Ficken mit Fremden - Spontane One-Night-Stands machen dein Leben erst wirklich lebenswert

One-Night-Stands. Man liebt sie oder man lehnt sie grundsätzlich ab. Ich für meinen Teil schlafe ganz gerne mal mit Menschen, die ich nicht kenne, von denen ich aber auch weiß,…
Ficken mit Fremden

Spontane One-Night-Stands machen dein Leben erst wirklich lebenswert

One-Night-Stands. Man liebt sie oder man lehnt sie grundsätzlich ab. Ich für meinen Teil schlafe ganz gerne mal mit Menschen, die ich nicht kenne, von denen ich aber auch weiß, dass ich sie nie wiedersehen werde. Über die Jahre haben sich da bei mir so einige lustige, absurde oder auch einfach nur eklige Geschichten angesammelt. Ein paar davon möchte ich euch heute erzählen.

Da war zum Beispiel der Typ, der mitten in der Nacht in meiner Küche Chili kochte. Ich hatte ihn auf einer lauten Party nur durch Blickkontakt aufgerissen, noch auf der Tanzfläche wild mit ihm rumgemacht und dann mit nach Hause genommen. Wir hatten extrem guten Sex, er hat meinen ganzen Körper für sich eingenommen, doch dass er danach mit “Ich hab Hunger!” in die Küche verschwand, die Regale und den WG-Kühlschrank durchwühlte, war irgendwie zu viel des Guten. Ich war aber auch zu besoffen, um etwas dagegen tun zu können.

Er muss nachts dann noch verschwunden sein, aber das Chili, das er gekocht hatte, war genauso gut wie unser Fick und hat meine komplette WG für mehrere Tage satt gekriegt. Trotzdem: In der Wohnung des One-Night-Stands das Kochen zu beginnen, steht ganz weit oben auf der Liste der No-Gos.

Dann hatte ich einen, der unbedingt wollte, dass ich ihn ankotze. Auf den Schwanz, in den Mund, egal wohin, Hauptsache Kotze. Als ich ihn fragte, ob er auch auf scatting – also sich ankacken lassen – steht, hat er das bejaht. Ich hab beides nicht gemacht. Beim Kotzen hab ich immer das Gefühl, innerhalb der nächsten drei Sekunden sterben zu müssen und auf Kommando kacken ist glaub ich auch nicht so mein Ding. Abgesehen davon, dass ich vermutlich diejenige gewesen wäre, die die Scheiße später hätte abwaschen müssen. Nein, danke.

Meinen vollsten Respekt hat der Typ trotzdem. So mutig muss man erst mal sein, gleich beim ersten Fick solch extremen Fetische rauszuhauen. Vielleicht hat er’s aber auch nur gemacht, weil er wusste, dass wir uns nicht wiedersehen werden. Alles in allem war der Sex mit ihm eher enttäuschend. Also nicht nur für ihn, der seine Wünsche nicht erfüllt bekam, sondern auch für mich. Eine großartige Geschichte gibt er trotzdem ab, der Kacke-Boy. So ‘nen Fetisch hat man dann halt doch nicht alle Tage im Bett.

Ein anderes Mal hab ich einen Typen in einem Club aufgerissen, mit dem ich einfach aufgrund seiner Optik unbedingt ficken wollte. Er hatte ein bisschen was von einem sehr jungen Kurt Cobain. Nach ein paar Drinks und Fummeleien auf der Tanzfläche landeten wir schließlich bei ihm, wo wir auf seine wirklich scharfe Mitbewohnerin trafen. Ich landete schließlich mit ihr im Bett, den Typen sah ich nie wieder. In meiner Vorstellung hat er aber zu den Geräuschen, die sie und ich beim Sex von uns gegeben haben, gewichst.

Mit einem Typen hatte ich einen Fick in ‘nem Treppenhaus bei einer WG-Party. Eigentlich wollten wir Bier holen gehen, was wir auch getan haben. Nur haben wir zusätzlich noch gevögelt. Das war schon ziemlich gut, rotzbesoffen leise sein in ‘nem Altbautreppenhaus ist allerdings schwer. Wir haben in ‘nem Zwischenstockwerk, also nicht bei den Haustüren, Doggy Style gevögelt, einen Joint geraucht und sind dann mit dem gekauften Bier zurück auf die Party, wo wir später noch geknutscht haben.

Für die anderen war es wohl eher überraschend, dass wir am Ende der Feier nicht zusammen nach Hause sind. Wusste ja keiner, dass wir das mit dem Sex schon abgehakt hatten. Was ich an der Geschichte mag ist, dass es kein Ding war, bei dem man vorher den halben Abend so mega viel geflirtet hat. Es war halt wirklich nur Sex, auf den beide Bock hatten und der dafür erstaunlich gut war.  Ein zweites Mal wollten wir es allerdings auch nicht treiben. Manchmal muss man eben aufhören, wenn es am Schönsten ist.

Mein allerschönster One-Night-Stand war mit einem Typen, den ich im Netz auf einer dieser zigtausend nervigen Dating Seiten aufgegriffen hatte. Wir verstanden uns gut, zumindest wenn es um sexuelle Dinge, also lud ich ihn spontan zu mir ein. Wir trieben es die ganze Nacht miteinander, gingen am nächsten Morgen gemeinsam frühstücken, ohne dass es irgendwie awkward war und erzählten uns sehr viele private Dinge, die mit dem Thema Sex so überhaupt nichts zu tun hatten.

Es ging um unsere Familien, das Studium, Menschen, die uns das Herz gebrochen hatten, Lügen, die wir erzählt hatten, um uns in gewissen Situationen Vorteile zu erschaffen und Berufswünsche; um Vergangenheit, Gegenwart und die geplante Zukunft.

Innerhalb einer Stunde hatten wir uns wohl gegenseitig unsere komplette Lebensgeschichte erzählt. Danach waren wir für zwei Jahre zusammen, von jetzt auf gleich. So ein richtiger One-Night-Stand war es damit also nicht. Aber es war zumindest als einer geplant gewesen, und somit darf die Geschichte hier natürlich nicht fehlen. Sex ohne Erwartungen und beim ersten Date kann also trotz gegenläufiger Meinungen zu etwas richtig Gutem führen.

Aber die „drei Dates bevor man das erste Mal miteinander schläft“-Regel fand ich persönlich sowieso schon immer doof und irgendwie unnötig. Wenn man sich geil findet, findet man sich eben geil – und wenn der Sex auch noch so gut ist wie bei ihm und mir, ist ein wichtiger Grundstein für die Beziehung auch schon mal gelegt. Wenn jemand ernsthaftes Interesse an einer anderen Person hat, verliert er es auch nicht, nur weil er das Gegenüber bereits nackt gesehen hat.

Dazu kommen noch so einige One-Night-Stands mit Mädchen, die ich in diversen Clubs aufgerissen hatte und die vor mir behaupteten, sie “hätten sowas ja noch nie gemacht” – also Sex mit einer Frau gehabt – und wären eigentlich auch in einer festen Beziehung mit einem Mann. Die waren aber durch die Bank weg weder absurd noch sonderlich witzig, sondern einfach schön.

Ob diese Girls danach noch häufiger Muschis geleckt haben, weiß ich natürlich nicht. Es ist aber auch irgendwie nicht relevant. Jeder Mensch sollte mit den Menschen ficken, mit denen er gerade ficken will. Und ob das nun nur einmal oder fünfhundert Mal ist, ist eigentlich auch egal.

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Strellson