Teuer, zensiert, alte Schinken - Hier sind 10 gute Gründe, warum Netflix eigentlich ziemlich scheiße ist

Der Netflix-Hype ist zur Zeit auf der Spitze. Jeder binged gerade fünf Serien gleichzeitig und die Redewendung »Netflix & Chill« ist schon so lange in unserem Sprachgebrauch drin, dass sie…
Teuer, zensiert, alte Schinken

Hier sind 10 gute Gründe, warum Netflix eigentlich ziemlich scheiße ist

Der Netflix-Hype ist zur Zeit auf der Spitze. Jeder binged gerade fünf Serien gleichzeitig und die Redewendung »Netflix & Chill« ist schon so lange in unserem Sprachgebrauch drin, dass sie schon wieder out ist oder höchstens noch ironisch verwendet wird. Doch wie alles hat auch Netflix seine schlechten Seiten. Hier liefere ich euch 10 Gründe, warum Netflix eigentlich scheiße ist.

Begrenzte Filmauswahl, wenig Genres
Eine Sache, die an Netflix wirklich beschissen ist, ist die begrenzte Auswahl. Wer sich selbst als »Filmfan« bezeichnet und wessen Filmhorizont über die letzte »lustige« Komödie mit Adam Sandler hinaus geht, der wird hier nicht wirklich bedient. Das klassische Genrekino findet auf Netflix, wenn überhaupt, nur durch Hollywoodfilme statt und da reicht es auch nicht über Gangsterfilme hinaus. Indieproduktionen und Arthousekino gibt es ebenfalls sehr selten. Wer seine Nase auch mal in andere Länder stecken will, sucht hier vergebens. Das Angebot beschränkt sich fast ausschließlich auf amerikanische und deutsche Produktionen. Wer also mehr vom Medium Film will, als sich bloß berieseln zu lassen, kann mit Netflix wenig anfangen.

Filme verschwinden einfach
Folgende Situation hatte ich schon viel zu oft: Morgens wache ich auf und habe sofort den einen Gedanken im Kopf. »Heute ist der perfekte Tag für Film XY«, denke ich mir dann. Ich weiß, dass es den Film sogar auf Netflix gibt Ich freue mich den ganzen Tag darauf, dass ich, sobald ich alles erledigt habe, mich am Abend auf die Couch legen kann, um dann genau diesen einen Film zu schauen. Ich bin in der perfekten Stimmung dafür. Alles läuft wie am Schnürchen. Ich lege mich auf die Couch, mache den Laptop an, gehe auf Netflix und tippe den Titels des Films in die Suchleiste. Nichts. Aber vor einer Woche habe ich ihn doch noch in meiner Watchlist gesehen? Tja, Pech gehabt, denn Netflix kündigt nicht an, wenn Filme von der Plattform verschwinden.

Geld
Vor Netflix und Co gab es im Internet fast keine Möglichkeit Filme legal zu streamen. Man musste sich mit schlecht von der Leinwand abgefilmten Videos zufrieden geben. Meistens war der Ton auch noch beschissen, manchmal sogar asynchron. Dazu war das Ganze eben auch illegal oder zumindest in der Grauzone. Den einzigen Vorteil, den das alles hatte, war dass es gratis war (sofern keine Abmahnung im Briefkasten landete). Netflix ist alles andere als superteuer, aber auch nicht gratis. Für jemandem mit kleinem Geldbeutel kann der monatliche Betrag schon zu viel sein. Vor allem, wenn man eigentlich mehrere Streamingdienste nutzen will summiert sich das Ganze schnell zu einer stolzen Summe zusammen.

Nur alte Schinken
Dass das Angebot auf Netflix nicht gerade breit gefächert ist, hatten wir ja schon festgestellt. Aber ein weiteres Problem taucht auf: Die neusten Blockbuster erscheinen meistens zuerst bei der Konkurrenz, wie z.B. bei amazon. Klar, es gibt auch Blockbuster bei Netflix, doch diese sind meistens schon Jahre alt. Wer also den Film Zuhause sehen möchte und nicht das Geld für eine DVD oder Blu-Ray ausgeben will, kann Netflix getrost vergessen. Außer es macht einem nichts aus locker mal ein bis zwei Jahre zu warten, bis sich Netflix dann auch mal erbarmt den Film ins Programm aufzunehmen.

Leinwand?
Der geilste Ort um einen Film zu konsumieren ist ohne Frage das Kino. Die riesige Leinwand, die gemütlichen Sitze und der Popcorn-Geruch. Für eine Serie gelten ähnliche Maßstäbe: Am geilsten ist es auf dem großen Fernseher (oder sogar mit dem Beamer), mit einer guten Anlage und das alles dann gemütlich auf der Couch. Doch Netflix verleitet die meisten dazu sich Filme und Serien auf dem beschissenen, winzigen Laptopbibdschirm reinzuziehen. Wer nicht gerade einen Smart-TV hat oder sich ein paar HDMI-Kabel zulegen will, dem bleibt auch nichts anderes übrig.

Binge Watching
Regelmäßig treffe ich auf Leute, die mir erzählen, wie geil Binge Watching doch ist. Ich finde Binde Watching aber eine richtig beschissene Sache. Nicht nur, dass man dadurch natürlich von wichtigen Dingen, die man zu erledigen hat, abgehalten wird. Denn man denkt sich jedes Mal am Ende der Folge »Ach eine geht noch«. Nein, Binge Watching nimmt einem auch oftmals viel vom Spaß einer Serie. Meiner Meinung nach ist es viel geiler, wenn man jede Woche nur eine Folge zu sehen bekommt. Schon allein deshalb, weil man etwas hat, auf das man sich immer freuen kann. Man hat eine Woche Zeit, in der man voller Spannung abwartet wie es weiter geht. Doch wer macht das schon freiwillig, wenn Netflix gleich die ganze Staffel zur Verfügung stellt?

Nichts ist uncut
Dieser Punkt tut vor allem vielen Filmfans weh, die gerne das Horror- oder Gangstergenre schauen. Denn ein paar Filme, die es auf Netflix gibt, gibt es nicht in der Uncut-Version, auch wenn diese in Deutschland bereits wieder als Uncut-Version freigegeben wurden. So ist z.B. die Originalfassung von Scarface seit 2011 in Deutschland nicht mehr indiziert, aber auf Netflix findet man nur die um 15 Minuten gekürzte FSK-16 Version, auch wenn man den PIN für die 18er-Content eingeben muss. Klar, kommt das nicht oft vor. Aber gerade für Fans eines bestimmten Films ist das dennoch mehr als ärgerlich.

Von Filmreihen gibt es selten alles
Richtig nervig wird es, wenn man eine ganze Filmreihe sehen will, denn meistens hat Netflix nicht alle Teile dieser Reihe. Entweder fehlen dann die letzten Teile der Reihe oder der Anfang fehlt. Teilweise kommt es auch vor, dass man Monate warten muss, bis der oder die fehlenden Teile auf Netflix erscheinen. Gar nicht mal so geil, wenn man gerade richtig Bock darauf hat.
Schlimm wird es aber erst bei Serien. Da kann es gerne mal passieren, dass die Verträge für bestimmte Staffeln auslaufen oder gar nicht erst abgeschlossen werden. Da fehlt dann vielleicht mal die Hälfte der Staffeln. Mit Binge Watching wird es dann erst recht nichts.

Schrott
Falls Netflix dann doch mal die Rechte für großen Blockbuster von einem Filmverleih bekommt passiert es aber meistens dass mehrere Filme in einem »Paket« verkauft werden. Konkret bedeutet dies, dass mit einem Blockbuster gleich mehrere Schrottfilme mitgeliefert werden. Klickt man sich dann durch die einzelnen Netflix-Kategorien gibt es zwischen den ganzen guten Filmen immer wieder einen Haufen Schrott, den man natürlich nie anschaut und der dann des Algorithmus doch irgendwie ganz oben landet. Die guten Filme hingegen sind dann meistens ganz am Ende der Liste.

Der Algorithmus
Früher, in den guten alten Zeiten, war es noch ein Erlebnis sich einen Film auszusuchen. Man ging am Wochenende in die Videothek und stand vor einem Regal mit einer großen Auswahl. Entschieden wurde sich dann aufgrund der Empfehlungen Anderer oder manchmal auch einfach danach, ob man das Cover der DVD ansprechend fand. Netflix dagegen ist kein Abenteuer mehr. Was geschaut wird und was man zu sehen bekommt bestimmt der Algorithmus. Dieser macht einem die Vorschläge und sagt einem wie gut ein bestimmter Film einem gefallen könnte. Ein Risiko wird dabei nicht mehr eingegangen, was ich wirklich schade finde. Dadurch entdeckt man wenig Neues und bekommt immer nur die gleichen Sachen vorgekaut. Zumal der Algorithmus nicht gerade genau ist. Viele meiner Lieblingsfilme bekamen schon eine Wertung von unter 70%.

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