Nach dem Ende von One Direction - Harry Styles hat gerade das Indie-Album des Jahres veröffentlicht

Wenn du keine Ahnung hast, wer Harry Styles ist, gehörst du vermutlich zu der Sorte Mensch, die so viel Wert auf ihr Indie-Image legt, dass sie alles, was heutzutage von…
Nach dem Ende von One Direction

Harry Styles hat gerade das Indie-Album des Jahres veröffentlicht

Wenn du keine Ahnung hast, wer Harry Styles ist, gehörst du vermutlich zu der Sorte Mensch, die so viel Wert auf ihr Indie-Image legt, dass sie alles, was heutzutage von popkultureller Relevanz ist, einfach ausblendet, um ihrem Ruf nicht zu schaden. Dein Leben besteht hauptsächlich daraus, anderen zu erzählen, dass du XY ja schon kanntest, bevor er seinen großen Durchbruch hatte und dass seine Musik besser war, als er noch nicht des Geldes wegen Mainstream wurde.

Wenn du dich damit irgendwie cooler findest als den Rest der Welt, kannst du diese Einstellung natürlich schon vertreten. Für deine Allgemeinbildung tut das allerdings nichts. Und ich bin die Person, die dich tatsächlich dafür judged, dass du nicht einmal weißt, warum deine kleine Schwester T-Shirts trägt, auf die in großen Lettern „1D“ gedruckt ist.

Natürlich kannst du Boygroups scheiße finden. Als Directioner der der ersten Stunde kann ich dir aber sagen, dass du etwas verpasst, wenn du es einfach aus Prinzip tust, weil du nichts von Künstlern hältst, deren Karriere mit der Teilnahme an einer Casting-Show startete.

Denn Harry Styles ist einer dieser Musiker, und nach Zayn und Niall Horan nun bereits der Dritte, der nach sieben Jahren One Direction (nur falls du es nicht mitbekommen hast, das ist die erfolgreichste Boygroup der Generation Z) ein Solo-Album auf dem Markt gebracht hat. Und das stellt alles, was deine Indie-Künstler so an musikalischem Müll produzieren, einfach mal ganz nebenbei in den Schatten.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bisher nicht so genau wusste, was eigentlich alle an Harry so toll finden. Ich war immer mehr Team Liam – der meiner Meinung nach der beste Sänger der Truppe ist – und Louis. Ich meine, schaut ihn euch bitte mal an! Louis Tomlinson gehört vermutlich zu den schönsten Menschen, die den Planeten Erde jemals bevölkert haben.

Sein erster Versuch als Solo-Künstler war jedoch eher, naja, sagen wir, ich gehöre einfach nicht zu den größten Fans von Steve Aoki. Da Harry Styles auf meiner persönlichen One-Direction-Mitglieder-sortiert-nach-musikalischem-Talent-und-Grad-der-generellen-Hotness-Rangliste eher einen der hinteren Plätze belegt, hab ich seinem Erstlingswerk jetzt nicht unbedingt entgegen gefiebert.

Um ehrlich zu sein, hatte ich einfach überhaupt keine Erwartungen daran, nachdem mich zuletzt erst Niall mit seinem Debüt „Slow Hands“ enttäuscht hat, weil er es geschafft hat, trotz all dem Talent, das ihm in die Wiege gelegt wurde, einen durchschnittlich-langweiligen Popsong als erste Auskopplung seines bevorstehenden Albums zu präsentieren.

Als echter Directioner musste ich natürlich trotzdem in Harrys Album, dass den unfassbar kreativen Titel „Harry Styles“ trägt, reinhören. Und naja, ich blieb direkt darauf hängen. Denn das, was der Jüngling dort abliefert, kann ohne Weiteres mit den Werken der einflussreichsten Rockmusiker des letzten Jahrtausends mithalten. Wenn ich es musikalisch in irgendein Genre einordnen müsste, dann wäre das wohl irgendwo zwischen Indie- und Psychedelic-Rock.

Mit Teenie-Pop hat es jedenfalls rein gar nichts zu tun. Und während das 1D-Fandom darüber rätselt, ob „Sweet Creature“ nun von Louis Tomlinson handelt, oder ob in „Two Ghosts“ Anspielungen auf Harrys Ex-Freundin Taylor Swift versteckt sind, drehe ich meine Anlage bis zum Anschlag auf und führe zu „Kiwi“ ein kleines Freudentänzchen darüber auf, dass euch Musik-Nazis da draußen einfach mal das Indie-Album des Jahres entgeht, nur weil „Harry Styles“ draufsteht und nicht irgendein Name, den tatsächlich keine Sau kennt.

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