Pro Life - Ich werde meiner Freundin nie verzeihen, dass sie unser Kind getötet hat

Der feministische Mob tobte vor einigen Tagen mal wieder ungeniert durch das Netz und auch viele Zeitungen und Magazine. Warum? Weil Kristina Hänel, eine Frauenärztin aus Gießen, wegen Werbung für…
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Ich werde meiner Freundin nie verzeihen, dass sie unser Kind getötet hat

Der feministische Mob tobte vor einigen Tagen mal wieder ungeniert durch das Netz und auch viele Zeitungen und Magazine. Warum? Weil Kristina Hänel, eine Frauenärztin aus Gießen, wegen Werbung für Abtreibung schuldig gesprochen wurde. Und das vollkommen zurecht. Man darf nämlich nicht darauf hinweisen, dass man Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Was Kristina Hänel allerdings getan hat.

Das Urteil, das viele Feministinnen als „ungerecht“ empfinden, weil die Richterin über den Fall angeblich nicht zwischen „Werbung“ und „Information“ unterscheiden kann, ruft eine generelle Diskussion um die sogenannten „Abtreibungsparagraphen“ hervor. Sie seien veraltet und beschneide das Recht einer jeden Schwangeren, selbst über ihren Körper und was damit passiert zu entscheiden.

Abtreibungen stehen in Deutschland unter Strafe, allerdings geht die Schwangere selbst straffrei aus, wenn sie sich mindestens drei Tage vor dem Eingriff beraten lassen hat, der Schwangerschaftsabbruch von einem Arzt vorgenommen wird und seit der Empfängnis nicht mehr als 12 Wochen vergangen sind. Meiner Meinung nach ist das nun wirklich keine große Sache oder zumindest nicht eine so große wie die Abtreibung selbst. Wer sich an diese Regeln hält, der wird auch nicht bestraft. Der Paragraph ist also lange nicht so kriminalitätsbehaftet, wie er gerade überall dargestellt wird.

Dass für Schwangerschaftsabbrüche nicht geworben werden darf, ist ganz klar im Gesetz verankert. Die Richterin, die das Urteil über die Frauenärztin Kristina Hänel sprach, fand in ihrer Begründung für die Strafe klare Worte: „Der Gesetzgeber möchte nicht, dass über den Schwangerschaftsabbruch diskutiert wird, als sei es eine normale Sache.“ Es ginge hier schließlich nicht um normale Leistungen wie beispielsweise das Herausnehmen eines Blinddarms.

Und damit hat sie absolut Recht. Es geht nicht um Operationen, die das Leben eines Menschen sichern, sondern um solche, die ein Leben vernichten, schon bevor es richtig angefangen hat. Manche sprechen sogar von Mord, was ein hartes Wort ist, aber das, das ich in diesem Text mit vollster Absicht wählen werde. Denn meine Exfreundin hat abgetrieben und damit mein Kind getötet. Sie hat es ohne mein Wissen getan; und noch schlimmer: ohne Schuldgefühle oder ein schlechtes Gewissen.

Sie bereut ihre Entscheidung nicht, sagt sie. Auch heute, fast drei Jahre später, nicht. Ihr geht es prima. Aber mir nicht. Denn ich habe mir dieses Kind gewünscht. Das Kind, das nie das Licht der Welt erblicken durfte, weil sie allein entschieden hat, entstehendes Leben vorzeitig zu beenden. Ohne dass es irgendwelche Anzeichen für Komplikationen gab, keine Anzeichen für eine Risikoschwangerschaft und auch keine dafür, dass das Kind später mit schweren Behinderungen zur Welt kommen würde.

Meine Exfreundin hat nur deshalb abgetrieben, weil ein Kind ihr „irgendwie nicht in den Kram passte“. Ohne mich vorher zu fragen, mich auf irgendeine Art und Weise in die Entscheidung mit einzubeziehen, ohne mir eine Chance zu geben, ein Veto gegen die Abtreibung einzulegen. Sie hat es über meinen Kopf hinweg entschieden, weil es ja „um ihren Körper“ ging, obwohl 50% meine DNA in dem steckte, was dort in ihrem Bauch heranwuchs.

Feministinnen ziehen „My body, my choice!“ rufen durch die Straßen und das Internet, und während ich ihnen da ganz prinzipiell zustimme, dass jeder Mensch mit seinem Körper tun und lassen kann, was er oder sie gerne möchte, muss ich hier doch vehement einschreiten und sagen: Nein!

In dem Moment, wo der Samen eines Mannes eine weibliche Eizelle befruchtet hat, ist es nicht mehr die Entscheidung eines einzelnen Menschen, was mit dem heranwachsenden Leben geschieht, sondern die von Vater UND Mutter. Außer natürlich, die Schwangerschaft passierte durch eine Vergewaltigung, doch das ist ein ganz anderes Thema, auf das ich hier nicht näher eingehen möchte – und noch dazu wahrscheinlich so selten, dass es an der Statistik über die jährlich legal durchgeführten Abtreibungen nicht mehr so viel ändert.

Von der Abtreibung meiner Exfreundin erfuhr ich nur durch Zufall. Sie hatte mir nicht einmal erzählt, dass sie überhaupt schwanger war. Bis heute kann ich nur vermuten, dass sie vergessen hat ihre Pille zu nehmen, denn anderweitig haben wir nicht verhütet. Vielleicht hatte sie auch Magen-Darm-Beschwerden an dem Tag, als wir Sex hatten, der zu einer Befruchtung führte. Ich weiß es nicht.
Jedenfalls ließ sie nur ganz beiläufig das Wort „Abtreibung“ fallen, als wir an einem Abend gemeinsam in ihrer WG kochten, so, als wäre es überhaupt keine große Sache. Erstens, dem eigenen Freund zu verschweigen, dass man schwanger ist, und dann auch noch einfach nicht zu sagen, dass man das Baby absaugen oder ausschaben lässt. Den genauen Kontext hab ich nicht mehr in Erinnerung, wohl aber, dass es zu einem riesengroßen Streit kam, bei dem mehrere Teller zu Bruch gingen.

Wir haben uns auch kurz darauf getrennt. Ich fühlte mich einfach zu hintergangen von dieser Frau, als dass ich weiter mit ihr eine Beziehung hätte führen können. Jegliche Augenhöhe war verloren gegangen, als sie ohne mein Wissen unser Kind – mein Kind! – getötet hatte. Und das nicht einmal ansatzweise bereute, sondern auf meine erschrockenen Nachfragen, ob sie eigentlich wüsste, was sie da getan hatte, mit „Ich würde es jederzeit wieder tun!“ reagierte.

Nach dieser Sache realisierte ich: Das Gesetz, von dem die meisten Frauen fordern, dass es abgeschafft werden soll, weil es angeblich veraltet ist und die falschen Leute bestraft, ist noch nicht hart genug. Es sollte Abtreibungen auch dann unter Strafe stellen, wenn der werdende Vater vorab nicht darüber informiert worden ist, dass überhaupt eine Schwangerschaft vorliegt, die die Frau abzubrechen plant.

Das mag eine unpopuläre Meinung sein, aber genau so sehe ich es nun einmal. Ich hätte das Kind auch ohne meine Exfreundin großgezogen. Wenn sie es nicht einfach so getötet hätte, bevor sie die ganzen anderen Optionen, die man bei einer ungewollten Schwangerschaft so hat, überhaupt mal in Erwägung gezogen und mit mir besprochen hat.

Männer sollten mitentscheiden dürfen, wenn es um ihr Kind geht, auch wenn dieses noch nicht auf der Welt ist. Solange alleine die Frau darüber bestimmen darf, ob sie die Schwangerschaft fortsetzen möchte oder nicht, herrscht keine Gleichberechtigung. Und das ist doch, was die ganzen Frauen immer fordern: dass Männer und Frauen die gleichen Rechte haben. Deshalb sollten auch werdende Väter mit über Schwangerschaftsabbrüche entscheiden dürfen. Alles andere wäre nicht fair, und erst recht nicht gleichberechtigt.

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Superdry

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