Bikinis, Bier und böse Jungs - Selena Gomez erzählt uns von der Zeit, als Spring Breakers ihre Fans schockierte

Natürlich ist “Spring Breakers” kein gewöhnlicher Film für Selena Gomez. Schließlich hatte die zuvor nur Disney-Serien, Kinderstreifen und animierte Zeichentrickfilme gemacht. Aber trotz gemischter Kritikerstimmen ist “Spring Breakers” nicht nur…
Bikinis, Bier und böse Jungs

Selena Gomez erzählt uns von der Zeit, als Spring Breakers ihre Fans schockierte

Natürlich ist “Spring Breakers” kein gewöhnlicher Film für Selena Gomez. Schließlich hatte die zuvor nur Disney-Serien, Kinderstreifen und animierte Zeichentrickfilme gemacht. Aber trotz gemischter Kritikerstimmen ist “Spring Breakers” nicht nur ein regelrechter Kultfilm, sondern auch ein überaus wichtiger Schritt in Selenas Karriere.

Harmony Korine und James Franco halfen Selena dabei, sich ihren eigenen Ängsten zu stellen und das Image der lieben, aber absolut irrelevanten, Disney-Prinzessin abzulegen. Doch je erwachsener sich Selena in “Spring Breakers” gab, desto mehr schockierte sie ihre Fans. Mit viel nackter Haut, mit Alkohol, mit anderen Mädchen, mit Sex, mit Drogen.

Selena, wie kamst du zu einer Hauptrolle in “Spring Breakers”?

Dank Harmony und Rachel Korine. Ich glaube, dass die beiden irgendwas von mir gesehen hatten und dann das Drehbuch an meine Mutter schickten, die ist schließlich mein Manager. Sie liebt Harmonys Filme und war ziemlich aufgeregt. Ich hatte ehrlich gesagt nicht so viel Ahnung von seiner Arbeit. Ich erinnere mich daran, dass ich viel über “Kids” gehört hatte. Aber ich war noch ziemlich jung, als der Film erschien. Als das Drehbuch bei mir eintraf, schaute ich mir “Kids,” “Gummo,” “Trash Humpers” und “Mister Lonely” an und verliebte mich sofort in die Art und Weise, wie er Regie führte. Und plötzlich war ich auch ganz aufgeregt.

Als ich mich dem Drehbuch widmete, war ich zuerst etwas verängstigt. Schließlich war das vollkommen anderes als alles, was ich zuvor gemacht hatte. Ich wollte mich mit Harmony treffen. Also flog ich zu seinem Haus in Nashville und wir redeten einige Stunden über den Film. Ich verliebte mich nach diesem Gespräch sowohl in Harmony als auch in Rachel.

Deine Rolle in “Spring Breakers” scheint für dich eine Herausforderung gewesen zu sein. Siehst du den Film als wichtigen Schritt in deiner Karriere an?

Auf jeden Fall. Ich meine, ich habe viele bestimmte Dinge während meiner Karriere gemacht, die wiederum für ein bestimmtes Publikum zugeschnitten waren. Natürlich gibt es da eine jüngere Generation, die zu mir aufsieht. Das bedeutet mir viel. Und ich habe ja auch animierte Filme synchronisiert. Das alles wollte ich respektieren, aber dennoch Dinge tun, die mir wiederum Respekt einbringen. Ich wollte etwas machen, das mich fordert und aus meiner Wohlfühlzone heraus holt. Als ich Harmony zum ersten Mal traf, war mir danach sofort klar, dass ich ihm voll und ganz vertrauen konnte. Ich wusste, dass dieser Film der sicherste Ort war, um mich selbst zu fordern, etwas Neues auszuprobieren und eine bessere Schauspielerin zu werden.

Du spielst Faith, das einzige Mädchen in der Geschichte mit einem, nennen wir es, moralischen Kompass. Bist du so auch im echten Leben?

Ja. Ich denke sehr gründlich über alles nach, bevor ich etwas mache. Ich schaue etwas an und analysiere es erst einmal zu Tode. Und erst dann treffe ich die Entscheidung, etwas womöglich zu tun.

In dem Film wurde viel improvisiert. Wie war das für dich?

Großartig! Am liebsten hätte ich danach nie wieder Filme mit vorgegeben Sätzen gemacht! Es zwingt dich geradezu, jetzt, in diesem Augenblick, genau diese Person zu sein. Du weißt, dass es einen ungefähren Rahmen gibt, und dir ist auch klar, wen du da portraitieren sollst, aber du entscheidest, was du sagst und wie die Szene am Ende aussehen wird. Das war wirklich eine große Herausforderung für mich, aber es war echt lustig. Es war ziemlich schwer, danach wieder Drehbücher auswendig lernen zu müssen.

In “Spring Breakers” hast du neben James Franco gespielt, der wiederum einen Rapper namens Alien verkörperte. Wie war es, mit ihm zu arbeiten?

Ich glaube dank seines Charakters habe ich auch ganz gut gespielt. Als ich James auf einer Silvesterparty kennenlernte, war er sehr charismatisch und süß, aber als Charakter ist er ziemlich unheimlich. Im echten Leben stehe ich auf Typen wie Ryan Gosling und nicht auf schmuddelige Jungs. Ich werde immer ein wenig nervös, wenn ich James als widerlichen Typen sehe, der 19-jährige Mädchen anbaggert, Aber genau diese gruselige Art hat es für mich einfacher gemacht.

Warum, glaubst du, stehen andere Mädchen auf ihn?

Es ist der Böse-Junge-Faktor. Ich meine, jedes Mädchen wünscht sich den perfekten Typen, aber im Geheimen wollen wir doch alle einen bösen Jungen, jemand, der rebelliert. Ich kann das offensichtlich sehr gut nachvollziehen. Mit seinen Goldzähnen und dem ganzen Zeug wirkt es ziemlich witzig. Darauf stehen sicherlich viele. Es ist aufregend und anders. Ich verstehe total, was manche in ihm sehen.

Wie war es für dich, mitten im Spring Break in Florida zu drehen?

Das war unglaublich toll! Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht! Gut, dass wir in St. Petersburg und nicht in Miami gedreht haben, ich glaube, das wäre dann doch zu viel des Guten gewesen. Ich habe mich dort viel sicherer gefühlt, weil alles so klein war und wir nicht allzu viel Aufmerksamkeit bekamen. Klar, es waren trotzdem ein paar Paparazzi vor Ort, aber das war noch in Ordnung.

War Spring Break generell so, wie du es erwartet hattest?

Eigentlich schon, ja. Ich konnte mir ungefähr vorstellen, wie Spring Break sein würde, man sieht ja jede Menge Videos, auf denen die Leute vollkommen durchdrehen. Und dann stehst du plötzlich mittendrin und bekommst das Ganze hautnah mit. Das war schon ziemlich krass. Harmony hat ein paar Sachen gemacht, die wirklich wild und wunderschön und witzig waren und von denen ich vorher annahm, dass man sie so nicht umsetzen könne. Aber es war schon alles ziemlich verrückt.

Hat dich “Spring Breakers” irgendwie verändert?

Der Film öffnete mir die Augen und hat mir gezeigt, dass man ruhig ein paar Risiken eingehen kann. Ich fühle mich seitdem wohler, Rollen anzunehmen, die anders sind als das, was man von mir erwartet. Auch die Leute in Hollywood sehen mich seitdem mit anderen Augen. Dass ich mit Harmony Korine einen Film gedreht habe, wird mir hier immer noch hoch angerechnet.

“Das war verrückt,” sagen sie mir dann und fragen: “Ist er verrückt?” Es macht mir Spaß, die Vorurteile mancher Menschen über den Haufen zu werfen. Das mag ich. Dank “Spring Breakers” habe ich keine Angst mehr. Ich überdenke immer noch alles, sehr sogar, aber dieser Film hat mich in die richtige Richtung gedrängt.

Viele Filme haben ziemlich viel Budget, aber “Spring Breakers” hatte nur Frauenpower und James Franco. Macht dich das stolz?

Das Seltsame daran ist, dass ich der Meinung war, der Filme wäre noch mehr independent. Ich meine, klar, “Spring Breakers” ist ein Independent-Film. Aber dass er auch kommerziell erfolgreich werden würde, das kam mir gar nicht in den Sinn. Ich habe jede Filme und Werbespots gemacht, bei denen haarklein darauf geachtet wird, was das Publikum zu sehen bekommt. Aber bei diesem Film war das ganz anders.

Zurückblickend, was hat dir an der Zusammenarbeit mit Harmony Korine am besten gefallen?

Was ich am meisten an ihm mag, ist seine Eigenschaft anderen Mut zu machen, auch wenn etwas nicht so läuft, wie er es für richtig hält. “Das ist ganz gut, aber stecke noch etwas mehr Energie in dies und das.” Er macht einen nicht runter. Weißt du, ich kann mit Kritik nicht besonders gut umgehen, also beruhigt mich seine Arbeitsweise sehr. Ich höre ihn sagen: “Das war toll, aber versuch es einfach noch einmal, spiel mit der Situation!” Er ist auf jeden Fall der beste Regisseur, mit dem ich je zusammengearbeitet habe.

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