Kino, Vielfalt, Qualität - Hier sind 10 gute Gründe, warum Filme auf jeden Fall besser sind als Serien

Noch nie waren Serien so erfolgreich wie heute. Jeder schaut gerade mindestens drei davon gleichzeitig. Erscheint eine neue Netfilx– oder Amazon-Serie ist das Internet danach für mehrere Wochen voll mit…
Kino, Vielfalt, Qualität

Hier sind 10 gute Gründe, warum Filme auf jeden Fall besser sind als Serien

Noch nie waren Serien so erfolgreich wie heute. Jeder schaut gerade mindestens drei davon gleichzeitig. Erscheint eine neue Netfilx– oder Amazon-Serie ist das Internet danach für mehrere Wochen voll mit Memes und Diskussionen darüber. Mich haben Serien allerdings nie so wirklich gepackt. Klar, die ein oder andere Serie hab ich auch schon geschaut, aber für mich war der Film immer interessanter und schlichtweg auch besser. Hier sind die 10 Gründe, wieso Filme immer noch besser sind als Serien.

Kino
Jetzt sind wir mal ehrlich: Es gibt keinen besseren Ort, um Bewegtbild zu konsumieren, als das Kino. Manche stören sich ja nur daran, wenn andere Leute während dem Film-/Serie-Schauen im Raum sind, aber zu denen habe ich nie gezählt. Und wer sich davon abhalten lässt ins Kino zu gehen, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Das Kino ist einfach ein wunderbarer Ort. Der Popcorn-Geruch, die gemütlichen Sitze, die riesige Leinwand. Hier kann das Film-Schauen so angemessen zelebriert werden, wie nirgendwo anders. Serien allerdings laufen nie im Kino. Meistens werden diese Zuhause auf dem shitty Mini-Bildschirm des Laptops angeschaut. Am besten noch mit den internen Lautsprechern des Laptops, bei denen der Sound klingt, als würde er aus einer Blechdose kommen.

Die Qualität
Bei Serien schwankt die Qualität stark. Es gibt Serien, da sind manche Folgen absolut großartig und schreiben sozusagen Fernsehgeschichte und andere Folgen sind wiederum einfach nur total langweilig, schlecht geschrieben und schlichtweg beschissen. Es ist immer ein Glücksspiel bei Serien, ob die Qualität nun stimmt und vor allem ob die Qualität auch gehalten wird. Die Liste an Serien, die mit voranschreitenden Staffeln an Qualität einbüßen, ist endlos. Meist liegt das an den weniger werdenden Quoten und der daraus resultierenden Kürzung des Budgets. Bei Filmen hingegen sieht das anders aus. Beginnt ein Film gut, hält er meistens auch die Qualität bis zum Ende oder schwankt nicht so stark wie Serien. Man weiß einfach, was man bekommt.

Zeit
Ein weiterer Grund, warum Filme besser sind als Serien, ist dass Filme schlichtweg weniger Zeit in Anspruch nehmen. Sie haben die perfekte Länge für einen Abend oder um sie auch mal so zwischendurch zu schauen. Wenn man einen Film beginnt, dann weiß man, dass man die nächsten zwei Stunden damit beschäftigt ist und dann war’s das. Wenn man eine neue Serie anfängt, wird man direkt von 8 Staffeln à 20 Folgen erschlagen, wobei jede Folge dann meistens auch noch eine Stunde geht. Wer viele verschiedene Sachen sehen will und nur begrenzt Zeit hat, der ist mit Filmen einfach besser bedient.

Der »Lost-Effekt«
Die größte Schwäche, die Serien haben, ist der »Lost-Effekt«. Man investiert Jahre in eine Serie, fiebert jede Staffel erneut mit und fragt sich, wie das Alles wohl ausgehen wird. Und dann passiert aber das, was passieren muss: Das Ende ist absolut beschissen. Nach all den Jahren, die man darauf gewartet hat, ist die Erwartungshaltung meistens so hoch, dass sie eigentlich nie befriedigt werden kann. Die Liste für schlechte Serienenden ist lang.

Das bereits genannte “Lost” ist das Musterbeispiel. Dazu kommen noch Serien wie “How I Met Your Mother“, “Sopranos” oder “Twin Peaks” — was jetzt zwar fortgesetzt wurde, aber man trotzdem 25 Jahre mit dem schlechten Ende leben musste. Bei einem Film gibt es das, in dieser Größenordnung, nicht. Klar, ein Filmende kann auch mal schlecht sein, aber da wartet man meistens nur 90 Minuten drauf und nicht mehrere Jahre.

Filme sind Kunst
Dieser Grund klingt vielleicht ein wenig elitär, aber sind wir mal ehrlich: Filme sind Kunst und Serien (noch) nicht. Beziehungsweise wenn sie es sind, haben sie noch lange nicht die Qualität von Filmen erreicht. Meistens sind es auch nur wenige Folgen, die einfach so geil sind, dass sie das Niveau von Filmen erreichen und nie die Serie als gesamtes.

Denkt man an filmische Werke, die sich in unser popkulturelles Gedächtnis gebrannt haben und allgemein als Meisterwerke gelten fallen einem unzählige Filme ein: “Apocalypse Now“, “2001 – Odyssee im Weltraum”, “8 1/2”, “Citizen Kane” usw. Bei Serien wird das schon schwieriger. Hier fallen einem höchstens sehr gute Serien ein, aber keineswegs Serien, die als Kunst gelten.

Filme haben die perfekte Länge
Filme haben einfach die perfekte Länge, um eine Geschichte gut erzählen zu können. Serien dagegen haben das meistens nicht. Wenn man mal die ganzen Mystery/Crime-Case-of-the-Week Serien außen vor lässt, die jede Folge genau einen »Fall« aufklären und die nächste Folge sich mit einem neuen Fall beschäftigt, dann merkt man schnell, dass Serien meistens zu lang sind für das, was sie erzählen wollen. Aus diesem Grund werden immer mal wieder Fillerfolgen dazwischen gestreut.

Diese Folgen tragen nichts zur eigentlichen Handlung bei, sondern beinhalten meistens eine kleine abgeschlossene Mini-Handlung, die dazu da ist um die Serie zu strecken und — wie der Name schon sagt — die Staffel »aufzufüllen«. Kann man geil finden, wenn man einfach nur mehr von dieser Serie sehen will. Ich finde das aber einfach nur abtörnend. Vor allem dann, wenn man unbedingt wissen will, wie es weitergeht.

Binge-Watching
Wie groß der Hype um Serien ist zeigt sich schon allein an dem Begriff »Binge-Watching« — dem Schauen von mehreren Folgen, ganzen Staffeln oder gleich der ganzen Serie in einem Rutsch. Das steht im Gegensatz zu früher, als man durch das Fernsehen nur eine Folge pro Woche zu sehen bekam. Einerseits eine gute Sache, alles am Stück schauen zu können, da man so zwischen den einzelnen Folgen nichts vergisst und besser in die Geschichte reingezogen wird.

Wenn man allerdings nicht den ganzen Tag Zeit hat eine Serie zu schauen ist das ganz schön scheiße. Hier bedienen sich Serien gerne mal einer Sache, die sonst nur in Groschenromanen vorkommen: Denn Hauptgrund für das Binge-Watching sind die Cliffhanger, die am Ende jeder Folge eingebaut werden, damit der Zuschauer dranbleibt.


Ich hasse Cliffhanger. Sie sind das billigste Mittel, um Spannung zu erzeugen, in dem man den erzählerischen Höhepunkt der Folge einfach in die Nächste verschiebt. Oft wird das auch einfach dazu genutzt um das schlechte Storytelling zu kaschieren. Denn wenn die eigentliche Handlung nicht spannend genug ist, damit man dranbleibt, muss man mit einem Cliffhanger künstlich Spannung erzeugen.

Die größere Vielfalt
Filme sind einfach vielfältiger. Es gibt eine unendlich große Zahl an Genres von der Serien nur Träumen können. Da reicht die Vielfalt gerade mal von Crime und Mystery über Sci-Fi bis hin zu Sitcoms. Das immer Gleiche in Grün wird einem vorgesetzt.

Ob jetzt Al Bundy seine Jokes auf dem Bildschirm abfeuert oder Tim Allen, spielt im Endeffekt keine Rolle. Bei Crime-Serien ist dieses Phänomen am Schlimmsten. Im Fernsehen laufen meistens drei oder vier Crime-Serien an einem Abend und verschwimmen zu einer grauen Masse: “CSI”, “CIS” und wie sie nicht alle heißen mit zig Ablegern, die alle einfach nur in einer anderen Stadt spielen.

Blockbuster
Seit den letzten Jahren steigt das Budget von Serien immer mehr. Serien werden trotzdem nie Blockbusterqualität erreichen und in ihrer Bildgewalt an diese herankommen. Es ist möglich, dass vielleicht mal ein oder zwei Folgen pro Staffel ein Budget erhalten, mit dem die Folge an Blockbuster herankommt. Über die ganze Staffel oder sogar die ganze Serie hinweg ist das aber unmöglich, einfach weil es einen riesigen Haufen Geld benötigen würde. Deshalb müssen wir uns bei Serien mit beschissenem CGI zufrieden geben, mit Staffelfinalen die einen nicht umhauen und mit Kulissen, die eher schlicht aussehen.

»Abgesetzt!«
Die größte Enttäuschung bei Serien ist zweifellos, wenn es heißt, dass die Serie abgesetzt und nicht mehr weiter produziert wird. Die Liste für solche Serien ist lang: Das oben schon erwähnte “Twin Peaks” zählte dazu, “Firefly” ebenso. Dazu kommen noch die kürzlich abgesetzten Netflix-Serien “Sense 8“, “The Get Down” und “Marco Polo“.

Bei Filmen passiert so etwas nicht. Wenn ein Film fertig ist, ist die Geschichte meistens auch fertig erzählt. Klar, es wurden auch schon Filmreihen nach einem Teil abgebrochen, aber diese sind meistens so geschrieben, dass dieser Film für sich alleine stehen kann und man am Ende nicht mit offenen Fragen vor dem Bildschirm sitzt.

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