Graffitiangriff im Wedding:

Graffitiangriff im Wedding - Darf man die Gentrifizierung eigentlich durch puren Vandalismus bekämpfen?

Die Gentrifizierung Berlins schreitet kontinuierlich voran und reißt dadurch ein immer größeres Loch in die Stadt. Auf der einen Seite stehen langjährige Einwohner der Metropole, die plötzlich aus ihren Wohnungen…
Graffitiangriff im Wedding

Darf man die Gentrifizierung eigentlich durch puren Vandalismus bekämpfen?

Die Gentrifizierung Berlins schreitet kontinuierlich voran und reißt dadurch ein immer größeres Loch in die Stadt. Auf der einen Seite stehen langjährige Einwohner der Metropole, die plötzlich aus ihren Wohnungen geworfen werden, auf der anderen Seite warten Menschen, die es sich eben einfach leisten können, auf ein besseres Leben im angesagten und sozial aufsteigenden Kiez.

Gerade erst hat das Projekt “Still not lovin’ Gentrification!” die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum in der Hauptstadt wieder neu angefacht. Dort wurde im Wedding der Neubau eines Investors, der möbelierte Apartments an Studenten vermietet, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mit Farbe dekoriert. Die Frage ist aber: Darf man die Gentrifizierung eigentlich durch puren Vandalismus bekämpfen?

Irgendwie kann ich die alteingesessenen Bewohner ja verstehen, die sich gegen erbarmungslose Mietspekulanten mit allen Mitteln zur Wehr setzen wollen. Wenn ich allerdings das nötige Kleingeld hätte, um mir eine richtig tolle Wohnung im Wedding, in Kreuzberg oder in Friedrichshain zu kaufen, dann würde ich das auch machen. Ohne auch nur einen Augenblick zu zögern. Wäre ich deshalb weniger Berliner?

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