Rauchen statt trinken - Medizinische Studien haben ergeben, dass Alkohol viel schädlicher als Cannabis ist

Immer noch wird heiß diskutiert, ob man Cannabis, ähnlich wie in anderen Teilen der Welt, auch in Deutschland endlich legalisieren sollte. “Die Prohibition von Cannabis ist historisch betrachtet willkürlich erfolgt…
Rauchen statt trinken

Medizinische Studien haben ergeben, dass Alkohol viel schädlicher als Cannabis ist

Immer noch wird heiß diskutiert, ob man Cannabis, ähnlich wie in anderen Teilen der Welt, auch in Deutschland endlich legalisieren sollte. “Die Prohibition von Cannabis ist historisch betrachtet willkürlich erfolgt und bis heute weder intelligent noch zielführend”, sagte zum Beispiel André Schulz, der Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamten. Alkohol wäre schließlich gefährlicher als Cannabis. Aber stimmt das?

Eine aktuelle Studie aus den USA hat ergeben, dass genau das der Fall ist. Cannabis habe “keinen Einfluss auf die Hirnstruktur.” Im Gegensatz zu Alkohol. Die Forscher der University of Colorado Boulder verglichen die Auswirkungen von Cannabis auf das Gehirn mit denen von Alkohol. Für die im Fachmagazin Addiction veröffentlichte Studie wurden 853 Hirnscans von Erwachsenen und 439 Scans von Jugendlichen ausgewertet.

Alkohol soll, anders als Marihuana, das Volumen der weißen als auch grauen Hirnsubstanz reduzieren. Die graue Substanz steuert die Gehirnfunktion, die weiße die Kommunikation zwischen den Nerven im Gehirn. “Während Marihuana auch einige negative Folgen haben kann, sind sie definitiv nicht so ausgeprägt wie die negativen Folgen von Alkohol”, sagte Co-Autor Kent Hutchison der Medical News Today.

Kent Hutchison und seine Kollegen wollten mit der Studie mehr erfahren. “Über Alkohol wissen wir seit Jahrzehnten, dass er für das Gehirn schlecht ist”, so der Mediziner. “Eine Studie berichtet, dass der Marihuana-Konsum mit einer Verringerung des Volumens des Hippocampus zusammenhängt. Die nächste Studie sagt, der Gebrauch von Marihuana bezieht sich auf Veränderungen im Kleinhirn.”

Dank der neuen Studien von Kent Hutchison und seinen Kollegen seien nun aber zumindest die Auswirkungen von Cannabis auf das Gehirn besser bekannt. Wenn ihr also lieber kifft, als euch die Birne willkürlich mit Wodka, Bier & Co. vollzuknallen, dann gehört ihr eindeutig zu den gesünder lebenden Menschen da draußen. Übertreiben solltet ihr es mit der gemütlichen Raucherei aber trotzdem nicht, schließlich sind besonders die Langzeitauswirkungen von Marihuana auf den menschlichen Körper noch nicht weitreichend untersucht worden.

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