Zitrus, Flächenland, Schachnovelle - Hier sind 8 ausgezeichnete Bücher unter 100 Seiten, die es sich zu lesen lohnt

Das Internet hat uns alle zu besseren Menschen gemacht, keine Frage. Es gibt jedoch auch ein paar Bereiche, die darunter leiden, dass wir permanent online sind und somit ständig mit…
Zitrus, Flächenland, Schachnovelle

Hier sind 8 ausgezeichnete Bücher unter 100 Seiten, die es sich zu lesen lohnt

Das Internet hat uns alle zu besseren Menschen gemacht, keine Frage. Es gibt jedoch auch ein paar Bereiche, die darunter leiden, dass wir permanent online sind und somit ständig mit Nachrichten konfrontiert sind, die wir lesen müssen, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Selbst dann, wenn einige uns im Nachhinein ziemlich irrelevant erscheinen, weil es dann doch nur Clickbait war. Einer dieser Bereiche sind Bücher.

Ich gebe offen zu, dass auch ich inzwischen so sehr an 140 Zeichen gewöhnt bin, dass mich alles, was mehr als 150 Seiten hat, erst einmal abschreckt. Abgesehen davon, dass eigentlich niemand mehr Zeit hat, sich Wälzern wie Frank Schätzings „Der Schwarm“ zu widmen. Weil ich aber tatsächlich gerne wieder mehr richtige Literatur lesen würde, statt nur über Memes zu brüten, hab ich mich auf die Suche nach Werken gemacht, die man innerhalb eines Abends verschlingen kann – und wurde fündig. Hier sind 8 Bücher unter 100 Seiten, die es sich zu lesen lohnt.

Zitrus

Zitrus (Valérie Mréjen)
Valérie Mréjens Roman hat das Zeug zum Kultbuch. Die Geschichte ihrer Beziehung zu Bruno, ihrem Exfreund, erzählt sie entwaffnend offen, lakonisch und voller Selbstironie. Bruno ist ein Lebenskünstler und Ästhet der besonderen Art, das Hellblau einer japanischen Teetasse fasziniert ihn weit mehr als seine Rendezvous mit Valérie. Die verbringt vergeblich Stunden und Tage neben dem Telefon, hört seine Lieblingsmusik und hält im Kühlschrank Schokoladeneclairs für ihn bereit. Ihre Abhängigkeit läßt Valérie Mréjen in kurzen, prägnanten Szenen aufblitzen, in denen sich wohl jeder wiedererkennt, der schon einmal unglücklich verliebt gewesen ist. »Wir saßen auf einer Bank bei Les Halles unter einer Art Holzpergola. Es war schön draußen. Er sagte zu mir, ich liebe dich nicht.«

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Die Verwandlung

Die Verwandlung (Franz Kafka)
Die Verwandlung ist eine im Jahr 1912 entstandene Erzählung von Franz Kafka. Die Geschichte handelt von Gregor Samsa, dessen plötzliche Verwandlung in ein Ungeziefer die Kommunikation seines sozialen Umfelds mit ihm immer mehr hemmt, bis er von seiner Familie für untragbar gehalten wird und schließlich zugrunde geht. Kafka gelang es in der Nacht vom 22. zum 23. September 1912 die Erzählung in nur acht Stunden in einem Zuge zu Papier zu bringen. Im späteren Urteil der Literaturwissenschaft hat Kafka hier mit einem Schlag thematisch und stilistisch zu sich selbst gefunden.

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Schachnovelle

Schachnovelle (Stefan Zweig)
Für den kultivierten Großmeister Dr. B. ist das Schachspiel mehr als eine geistige Beschäftigung: Es wurde ihm einst zum Überlebensmittel, denn in der zermürbenden Einsamkeit seiner Gestapohaft hatte er aus dem strengen Regelwerk des Schachs seine Widerstandskraft gezogen. Nun trifft er auf den Weltmeister Czentovic, einen stumpfen Charakter, der mit mechanischer Präzision vorgeht. Zwei Spielhaltungen prallen aufeinander und mit ihnen zwei Lebenswelten. Die ‘Schachnovelle’ ist das eindrucksvolle Vermächtnis des schließlich selbst am Leben verzweifelten Stefan Zweig.

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We Should All Be Feminists

We Should All Be Feminists (Chimamanda Ngozi Adichie)
Die junge Bestsellerautorin Chimamanda Ngozi Adichie machte mit ihrem TED-Talk ›We Should All Be Feminists‹ (dt.: ›Mehr Feminismus!‹) Furore. Popsängerin Beyoncé Knowles sampelte einige Passagen daraus in ihrem Song ›Flawless‹. Mehr als 1,5 Millionen User sahen ihn im Netz, hier liegt er nun zum Nachlesen vor. Mit ihren Geschichten gelingt ihr, was nur große Literatur vermag: Minutiös legt sie das Innerste ihrer Figuren bloß und enthüllt damit Wahrheiten unserer Gesellschaft, die so offenkundig sind, dass wir sie kaum jemals durchschauen.

Adichie erzählt davon, wie man Rollenerwartungen erlernt, und davon, wie man lernt, sie zu brechen. Sie erzählt von Schuld, Scham und Sexualität, von Feminismus, Liebe und Heimat. Über all ihren Geschichten liegt der helle Schimmer einer besseren, einer toleranteren Welt. Adichie ist eine hellwache Beobachterin unserer Zeit und ihre Stories sind eine literarische Offenbarung.

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Flächenland

Flächenland (Edwin A. Abbott)
Dieses Buch ist ein Klassiker der Science-fiction-Literatur. Ein altes Quadrat erzählt uns vom Leben im Flächenland und seinen Ausflügen in das Raumland und das Linienland. Dabei erfahren wir nicht nur Interessantes über andere Dimensionen, sondern auch über Auswirkungen riskanten Denkens in einer Welt, in der das Mögliche mehr Rechte hat als das Wirkliche. Edwin A. Abbott hat diesen Roman 1884 das erste Mal veröffentlicht. Er lässt seine Geschichte 115 Jahre später spielen, sie beginnt am vorletzten Tag des Jahres 1999.

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Die gelbe Tapete

Die gelbe Tapete (Charlotte Perkins Gilman)
Charlotte Perkins Gilman ist das zweite Kind von Mary A. Finch und Frederick B. Perkins, einem Neffen von Harriet Beecher Stowe, der Autorin von “Onkel Toms Hütte”. Der Vater, Schriftsteller und Bibliothekar, verlässt die Familie bald. Die Mutter schlägt die Familie mit Gelegenheitsarbeiten durch. Gilman besucht die Kunstgewerbeschule, danach entwirft sie Grußpostkarten und arbeitet als Hauslehrerin.

1884 heiratet sie den Kunstmaler Charles Walter Stetson und bekommt von ihm 1885 eine Tochter. Nach der Geburt hat Charlotte Perkins Gilman tiefe Depressionen. Ein Spezialist in Philadelphia verordnet ihr eine Ruhekur, bei der jegliche geistige Anstrengung eingeschränkt und das Schreiben untersagt ist. Durch diese Kur fühlt sie sich so zerrüttet, dass sie ihre Familie verlässt und zu einer Freundin nach Pasadena in Kalifornien flieht.

1892 veröffentlicht sie mit “Die gelbe Tapete” ihre erste Kurzgeschichte, die auf den Erfahrungen aus der Zeit ihrer Nervenkrise basiert. Die Veröffentlichung führt zu heftigen Reaktionen. “Die gelbe Tapete” gilt bis heute als literarisches Meisterwerk. Nach Charlotte Perkins Gilman 1934 an Brustkrebs erkrankt war, nahm sie sich ein Jahr später, mittels einer Überdosis Chloroform, das Leben.

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Der kleine Prinz

Der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry)
Der kleine Prinz verbringt sein Leben auf einem winzigen Planeten, wo er sich mit größter Sorgfalt um seine kleinen Vulkane kümmert und den schädlichen Affenbrotbäumen den Garaus macht. Eines Tages erblüht eine wundervolle Rose, die ihn wegen ihrer Schönheit schnell in ihren Bann zieht. Trotz seiner liebevollen Pflege verärgert die Rose den kleinen Prinzen mit ihrer eingebildeten Art. Kurzerhand begibt er sich auf die Flucht und stürzt sich in ein Abenteuer, in welchem er viele fremde Planeten besucht und auf Charaktere trifft, die den kleinen Prinzen vor große Fragen stellen. Letztlich landet er auf der Erde, wo das kleine Kerlchen in der Wüste Sahara einem notgelandeten Piloten begegnet. Der Beginn einer Freundschaft der besonderen Art …

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Die Kunst des Krieges

Die Kunst des Krieges (Sun Tsu)
Der chinesische Klassiker über die Kunst des Krieges ist über 2500 Jahre alt und bis heute eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für den gewaltfreien Umgang mit Konflikten und Entscheidungen. Sun Tsu beschreibt in mehreren Kapiteln strategische Maßnahmen für den Umgang mit Auseinandersetzungen. In zahlreichen Managementkursen wird das Buch als Quelle für die richtige Strategie genannt, da Sun Tsu sehr viel Wert auf Flexibilität legt.

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Nadine Kroll: Stellungswechsel
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