient und war dank YouTube und Bandcamp zum musikalischen Geheimtipp Japans geworden. Spätestens mit seinem neuen Song “ふめつのこころ” ist er endgültig im gesellschaftlichen Mainstream angekommen. Aber das macht überhaupt nichts. Tofubeats ist immer noch experimentell – und das schmeckt nicht jedem. Soll es aber auch nicht.



Chocoholic – Touch
Die in Tokio lebenden Künstler Chocoholic und Lulu X haben sich zusammen getan und zusammen einen süßen, kleinen Chillpop-Song geschrieben, der wunderbar unaufgeregt im Hintergrund laufen kann. “Touch” ist poppig, rosa und girlyhaft, ohne jedoch im Klischee unterzugehen. Diesen Geheimtipp werdet ihr kaum in den großen Clubs von Tokio, Osaka oder Kyoto finden, aber dafür vielleicht in den kleinen Hinterhofdiscotheken, die man durch das ein oder andere offene Auge oder Ohr oder dank eingeweihter Freunde für sich entdecken kann.



Oresama – Hi-Fi Train
Oresama ist J-Pop in seiner pursten Form. Bunt, melodiös und mit einer süßen, weiblichen Stimme. Die Band hat sich besonders in diversen Anime– und Manga-Communites einen Namen gemacht. “Hi-Fi Train” steht den letzten Hits in nichts nach. Das dazugehörige Musikvideo präsentiert sich als farbenfrohes Comicabenteuer quer durch Shibuya und zeigt Japan von seiner quietschvergnügtesten Art und Weise. Bei Oresama sind ganz plötzlich alle Sorgen, Zukunftsängste und Probleme vergessen. Und das kann ja manchmal auch ganz gut sein.



Sky-Hi – 何様
Harte Hip-Hop-Beats aus den USA haben längst einen gewissen Kreis japanischer Rapper erreicht. Sky-Hi mischt diese mit einer Prise Pop und Rock und hat sich damit in die Herzen seiner Fans gesprochen. Ist Mitsuhiro Hidaka schuldig oder nicht schuldig? Diese Frage versuchen der in Chiba geborene Musiker, der auch der erfolgreichen Band AAA angehört, und Boku no Lyric no Boyomi zumindest im neuen Song “何様” zu beantworten. Wer jetzt noch behauptet, japanischer Hip Hop wäre mies, der hat wahrscheinlich einfach keine Ahnung von Musik.



Back-On – Clown
Back-On sind so etwas wie die Altmeister der modernen J-Rock-Bewegung. Die Band aus Tokio mischt liebend gern harte Beats mit noch härterem Sprechgesang und bleibt dabei dennoch so sehr Mainstream, dass das Ganze auch in den Charts funktioniert. Teeda und Kenji03 sind nach Shu, Gori, Macchin und Icchandie die einzig übrig gebliebenen Mitglieder – und das merkt man der neuen Musik auch an. “Clown” ist gut, keine Frage, aber der Glanz der vergangenen Tage scheint irgendwie erloschen zu sein. Schade, aber so ist wohl der ewige Lauf der Dinge…



Empire – Buttocks Beat! Beat!
Wenn ihr darauf steht, dass süße Mädchen von einem laufenden Arsch verfolgt und verprügelt werden, dann haben Empire mit dem Musikvideo zu “Buttocks Beat! Beat!” genau das Richtige für euch. Der Song ist pure, treibende Idolmusik mit lauten Rockeinlagen. Neue Wege gehen die im letzten Jahr zusammen geworfenen Mitglieder damit zwar nicht, aber wer einfach mal unbeobachtet in der Wohnung abstrampeln und tanzen will, der kann “Buttocks Beat! Beat!” auf jeden Fall richtig laut aufdrehen und dann den peinlichen Tanz seines Lebens hinlegen. Im April erscheint übrigens das erste Album “The Empire Strikes Start!!” Ihr könnt euch ungefähr ausmalen, was euch da erwarten wird.

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