Wenn die Liebe zur Qual wird - Hier sind 10 Anzeichen dafür, dass du in einer toxischen Beziehung steckst

Für Menschen, die an einen missbräuchlichen Partner geraten sind, ist es häufig schwer zu erkennen, dass sie sich in einer toxischen Beziehung zu finden. Nicht selten wirken solche Verbindungen auf…
Wenn die Liebe zur Qual wird

Hier sind 10 Anzeichen dafür, dass du in einer toxischen Beziehung steckst

Für Menschen, die an einen missbräuchlichen Partner geraten sind, ist es häufig schwer zu erkennen, dass sie sich in einer toxischen Beziehung zu finden. Nicht selten wirken solche Verbindungen auf den ersten, zweiten und auch fünften Blick wie Liebe. In der Realität allerdings handelt es sich um gewalttätiges Verhalten, mit dem einer der Partner den anderen kontrolliert, manipuliert und von sich abhängig macht. Dazu muss er gar nicht zuschlagen. Hier sind zehn Warnzeichen, die darauf hindeuten können, dass du dich in einer Missbrauchsbeziehung befindest.

Es ist zu schön, um wahr zu sein
Das erste Treffen. Ihr unterhaltet euch über die klassischen Themen, die man auf einem ersten Date bespricht. Lieblingsfilme, überbewertete Musiker, Literatur, die euer Leben verändert hat. Egal, was du sagst – er stimmt dir zu. Du liebst Grey’s Anatomy? Er auch. Drake? Hat er auch noch nie gemocht. Du gestehst ihm, dass du heimlich CDU wählst? So ein Zufall, macht er auch, und endlich kann er das mal sagen, ohne sich vor seinen Freunden für diese Entscheidung rechtfertigen zu müssen!

Ihr habt so viel gemeinsam, dass es fast schon etwas unheimlich ist. Was dir nicht auffällt ist, dass nur er dir Fragen stellt und diese mit „Ich auch!“ beantwortet, ohne seine Antwort auszuführen. Du bemerkst gar nicht, wie er deinen Fragen ausweicht, indem er Gegenfragen stellt, die du aufrichtig beantwortest, während du dich freust, jemanden kennengelernt zu haben, der genauso tickt wie du.

Du bist die Person, auf die er*sie sein Leben lang gewartet hat
Als ihr euch verabschiedet, sagt er dir, dass er noch nie zuvor jemanden getroffen hat, der ihm so ähnlich ist wie du und betont dabei, wie schön es doch ist, endlich einmal jemanden gefunden zu haben, mit dem man wirklich alles teilen kann. Du sagst, dass du das genauso empfindest. Es ist fast so, als seid ihr Seelenverwandte, die nach langer, schier endloser Suche, die so einige Herzensbrüche mit sich brachten, zusammengefunden haben. Auf jemanden wie dich hat er immer gewartet. Was du nicht bemerkst ist, dass das alles sehr nach Märchen klingt. Und die sind, wir wir alle wissen, leider nicht real.

Eure Beziehung entwickelt sich rasant
Ihr kennt euch gerade mal eine Woche, da fängt er an, bereits eure gemeinsame Zukunft zu planen. Er will dir seine Eltern vorstellen und unbedingt deine kennenlernen. Zwar ist noch nicht geklärt, ob ihr überhaupt eine Beziehung führt oder jemals führen würdet, aber er behandelt sich bereits so, als wärt ihr ein Paar. Du genießt, dass er dir so viel Aufmerksamkeit schenkt und sich so viele Gedanken macht. Was du nicht bemerkt, ist dass er dabei eigentlich nur von sich und seinen Wünschen spricht und deine Vorstellung von Zukunft – egal ob mit oder ohne ihn – völlig außer Acht lässt.

Er*Sie spricht ständig schlecht über seine*ihre Ex
Er ist so glücklich, dass er dich gefunden hat – seine letzte Freundin ging echt gar nicht klar. Und wenn er ehrlich ist, dann leidet er auch immer noch unter dem, was sie ihm angetan hat. Sie hatte eine psychische Störung – vorzugsweise war sie entweder Borderlinerin oder aber manisch-depressiv – und hat ihn dadurch regelrecht misshandelt. Als die Beziehung dann vorbei war, hat sie auch noch angefangen, ihn zu stalken und wollte ihn einfach nicht in Ruhe lassen.

Er dachte zwischenzeitlich, er könne nie wieder lieben, so viel Angst hatte er zwischenzeitlich vor Beziehungen entwickelt – aber jetzt hat er ja dich, und mit dir ist alles gut. Du hast Mitleid mit ihm, dass er so viele schlimme Dinge durchmachen musste und versprichst dir selbst, dass du immer gut zu ihm sein wirst. Was du nicht bemerkst, ist dass er wirklich gar kein gutes Wort über seine Exfreundin zu sagen hat. Und über andere Ex-Partnerinnen übrigens auch nicht.

Worte und Taten passen nicht zusammen
Er erzählt dir immer wieder, wie toll er dich findet und was er alles mit dir vor hat – aber aus irgendeinem Grund fühlst du dich trotzdem einsam, wenn ihr zusammen seid. Pläne für gemeinsame Unternehmungen scheinen ständig in der letzten Minute zu scheitern, weil ihm etwas Anderes dazwischen kommt. Wenn ihr nicht zusammen seid, erzählt er zwar, wie sehr er dich vermisst und wie gerne er doch bei dir wäre – allerdings hat er leider so viele andere wichtige Dinge zu tun, sodass für ein Treffen mit dir leider keine Zeit bleibt.

Falls ihr euch dann doch mal seht, wirkt er unterkühlt. Von der angeblichen Sehnsucht, die er nach dir hatte, spürst du praktisch nichts. Weil du dich aber so sehr freust, endlich wieder mit ihm zusammen zu sein, sprichst du es nicht an. Du willst schließlich keine Eiszeit herausbeschwören und gibst dich lieber mit dem zufrieden, was du hast. Es war ja sowieso schon großzügig von ihm, seinen Freunden abzusagen, damit er den Abend mit dir verbringen kann.

Er*Sie modifiziert die Vergangenheit
Du hast ihn gefragt, ob er mit dir ins Kino möchte, weil du einen ganz bestimmten Film ansehen wolltest. Er hat keine Lust darauf, denn er weiß, dass der Streifen ihm nicht gefallen würde. Du bist im ersten Moment traurig, denkst aber dann nicht weiter drüber nach, schließlich ist es dir wichtiger, Zeit mit ihm zu verbringen, als diesen Film zu schauen.

Etwa zwei Wochen später erzählt er dir, dass er mit seinem besten Freund im Kino war, und dass der Film der absolute Hammer war. Es ist genau das Werk, das du mit ihm sehen wolltest. Als du das aussprichst, sagt er dir, dass du das nie gesagt hast. Er kann sich an kein solches Gespräch erinnern, denn wenn es stattgefunden hätte, hätte er selbstverständlich ja gesagt und wäre mit dir ins Kino gegangen statt mit seinem besten Freund.

Du bist verwirrt, denn du warst eigentlich ziemlich sicher, dass du in genau diesem Film mit ihm wolltest – und sagst dann, dass du dich wohl geirrt hast. Vermutlich hast du ihm versehentlich den falschen Film genannt, das kann ja mal passieren. Was du nicht merkst ist, dass solche Situationen, in denen er sich nicht an Dinge, die du ihm erzählt hast oder die er dir versprochen hat, erinnern kann, häufiger vorkommen als gewöhnlich.

Du bist eben manchmal etwas vergesslich, das ist ja schließlich ganz normal – und dafür, dass du zu doof warst, ihm den richtigen Film und das korrekte Datum für dein Vorstellungsgespräch zu nennen, oder dir zu behalten, dass sein Lieblingsessen gar nicht Sushi, sondern Currywurst ist, dafür kann er eben nichts.

Deine Gefühle werden missachtet
Du äußerst, dass du dich in letzter Zeit sehr einsam fühlst und gerne mehr Zeit mit ihm verbringen würdest. Er antwortet, dass er viel zu tun hat und du lernen sollst, dich anderweitig zu beschäftigen. Du sagst ihm, dass du traurig bist. Er sagt, dass du überhaupt keinen Grund dazu hast. Du schreibst ihm, wie sehr du ihn vermisst. Als Antwort bekommst du, dass es ihn nervt, wie du ihn mit Gefühlen unter Druck setzt. Du sagst ihm, dass du ihn liebst. Er hält dir einen Vortrag, dass Liebe ein Konstrukt von Hollywood-Filmen ist und du das Wort gar nicht verstehst.

Du erzählst ihm etwas, über das du dich besonders freust. Er sagt dir, dass das ja keine große Sache ist und du mal nicht so tun sollst, als hättest du einen Sechser im Lotto gewonnen. Du merkst inzwischen, dass irgendetwas hier nicht stimmt – suchst den Fehler aber konsequent bei dir. Du versuchst, deine Gefühle zukünftig besser zu kontrollieren, weil deine Emotionen für ihn zu belastend sind.

Du fühlst dich, als wärst du in letzter Zeit besonders empfindlich
Irgendwie reagierst du momentan bei vielen Kleinigkeiten über. Wenn er sich eine Woche lang nicht bei dir meldet, rufst du ihn wütend an, warum er dich jetzt ignoriert – und stellst dann fest, dass du zu Unrecht wütend warst, denn er musste ja arbeiten, und deswegen musst du noch lang nicht so ein Drama machen.

Du wirst laut, weil du dich von einem offensichtlichen Witz angegriffen fühlst. Was du nicht merkst, ist dass du vollkommen normal reagierst und dass er derjenige ist, der dir einredet, dass du überempfindlich bist, während er gezielte Angriffe als Witze tarnt und dich mit vollster Absicht ignoriert.

Du entschuldigst dich ständig
Und zwar nicht nur bei ihm, sondern bei allen Menschen, mit denen du zu tun hast. Dafür, dass du eine halbe Stunde gebraucht hast, um auf eine SMS zu antworten, weil du leider grad ein Nickerchen gemacht hast. Dafür, dass du deine beste Freundin anrufst, obwohl du dir nicht sicher warst, ob sie nicht vielleicht gerade unterwegs war.

Dafür, dass du zwei Minuten zu spät zu einer Verabredung gekommen bist, weil die S-Bahn eine Störung hatte. Dafür, dass du Tage hast und deshalb nicht mit ihm schlafen kannst. Dafür, dass dein Nagellack am rechten Zeigefinger abgeblättert ist. Du entschuldigst dich für einfach alles. Vor allen Dingen dafür, dass du nichts, aber auch gar nichts richtig machst.

Er*Sie gibt immer dir die Schuld
Egal, was bei euch nicht richtig läuft: es ist immer deine Schuld. Er hat Stress auf der Arbeit? Deine Schuld. Die Milch im Kühlschrank ist sauer und er hat es erst gemerkt, als er von seinem Kaffee trank? Deine Schuld. Er will gerade nicht mit dir reden? Deine Schuld. Und was du ihm getan hast, dass er gerade so wütend ist – nun, dass solltest du wohl selber wissen. Es ist immerhin deine Schuld, dass es so ist.

Was du merkst, ist dass es keinen Sinn hat, darüber zu diskutieren. Verteidigst du dich für einen Vorwurf, den er dir macht, ist das der Beweis dafür, dass du schuldig bist. Verteidigst du dich nicht, erkennst du deine Schuld an und beweist somit, dass er allen Grund dazu hat, sauer auf dich zu sein.

NA-KD

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