Die Migrantigen - Diese österreichische Komödie bricht mit miesen Vorurteilen über Ausländer

Seit letzter Woche läuft mit “Die Migrantigen” ein großartiger österreichischer Film in den deutschen Kinos, der mit all jenen herrschenden Vorurteilen über Migranten zu brechen weiß. Mit seinem ersten Spielfilm…
Die Migrantigen

Diese österreichische Komödie bricht mit miesen Vorurteilen über Ausländer

Seit letzter Woche läuft mit “Die Migrantigen” ein großartiger österreichischer Film in den deutschen Kinos, der mit all jenen herrschenden Vorurteilen über Migranten zu brechen weiß. Mit seinem ersten Spielfilm hat Regisseur Arman T. Riahi in Zusammenarbeit mit den Hauptdarstellern Aleksandar Petrovic und Faris Endris Rahoma ein Drehbuch geschaffen, das aufzeigt, wie Geschichten von Migranten verkörpert und auch dargestellt werden können.

Es geht um den hipsteresquen Grafikdesigner Marko (Aleksandar Petrovic) und dessen Freund Benny (Faris Endris Rahoma), einem Schauspieler, die sich gemeinsam in einem fiktiven Wiener Problemviertel befinden. Wir kennen es genauso gut aus Deutschland: Gemüsehändler und Kriminalität, daraus besteht die Welt der Kanacken, oder Tschusch, wie man im österreischichen Deutsch Menschen slawischer, südosteuropäischer oder orientalischer Herkunft nennt.

So zumindest lautet eines der großen Vorurteile. Genau in Rollen dieser Welt begeben sich die beiden, als sie von einer TV-Redakteurin gefragt werden, in einem Dokumentarfilm mitzuspielen. Die beiden, die tatsächlich selbst einen Migrationshintergrund haben, haben sich jedoch im wahren Leben von ihrer Kultur gelöst, gar abgewandt. Des Geldes und Ruhms wegen willigen sie ein, spielen jedem etwas vor und nehmen dabei diese Parallelwelten auf den Arm.

Das so Authentische daran ist, dass die Schauspieler diesen wunderbaren Spielfilm gemeinsam geschrieben und damit auch sehr vieles aus ihren eigenen Erfahrungen und Geschichten geschöpft haben. Das macht ihn so real. Besonders rührend, was die beiden nach der Filmpremiere zu sagen haben: “Während unsere Eltern als Migranten in dieses Land kamen und hart zu arbeiten hatten, leben wir heute so ziemlich gemütlich einfach unser Leben. Gerade auch wir Migrantenkinder sollten zu schätzen wissen, was unsere Eltern vor allem für uns geleistet haben, sodass wir heute so unbeschwert leben können.” Eine von vielen Messages dieses so vielschichtigen Filmes.

Für jeden, der Vorurteile hat, oder meint, keine zu haben, ist der Film etwas. Und allein die hochkarätige Besetzung macht den Film erst recht sehenswert: Ein unfassbar humorvoller Film mit grandiosen Charakteren wie es ihn bisher in der deutschsprachigen Filmszene nicht gab. Und nach all den Schlagzeilen und Vorurteilen haben wir darauf in so politischen Zeiten wie diesen gewartet.

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