Wenn die Faust zum Fetisch wird - Mein neues Lieblingshobby ist es, fremde Menschen zum Orgasmus zu fisten

Fisting ist einer diesen vielen Themen, das in Pornos zwar immer wieder vorkommt, in alltäglichen Gesprächen über und rund ums Thema Sex immer wieder totgeschwiegen wird. Warum eigentlich? Darüber, dass…
Wenn die Faust zum Fetisch wird

Mein neues Lieblingshobby ist es, fremde Menschen zum Orgasmus zu fisten

Fisting ist einer diesen vielen Themen, das in Pornos zwar immer wieder vorkommt, in alltäglichen Gesprächen über und rund ums Thema Sex immer wieder totgeschwiegen wird. Warum eigentlich? Darüber, dass wir darauf stehen, von einem besonders mächtigen und harten Schwanz penetriert zu werden, können wir doch auch offen sprechen.

Fisten scheint aber so eine Grenze zu sein, die zwar in den Fantasien vorhanden ist – sonst gäbe es ja nicht so viele Pornos, die sich diesem „Fetisch“ widmen – aber die in den seltensten Fällen ausgelebt wird. Vielleicht aus Angst, der Partner könne einen komisch finden, wenn man ihn darum bittet. Oder, weil man Schiss hat, dass dabei irgendwas reißen könnte oder sich Arschloch und Muschi nach einem ausgiebigen Fisting nicht mehr in ihren Ursprungszustand zurückbilden.

Beides ist absoluter Quatsch. Das weiß jeder, der schon mal einen riesengroßen, festen Haufen in die Schüssel gelegt hat. Arschlöcher leiern nicht aus. Und Muschis auch nicht. Auch wenn das ein Gerücht ist, das immer wieder gerne erzählt wird. Entweder man ist als Frau sehr eng gebaut, oder eben nicht. Ein bisschen Beckenbodentraining oder eine Geburt ändern auch nicht so viel daran, dass man das tatsächlich spüren könnte. Sage ich euch als jemand, der seine Faust schon in Frauen hatte, die bereits ein Kind geboren haben und in solchen, die noch nie im Leben einen Schwanz in sich hatten.

Man kann das Tabu, das lediglich im Kopf vorhanden ist, also einfach mal kurz beiseiteschieben und Fisting ausprobieren. Sofern man denn Bock darauf hat. Und das haben mehr Menschen, als man denkt.

Ich kann euch keine Anleitung dafür geben, wie man richtig fistet und auch nicht sagen, was daran so unbeschreiblich geil ist. Ich kann – wie bei allen anderen Themen auch – nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten. Und die waren eben unbeschreiblich geil. So geil, dass ich das, was ich dabei gelernt habe, an dieser Stelle gerne weitergeben möchte. Unter anderem, damit sich mehr Menschen ihren geheimen Fantasien endlich mal in der Realität stellen. Und damit sie merken, dass Fisting weder komisch, noch irgendwie gesundheitlich bedenklich ist, wenn man es richtig angeht.

Da die Vagina ist sehr dehnbar, schließlich ist sie unter anderem dazu da, Kinder direkt aus dem Mutterleib in unsere grausame Welt zu befördern. Dennoch sollte man natürlich behutsam vorgehen, wenn man eine Faust in eine Frau stecken will. Es soll ja irgendwo auch angenehm sein. Ein bisschen Schmerz kann schon ganz geil sein. Zu viel ist in solchen Fällen jedoch ein absoluter Abturner. Grundvoraussetzung für gutes Fisting ist, dass die Frau auch ordentlich feucht ist.

Das kann sie natürlich nur dann sein, wenn sie schon erregt ist. Direkt mal die Faust in die Muschi zu schieben, nur weil es gerade bockt, ist also nicht drin. Man beginnt am besten mit einem Finger und tastet sich dann ganz langsam voran. An manchen Tagen ist das leichter als an anderen. Man sollte also nicht verzweifeln, wenn es beim ersten Mal nicht klappt. Gutes Fisting braucht Geduld.

Entspannung und pure Geilheit allein reichen allerdings meistens nicht aus, um eine komplette Faust in einer Muschi zu versenken. Es kommt auch ein bisschen auf die Stellung an, in der man es versucht. Ich für mich habe herausgefunden, dass es am leichtesten ist, eine ganze Hand in mir aufzunehmen, wenn ich auf dem Bauch liege und mit einem Kissen mein Becken stütze. Abgesehen davon, dass meine Muskulatur dann wirklich komplett entspannt ist, bietet sich meinem Partner oder meiner Partnerin dann auch ein ziemlich geiler Blick auf meine Muschi und auf meinen Arsch.

Hat man dann erst mal die Hand in der Körperöffnung, sollte man auch da nicht sofort richtig hart loslegen, sondern der Muschi Zeit geben, sich an das neue Gefühl zu gewöhnen. So eine Faust ist deutlich größer als ein Schwanz – auch wenn ihr alle von euch denkt, ihr hättet krasse Riesenpimmel. Auch immer gut: Viel Gleitgel und Nitrilhandschuhe. Beides erleichtert die Sache ungemein und macht sie für alle Beteiligten angenehmer.

Mit Analfisting hab ich zumindest nur aktiv Erfahrung. Das heißt, hier war ich immer ausführende Person und nicht diejenige, die sich eine Faust in den Arsch hat rammen lassen. Es funktioniert aber nach dem gleichen Prinzip, nur dass man vorher auf jeden Fall kacken gehen und vielleicht auch eine Darmreinigung machen sollte. Es kann, wenn es richtig angegangen wird, jedenfalls auch extrem geil sein. Sowohl für die Person, die gefistet wird, als auch für die, die sich von einer Faust penetrieren lässt.

Der Anblick eines weit geöffneten Arschlochs muss nicht für jedermann total geil sein, aber das Gefühl, eine Faust im eigenen Arsch zu haben, so hab ich mir zumindest sagen lassen, ist eines der schärfsten, die es gibt. Und da ich ja auch unheimlich darauf stehe, mir Dinge in den Arsch schieben zu lassen, schließe ich nicht aus, auch in diesem Fall irgendwann mal nicht die gebende, sondern die empfangende Person zu sein. Es hat sich bisher einfach nur noch nicht ergeben.

Jemanden zu fisten – oder gefistet zu werden – ist eine extrem intime Erfahrung. Nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf psychischer und emotionaler Ebene. Es ist definitiv mehr, als nur die Hand in jemandes Körper zu platzieren. Und es ist mehr als eine Fantasie, die uns die Pornoindustrie verkauft.

Selbstverständlich ist Fisting – wie so ziemlich alles, was mit Sex zu tun hat – zu einem sehr großen Teil Kopfsache. Aber ich hab ja schon häufiger erwähnt, dass Sex sowieso dann am besten ist, wenn man eben diesen einfach mal ausschaltet und sich seinen Wünschen hingibt. Natürlich nicht, ohne gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, insbesondere bei solchen Praktiken. Aber die sollte man, wenn man Sex hat, sowieso so stark verinnerlicht haben, dass sie ganz von alleine kommen und als selbstverständlich angesehen werden.

Nun denn – schiebt eure geilen Fäustchen in noch geilere, feuchte Löcher, wenn ihr Bock darauf habt. Lebt eure Fantasien aus, egal wie pervers sie sind, und macht euch nicht so viele Gedanken darüber, was andere Leute von euch denken könnten, wenn ihr auf solche Praktiken steht. Es ist Zeit für eine sexuelle Revolution und wir alle sollten dafür unsere Fäuste erheben. Oder eben in fremde Löcher stecken.

Nadine Kroll: Stellungswechsel
Mister Spex

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