Yami Kawaii - Selbstmord avanciert in den Szenevierteln von Tokio zum morbiden Fashion-Trend

Japan ist weltweit nicht nur für seine kulinarischen Angebote, seine hübschen Landschaften und seine poppige Musik bekannt, sondern auch für die horrende Selbstmordrate, die besonders kurz vor Schulanfang in die…
Yami Kawaii

Selbstmord avanciert in den Szenevierteln von Tokio zum morbiden Fashion-Trend

Japan ist weltweit nicht nur für seine kulinarischen Angebote, seine hübschen Landschaften und seine poppige Musik bekannt, sondern auch für die horrende Selbstmordrate, die besonders kurz vor Schulanfang in die Höhe schießt. Der mysteriöse Aokigahara-Wald, in dem sich immer wieder verzweifelte Menschen erhängen, schaffte es nicht zuletzt durch den Besuch eines amerikanischen YouTubers in alle Munde.

Das Land tut sich schwer damit, psychische Krankheiten wie Trauer, Angst und Depressionen effektiv zu bekämpfen. Doch Selbstmord ist nicht nur zu einer morbiden Tradition Japans geworden, langsam aber sicher avanciert es bei jungen Menschen zu einem popkulturellen Fashion-Trend, der sich in einem ganzen Genre manifestiert hat. Der Tod ist jetzt tragbar, zumindest im Tokioer Szeneviertel Harajuku.

Yami Kawaii” nennt sich die gerade in der Entwicklung befindende Szene, die alles feiert, was mit dem selbstverantworteten Ableben zu tun hat. Da gibt es pinke Stricke, die man als Deko an die Wand hängen kann, süß lächelnde Figuren mit großen Augen und aufgeschnittenen Pulsadern und eine Kombination von farbigen und düsteren Klamotten, die vermitteln sollen, dass man quasi bereits mit einem Bein im Grab steht.

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